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soerenWendt Erzähl uns ein wenig über dich bzw. über dein Leben? Was hast du früher gemacht, was machst du bei TRIKK17? Was hat dir dabei geholfen, der zu werden, der du bist?

  • Sören: Vom Elektriker zum Trickfilmregisseur könnte man meinen Werdegang überschreiben. Als Jugendlicher kam für mich nur ein handwerklicher Beruf in frage. Nach der erfolgreichen Ausbildung zum Elektromechaniker und einem Jahr beruflicher Praxis stand fest – das war es noch nicht, was ich suchte. Über ein anschließendes Studium zum Foto/Filmdesigner fand ich schließlich meine Erfüllung im Trickfilm. Bilder gestalten, Geschichten erzählen und Welten erfinden – zwischen diesen Polen fühle ich mich seit langem zu Hause.


Aus welchen Gründen bist du in der Trickfilm-Branche tätig geworden? Gab es spezielle Schlüsselereignisse in deinem Leben? Wolltest du das vielleicht schon als Kind immer mal werden?

  • Sören: Es ist allgemein bekannt, dass die prägenden Jahre in der Kindheit liegen. Ich stand als Kind oft mit meinem Vater in der Werkstatt und habe gesägt und gebastelt, daher kommt der Handwerker in mir. Den einzigen Einser im Schulzeugnis hatte ich immer in Kunst, was damals aber niemanden beeindruckt hat. Meine erste Super-8 Ausrüstung kaufte ich mit 14 Jahren (vom Konfirmationsgeld). Damit habe ich Legosteine und Schlümpfe in Szene gesetzt und animiert. Daran habe ich mich erst viel später während des Studiums wieder zurückerinnert als ich im Keller der FH den Tricktisch entdeckte. Dieser strahlte eine seltsame Anziehungskraft aus …


Wer sind deine Lieblings-Künstler der Branche?

  • Sören: Aki Kaurismäki, Emir Kusturica, Pedro Almdóvar, die Cohen Brüder und Wes Anderson. Kommen jetzt nicht alle aus der Branche, aber die sind´s.


Gibt es etwas, was du in all den Jahren gelernt hast, dass du anderen Künstlern und Interessenten der Animationsbranche mit auf dem Weg geben möchtest?

  • Sören: Ich lerne fast täglich Neues. Die Animationsbranche ist ein weites Feld auf dem es viel zu entdecken gibt und auf dem viel passiert. Wenn ich jetzt mit Tipps komme, die vor Jahren noch Gold waren, sind sie heute vielleicht nichts mehr Wert. Daher kann ich nur raten, immer offen für Neues zu bleiben und sich selbst dabei treu zu bleiben.


Solltet Ihr weitere Fragen an Sören Wendt haben, so steht er Euch in den Kommentaren zur Verfügung.

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Die Produktion von Trickfilmen kann sich je nach Umfang des Projekts über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen. Im Bezug auf das Charakter-Design sieht die endgültige Fassung eines Charakters manchmal ganz anders aus als die ersten Konzeptzeichnungen. Dies sind die ersten Konzeptzeichnungen, die Sandra Schießl für Tomte Tummetott und der Fuchs gezeichnet hat.

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Siehe auch: Teil 1 – Einleitung

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Nachdem Ponyo mit gut zwei Jahren Verspätung es zu uns nach Deutschland geschafft hat, ist der nächste Ghibli schon auf dem Weg. The Borrower Arrietty (Karigurashi no Arrietty) ist Mitte 2010 in Japan veröffentlicht worden – die US-Premiere folgt diesen Monat. Regie führte Hiromasa Yonebayashi, der seit 1997 bei Studio Ghibli tätig ist und sich über die Zeit vom Inbetween-Animator zum Key-Animator hoch gearbeitet hatte. „The Borrower Arrietty” ist der erste Film bei dem er Regie geführt hat. Die Geschichte basiert auf dem Fantasy-Roman „The Borrowers” von Mary Norton und erzählt von kleinen menschen-ärtigen Wesen, die um uns herum leben. Der Trailer sieht großartig aus:

top_1_1 Doch bereits jetzt arbeitet Studio Ghibli am nächsten Projekt. Ende 2010 hat Ghibli deren 5-Jahres Plan aufgestellt. In den ersten drei Jahren soll jährlich je ein weiterer Film von jungen, aufstrebenden Regisseuren kommen. Die anderen beiden Jahre sind für epische Meisterwerke bestimmt. Hiromasa Yonebayashi hat mit „The Borrower Arrietty” bereits den Anfang gemacht. Beim nächsten Projekt wird Hayao Miyazakis Sohn Goro einen Manga adaptieren (Kokuriko-Zaka Kara von Tetsurō Sayama). Es handelt von einer gewöhnlichen Schülerin, die 1963 in einer Hafenstadt aufwächst. Vor einiger Zeit ist ihr Vater nach einem Unfall fast spurlos verschwunden und ihre Mutter ist regelmäßig auf Geschäftsreisen im Ausland.

