Mrz
08

Interview mit Daniela Hermann

von Dietrich
daniela-hermann-interview Erzähl uns ein wenig über dich bzw. über dein Leben? Was hast du früher gemacht und was machst du zurzeit? Was hat dir dabei geholfen, die zu werden, die du bist?

2010 habe ich mein Studium in Szenografie an der Fachhochschule Hannover abgeschlossen. Der Studiengang spezialisiert sich auf den Entwurf von inszenierten Räumen in den Bereichen Theater und Film. Tendenziell hat mich das Medium Film immer mehr angezogen als die Theaterwelt. Auch wenn mir die Arbeit am Thalia Theater Hamburg und an der Oper Hannover während meines Studiums gut gefallen hat, war mir immer klar, dass ich mich besser im filmischen Genre aufgehoben fühle. Was ich aber schon immer gerne gemacht habe, war Modellbau (unter anderem auch für Bühnenbildentwürfe); weswegen ich schnell auf den Stop-Motion Film gekommen bin, der mich seitdem begeistert. Nach den ersten Gehversuchen noch während des Studiums bin ich mir jetzt sicher in welche Richtung mein Weg führen wird.

Auf welche Gebiete – sowohl in deinem Studium als auch privat – hast du dich spezialisiert?

Ich habe mich auf den Entwurf von Sets in Filmen, vor allem Stop-Motion-Filmen, spezialisiert. Dazu gehören eventuelle historische Recherchen (zum Beispiel architektonische Stilkunde), Vorskizzen, technische Zeichnungen, Material- und Farbproben und schliesslich auch Modellbau. Im Falle eines Stop-Motion-Filmes kommt natürlich auch der Bau der verschiedenen Sets dazu.

Wie hat dir das Praktikum bei TRIKK17 gefallen?

Während meines dreimonatigen Praktikums bei TRIKK17 habe ich sehr viel gelernt und eine wirklich gute Zeit gehabt. Toll fand ich natürlich, dass ich mehr über die Abläufe eines Stop-Motion Films gelernt habe und ich die Chance hatte, selbst ein Set und eine Puppe zu bauen. Gerade beim Puppenbau wurde mir unheimlich viel beigebracht und besonders die professionellen Ratschläge haben mir sehr weitergeholfen. Super war auch, dass ich einen Einblick in die Produktion einer Legetrick-Animation bekommen habe. Es war mir wichtig, neue Computerprogramme kennenzulernen.

Wer sind deine Lieblings-Künstler der Branche?

Der Look von Tim Burtons Filmen hat mir schon immer sehr gut gefallen – vor allem seinen Kurzfilm „Vincent“ kann ich mir immer wieder angucken. Ansonsten bin ich noch ein großer Fan von Michel Gondry (ausser seinem neuesten Hollywood-Film). Er geht sehr spielerisch mit den filmischen Möglichkeiten um und verleiht damit seinen Filmen eine Art “handmade” Charakter, die ich sehr sympathisch finde. Super finde ich auch Henry Selicks „Coraline“ oder den Claymation-Film „Mary and Max“.


Solltet Ihr weitere Fragen an Daniela Hermann haben, so steht sie Euch in den Kommentaren zur Verfügung.

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