Feb
04

Im Interview mit Björn Magsig

von Dietrich


Profil Björn Magsig Erzähl uns ein wenig über dich bzw. über dein Leben? Was hast du früher gemacht, was machst du bei TRIKK17? Was hat dir dabei geholfen, der zu werden, der du bist?

  • Björn: Ich bin 38 Jahre alt, Vater von 8-jährigen Zwillingen und einer von 4 Geschäftsführern bei TRIKK17. Neben den alltäglichen Dingen des Geschäftsführers sind meine Aufgaben bei TRIKK17 die Herstellungsleitung, Akquise und die Regie, vor allem von Werbespots.
  • Geholfen haben mir dabei einmal meine Eltern, die mich moralisch, sowie in den Anfängen auch finanziell unterstützt haben. Denn aus dem Nichts eine eigene Filmproduktion aufzubauen ist eine schwierige Aufgabe, bei der man viel Arbeit hat und Zeit braucht, allerdings erstmal nicht wirklich Geld verdient. Dann braucht man viel Geduld, Hartnäckigkeit und muss immer wieder aufstehen können und an sich glauben. Ein Hang zur Selbstausbeutung und der Idealismus, unbedingt dies tun zu wollen sind für mich die entscheidendsten Eigenschaften in diesem Business. Die wichtigsten Menschen auf dem geschäftlichen Weg waren sicherlich meine drei Geschäftspartner, mit denen ich das Studio 2001 gegründet habe. Dabei ist das sehr enge persönliche Verhältnis, welches wir seit Anfang an pflegen, durch das wir zusammen durch dick und dünn gehen, einer der Gründe, warum es TRIKK17 seit 10 Jahren gibt. Sich kreativ und bei geschäftlichen Entscheidungen austauschen zu können, sich auf einander verlassen zu können, ist mir enorm wichtig.


Aus welchen Gründen bist du in der Trickfilm-Branche tätig geworden? Gab es spezielle Schlüsselereignisse in deinem Leben? Wolltest du das vielleicht schon als Kind immer mal werden?

  • Björn: Ich bin eher zufällig in der Animationsbranche gelandet, wobei besonders Puppentrick schon immer eine große Faszination auf mich ausgeübt hat. Ich habe Medientechnik an der HAW in Hamburg studiert, bin also eigentlich Diplomingenieur, habe dann aber ein Praktikum in einer Trickfilmproduktion gemacht, die auf Stop-Motion spezialisiert war. Dort fiel eine Animatorin aus und ich versuchte mein Glück. Ich merkte, daß es mir viel Spass machte und ich ein gewisses Maß an Talent und Geduld dafür hatte. Also habe ich von dem Tag an für die Firma zwei Jahre lang während meines Studiums animiert und bin sozusagen in dem Bereich hängen geblieben.


Wer sind deine Lieblings-Künstler der Branche?

  • Björn: Einen wirklichen Lieblingskünstler habe ich eigentlich nicht. Mich beeindrucken vor allem bestimmte Filme im Gesamten. Wenn ich jetzt mal nur im Bereich Stop-Motion gucke, haben mich vor allem die „Wallace an Gromit” Filme von Nick Park (Aardman) und „Fantastic Mr. Fox” von Wes Anderson nachhaltig beeindruckt. Technisch und filmisch bin ich auch ein Tim Burton Fan, wobei mir in seinen Filmen immer zu viel gesungen wird… Ein Vorbild sind auf jeden Fall die Aardman-Studios in Bristol, die es schaffen, Serien, Kinofilme und Werbespots auf durchweg höchstem technischen, inhaltlichen und künstlerischen Niveau zu produzieren und damit internationelen Erfolg zu haben.


Gibt es etwas, was du in all den Jahren gelernt hast, dass du anderen Künstlern und Interessenten der Animationsbranche mit auf dem Weg geben möchtest?

  • Björn: Ich habe es eigentlich in der ersten Antwort schon gesagt. Wer wirklich in dieser Branche sein Brot verdienen möchte, sollte folgende Eigenschaften mitbringen: Etwas Talent, viel Idealismus, Geduld, Hartnäckigkeit, Flexibilität und einen starken Willen, der sich nicht so schnell brechen lässt. Außerdem sollte man das Kind in einem Selbst erhalten und wirklich Spass an Animation haben.


Solltet Ihr weitere Fragen an Björn Magsig haben, so steht er Euch in den Kommentaren zur Verfügung.

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