Quellen: Anime News Network 1, Anime News Network 2

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„Dr. Brumm” ist eine beliebte Bilderbuch-Reihe von Daniel Napp – erschienen im Thienemann Verlag und weltweit in neun Sprachen übersetzt. Dr. Brumm ist nicht der Hellste, soviel steht fest. Er ist ein riesiger, bärenstarker Kerl, der niemals aufgibt und am Ende alle Probleme auf seine ganz spezielle Art und Weise löst. Eben typisch „Dr. Brumm”. Sein Freund Pottwal ist Wohnungsgenosse und Begleiter bei allen Aktivitäten. Dass er ein Fisch ist, macht die Sache nicht leichter, aber origineller. Trotz widriger Naturgesetze und Katastrophen mit Bibern, Dachsen, Bienen, Amseln, und Ottern hat Dr. Brumm am Ende immer etwas dazugelernt. Wenn man etwas wirklich will, dann schafft man es auch.

Und in diesem Sinne hoffen wir zusammen mit WunderWerk die Geschichten von dem tollpatschigen Bären mit Doktortitel verfilmen zu können. Hier ist der Trailer zum Stop Motion Filmprojekt „Dr. Brumm”:

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Denis Chapons Kurzfilm erzählt von einer älteren Dame, die durch ihren Gesang Regen hervorrufen kann. Manchmal ist dieser lebensrettend! Manchmal unerwünscht! Manchmal ist dies aber auch eine teuflisch-geniale Geschäftsidee!

Letzten Monat hat Denis uns in unseren TRIKK17-Räumen einen Besuch abgestattet und wir hatten die Möglichkeit ihn persönlich kennen zu lernen. Auf jeden Fall gehört er zu der Art von Künstlern, die sich hohe Ziele setzen und eine Vision haben. Dennoch ist es bei ihm kein reines Wunschdenken. Er weiß, wie er seine Ziele zu erreichen hat und tut dementsprechend auch viel dafür. Viel Spass bei dem Film!

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Profil Björn Magsig Erzähl uns ein wenig über dich bzw. über dein Leben? Was hast du früher gemacht, was machst du bei TRIKK17? Was hat dir dabei geholfen, der zu werden, der du bist?

  • Björn: Ich bin 38 Jahre alt, Vater von 8-jährigen Zwillingen und einer von 4 Geschäftsführern bei TRIKK17. Neben den alltäglichen Dingen des Geschäftsführers sind meine Aufgaben bei TRIKK17 die Herstellungsleitung, Akquise und die Regie, vor allem von Werbespots.
  • Geholfen haben mir dabei einmal meine Eltern, die mich moralisch, sowie in den Anfängen auch finanziell unterstützt haben. Denn aus dem Nichts eine eigene Filmproduktion aufzubauen ist eine schwierige Aufgabe, bei der man viel Arbeit hat und Zeit braucht, allerdings erstmal nicht wirklich Geld verdient. Dann braucht man viel Geduld, Hartnäckigkeit und muss immer wieder aufstehen können und an sich glauben. Ein Hang zur Selbstausbeutung und der Idealismus, unbedingt dies tun zu wollen sind für mich die entscheidendsten Eigenschaften in diesem Business. Die wichtigsten Menschen auf dem geschäftlichen Weg waren sicherlich meine drei Geschäftspartner, mit denen ich das Studio 2001 gegründet habe. Dabei ist das sehr enge persönliche Verhältnis, welches wir seit Anfang an pflegen, durch das wir zusammen durch dick und dünn gehen, einer der Gründe, warum es TRIKK17 seit 10 Jahren gibt. Sich kreativ und bei geschäftlichen Entscheidungen austauschen zu können, sich auf einander verlassen zu können, ist mir enorm wichtig.


