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trickfilmertreffen_klein Liebe Trickfilmer,

In Zeiten schrumpfender Budgets und härteren Konkurrenzdrucks sehen wir uns gezwungen, den Abgabetermin für das nächste Trickfilmertreffen vorzuziehen. Die aktuelle Deadline ist:

Donnerstag, der 07.06.12 um 20 Uhr in der Auster Bar im Henriettenweg 1 in Eimsbüttel
(Wo ist das? – hier klicken)

Tut uns Leid, wenn der eine oder andere deswegen Überstunden machen muss. Notfalls können wir mit dem Projekt natürlich auch woanders hingehen.

Noch eine kleine Notiz am Rande: Wir freuen uns, in diesen harten Zeiten auch mal etwas Postitives berichten zu können. Robert Schlunze, Trickfilmer alter Schule und regelmäßiger Gast unseres Treffens, hat sich selbst schon wieder einen anständigen Job gesucht und bietet Trampolinspringen für Erwachsene an (kein Witz). Ein weiteres Beispiel dafür, dass man es mit viel persönlichem Einsatz auch als Trickfilmer ganz nach oben bringen kann. Und wieder runter und wieder rauf und so weiter… Wer es nicht glaubt, kann morgen am 01. Juni an einem kostenlosen Probetraining teilnehmen (20 Uhr im Aureos Sportstudio, Schulterblatt 36) oder hier gucken: http://www.core-fit-rebounding.com/

 
Bis denne,
Jan-Peter und Jan

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Ich war 22, als ich zwecks meiner Aufnahme an der Animation School Hamburg in die Hansestadt zog. Aus dem im Vergleich zu Hamburg beschaulich kleinen Bielefeld, welches nicht gerade eine Hochburg der Animation darstellt, war ich zwar Trickfilm begeistert, hatte aber keine Ahnung von den Aufgaben, die einen in einem Animationsfilm erwarten.

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In 2007 betrug der Zeitraum eines Jahrgangs noch 14 Monate und nach sieben Monaten der Einführung in die verschiedenen Departments eines Animationsfilmes, war es an uns einen eigenen kleinen Film zu erstellen. Wir waren 16 Teilnehmer und teilten uns in eine vierköpfige  und zwei sechsköpfige Gruppen auf. Ich war in einer der größeren Gruppen. Nach zwei fehlgeschlagenen Storys unsererseits wurde es ein bisschen knapp. Die übrigen sechs Monate waren wenig Zeit um einen Trickfilm zu verwirklichen. Doch nach einem weiteren Meeting und Brainstorming in der Gruppe stand unsere Geschichte um einen alten bibliophilen Herren mit Ungezieferproblemen.

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Ich war in unserer Projektphase vor allem mit dem Design und der Animation der tierischen Protagonisten beschäftigt. Da wir eine relativ große Gruppe waren und jeder sein eigenes Gebiet hatte, auf dem er gut war oder für das er sich interessierte, hatten wir viele Bereiche wie Storyboard, Layout, Animation und auch Compositing schon abgedeckt.

Während ich mich versuchte in die Animation einzuarbeiten, war unser Background-Department – bestehend aus der Hälfte unserer Gruppe – drei Monate mit dem Aquarellieren und Zeichnen der Hintergründe beschäftigt. Wir hatten viel Spaß. Vor allem die  Zeichenabende am Anfang der Produktion, bei denen wir alle zusammensaßen und Ideen zusammenfließen lassen konnten, waren lustig und bedeuteten mir sehr viel. Ich habe in dieser Zeit – von der ich immer noch glaube, dass es die beste meines Lebens war – sehr viel gelernt und habe mit Menschen zusammengearbeitet, die einen enormen Stellenwert auch jetzt noch in meinem Leben einnehmen.

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Unser “Ernst“, wie wir den buchbegeisterten alten Herrn tauften und gleichzeitig unseren Film betitelten, war eine Menge Arbeit und jeder von uns hat sein Herzblut hineingesteckt. Natürlich gab es an einigen Stellen auch Meinungsverschiedenheiten, die wir auszudiskutieren hatten. Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass  solche Dinge in jeder Gruppe passieren können. Unsere Gruppe harmonierte trotz dieser Kleinigkeiten sehr gut und ich bin stolz auf das Ergebnis. Ich sollte vielleicht auch noch erwähnen, dass wir mit Christian Seim einen sehr guten Musiker an der Hand hatten, der sich für unser Projekt auch stark ins Zeug legte und unsere doch teilweise skurrilen Musik und Soundwünsche in die Tat umsetzte.


Dies ist ein Gastbeitrag von 2D-Animatorin und ASH-Absolventin Katrin Schnier. Unter anderem hat sie auch am Kurzfilm Schnitzeljagd mitgewirkt – besucht auch ihren Blog.

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