Feb
11

Im Interview mit Sören Wendt

von Dietrich


soerenWendt Erzähl uns ein wenig über dich bzw. über dein Leben? Was hast du früher gemacht, was machst du bei TRIKK17? Was hat dir dabei geholfen, der zu werden, der du bist?

  • Sören: Vom Elektriker zum Trickfilmregisseur könnte man meinen Werdegang überschreiben. Als Jugendlicher kam für mich nur ein handwerklicher Beruf in frage. Nach der erfolgreichen Ausbildung zum Elektromechaniker und einem Jahr beruflicher Praxis stand fest – das war es noch nicht, was ich suchte. Über ein anschließendes Studium zum Foto/Filmdesigner fand ich schließlich meine Erfüllung im Trickfilm. Bilder gestalten, Geschichten erzählen und Welten erfinden – zwischen diesen Polen fühle ich mich seit langem zu Hause.


Aus welchen Gründen bist du in der Trickfilm-Branche tätig geworden? Gab es spezielle Schlüsselereignisse in deinem Leben? Wolltest du das vielleicht schon als Kind immer mal werden?

  • Sören: Es ist allgemein bekannt, dass die prägenden Jahre in der Kindheit liegen. Ich stand als Kind oft mit meinem Vater in der Werkstatt und habe gesägt und gebastelt, daher kommt der Handwerker in mir. Den einzigen Einser im Schulzeugnis hatte ich immer in Kunst, was damals aber niemanden beeindruckt hat. Meine erste Super-8 Ausrüstung kaufte ich mit 14 Jahren (vom Konfirmationsgeld). Damit habe ich Legosteine und Schlümpfe in Szene gesetzt und animiert. Daran habe ich mich erst viel später während des Studiums wieder zurückerinnert als ich im Keller der FH den Tricktisch entdeckte. Dieser strahlte eine seltsame Anziehungskraft aus …


Wer sind deine Lieblings-Künstler der Branche?

  • Sören: Aki Kaurismäki, Emir Kusturica, Pedro Almdóvar, die Cohen Brüder und Wes Anderson. Kommen jetzt nicht alle aus der Branche, aber die sind´s.


Gibt es etwas, was du in all den Jahren gelernt hast, dass du anderen Künstlern und Interessenten der Animationsbranche mit auf dem Weg geben möchtest?

  • Sören: Ich lerne fast täglich Neues. Die Animationsbranche ist ein weites Feld auf dem es viel zu entdecken gibt und auf dem viel passiert. Wenn ich jetzt mit Tipps komme, die vor Jahren noch Gold waren, sind sie heute vielleicht nichts mehr Wert. Daher kann ich nur raten, immer offen für Neues zu bleiben und sich selbst dabei treu zu bleiben.


Solltet Ihr weitere Fragen an Sören Wendt haben, so steht er Euch in den Kommentaren zur Verfügung.

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