Aus welchen Gründen bist du in der Trickfilm-Branche tätig geworden? Gab es spezielle Schlüsselereignisse in deinem Leben? Wolltest du das vielleicht schon als Kind immer mal werden?

  • Björn: Ich bin eher zufällig in der Animationsbranche gelandet, wobei besonders Puppentrick schon immer eine große Faszination auf mich ausgeübt hat. Ich habe Medientechnik an der HAW in Hamburg studiert, bin also eigentlich Diplomingenieur, habe dann aber ein Praktikum in einer Trickfilmproduktion gemacht, die auf Stop-Motion spezialisiert war. Dort fiel eine Animatorin aus und ich versuchte mein Glück. Ich merkte, daß es mir viel Spass machte und ich ein gewisses Maß an Talent und Geduld dafür hatte. Also habe ich von dem Tag an für die Firma zwei Jahre lang während meines Studiums animiert und bin sozusagen in dem Bereich hängen geblieben.


Wer sind deine Lieblings-Künstler der Branche?

  • Björn: Einen wirklichen Lieblingskünstler habe ich eigentlich nicht. Mich beeindrucken vor allem bestimmte Filme im Gesamten. Wenn ich jetzt mal nur im Bereich Stop-Motion gucke, haben mich vor allem die „Wallace an Gromit” Filme von Nick Park (Aardman) und „Fantastic Mr. Fox” von Wes Anderson nachhaltig beeindruckt. Technisch und filmisch bin ich auch ein Tim Burton Fan, wobei mir in seinen Filmen immer zu viel gesungen wird… Ein Vorbild sind auf jeden Fall die Aardman-Studios in Bristol, die es schaffen, Serien, Kinofilme und Werbespots auf durchweg höchstem technischen, inhaltlichen und künstlerischen Niveau zu produzieren und damit internationelen Erfolg zu haben.


Gibt es etwas, was du in all den Jahren gelernt hast, dass du anderen Künstlern und Interessenten der Animationsbranche mit auf dem Weg geben möchtest?

  • Björn: Ich habe es eigentlich in der ersten Antwort schon gesagt. Wer wirklich in dieser Branche sein Brot verdienen möchte, sollte folgende Eigenschaften mitbringen: Etwas Talent, viel Idealismus, Geduld, Hartnäckigkeit, Flexibilität und einen starken Willen, der sich nicht so schnell brechen lässt. Außerdem sollte man das Kind in einem Selbst erhalten und wirklich Spass an Animation haben.


Solltet Ihr weitere Fragen an Björn Magsig haben, so steht er Euch in den Kommentaren zur Verfügung.

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Gestern hatte ich bereits im  Bezug auf den Academy Award den nominierten Kurzfilm Der Grüffelo vorgestellt. Wie bereits erwähnt handelt die Geschichte von einer Maus, die auf geschickte Weise Gefahren umgeht. Die Maus erzählt den gefährlichen Waldtieren von einem Grüffelo, mit dem sich die Maus anscheinend zu einem Treffen verabredet habe. Ein Grüffelo ist ein großes Tier mit grässlichen Tatzen, feurigen Augen sowie schrecklichen Klauen. Guckt Euch hierzu den Trailer an.

Der Film wurde Heiligabend im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Sehr interessant ist aber auch das Making-Of. Darin sehen wir, dass die Hintergründe alles reale Sets sind. Die Charaktere sind CGI-Modelle und am Computer animiert.

Der Grüffelo basiert auf einem Buch (1999) von Julia Donaldson, illustriert von Axel Scheffler. Der Film wurde vom BBC in Coproduktion mit dem ZDF hergestellt und Regie führten die beiden Deutschen Max Lang und Jakob Schuh. Bei der Oscar-Verleihung drücke ich beiden die Daumen.
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Letzte Woche hat die „Academy of Motion Picture Arts and Sciences” die Nominierungen  für die 83. Oscarverleihung bekannt gegeben, die am 27. Februar stattfindet. Da sich dieses Jahr nur 15 Animationsfilme qualifiziert haben, konnten auch nur drei nominiert werden. Hätte sich nur ein weiterer Film (auf 16) qualifiziert, so wären wie bereits wie im vergangenen Jahr fünf Nominierungen möglich gewesen. Die Nominierungen für den Academy Award „Bester Animationsfilm” lauten:

Bester Animationsfilm

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  • Toy Story 3 (Lee Unkrich), USA
  • The Illusionist (Sylvain Chomet), Frankreich
  • • Drachenzähmen leicht gemacht (Chris Sanders, Dean DeBlois), USA

Davon ist „The Illusionist” zum einem der einzige Film, den ich nicht gesehen habe, und zum anderen auch der Film, an dem ich das größte Interesse habe. Laut der Pressemappe von Sony basiert dieser Film auf einem Skript von der französischen Comedy Legende Jacques Tati, das niemals realisiert wurde. Jacques Tati wollte seiner ältesten Tochter das Gefühl geben, dass sie von ihm geliebt wird, und in diesem Zusammenhang diente das Skript als eine Art Liebeserklärung von einem Vater zu seiner Tochter. Story-technisch erzählt die Geschichte von einem Illusionisten, der eine isolierte Gemeinde besucht und auf eine junge Frau trifft, die davon überzeugt ist, dass er ein echter Magier ist. Der Trailer sieht sehr vielversprechend und wunderschön aus. Ich freue mich sehr und hoffe, dass dieser Film es noch zu uns nach Deutschland schafft.

Doch mit DreamWorks Animation und Disney/Pixar scheint die Konkurrenz nicht einfacher zu werden. Drachenzähmen leicht gemacht wurde schon des öfteren kritisiert, dass dieser Film nicht kindertauglich sei und Kinder teils verschrecke. Aber der Regisseur Dean DeBlois meinte in einem Gespräch mit der LA Times, dass er keine Filme für Kinder produziere, sondern eher Geschichten erzähle, die er als Kind liebte. Toy Story 3 hat dagegen von US-Kritikern die besten Bewertungen bekommen und Pixar scheint den Oscar längst abonniert zu haben. Zudem ist „Toy Story” auch in der Kategorie „Bester Film” nominiert. Somit ist dies nach „Die Schöne und das Biest (1991)” und „Oben (2009)” das dritte Mal das ein animierter Film in der Königsklasse nominiert ist.

Bester animierter Kurzfilm

  • • Day & Night (Teddy Newton), USA
  • • Let’s Pollute (Geefwee Boedoe), USA
  • • Madagascar, A Journey Diary (Bastien Dubois), Frankreich
  • • Der Grüffelo (Jakob Schuh, Max Lang), Großbritannien
  • • The Lost Thing (Andrew Ruhemann, Shaun Tan), Australien

Davon gesehen habe ich Pixars „Day & Night”, „Madagascar, A Journey Diary” und „Der Grüffelo”. Ich hoffe, demnächst noch die Möglichkeit zu haben die anderen beiden Filme zu sehen. Aber von den gesehenen Kurzfilmen hat mich Der Grüffelo am meisten unterhalten. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker von Julia Donaldson. Regie führten die beiden Deutschen Jakob Schuh und Max Lang. Die Geschichte handelt von einer Maus, die auf ihrem Weg auf mehrere Gefahren trifft und geschickt mittels einer Lüge von einem großen sowie furchterregenden Monster – namens „Der Grüffelo” – einen Fuchs, eine Eule und eine Schlange verschreckt. Doch wer weiß, vielleicht gibt es den Grüffelo ja doch. Heiligabend wurde der Kurzfilm das erste Mal im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Des weiteren könnt Ihr auch auf Alexander Lindners Blog schöne Matte Paintings bewundern, die er vor einem Jahr für die Produktion hergestellt hatte.

Welche Filme davon habt Ihr gesehen, welche haben Euch am meisten gefallen und was glaubt Ihr, welche Filme dieses Jahr gewinnen werden?

Quellen: Academy of Motion Picture Arts and Sciences, Sony Pressemappe, LA Times Blogs

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Tomte Tummetott und der Fuchs ist ein 30-minütiger Kurzfilm, den wir gemeinsam mit OGGLIES Film Productions, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Oetinger, realisiert haben. Dies ist der erste komplett in Deutschland produzierte Astrid-Lindgren-Film und erschien pünktlich zum 100. Geburtstag (14.11.2007) von Astrid Lindgren auf DVD bei Oetinger kinderkino.

Story
Tomte Tummetott, ein schwedischer Weihnachtstroll mit roter Wichtelmütze, bewacht im Winter die schlafenden Menschen und Tiere. Er macht den Tieren Mut und erzählt ihnen vom kommenden Frühling. Aber in dieser Nacht kommt Mikkel, der hungrige Fuchs, auf den Hof, um seinen Festbraten zu holen. Wird Tomte das verhindern können?
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