„Galileo“ ist ein schöner Trickfilm von dem französischen Studenten Ghislain Avrillon (Ecole Pivaut) aus dem Jahre 2009. Die Animation wurde mittels Flash hergestellt, die wundervollen Hintergründe mit Adobe Photoshop und der Schnitt mit After Effects sowie Premiere.

Ein Junge – wahrscheinlich benannt nach Galileo Galilei – geht seinem größten Wunsch nach. Dem Traum vom Fliegen! Er baut sich eine Art Jet-Pack. Doch der Flug will ihm nicht gelingen. Begleitet wird er zum Schluss von einem mysteriösen Mädchen in grünen Klamotten, die ihn auf eine Idee bringt.

Bei dem Film bekomme ich immer eine Gänsehaut und obwohl der Film 4,5 Minuten lang ist, kommt es mir gar nicht so lang vor – und das meine ich positiv.

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Anton aus Absurdistan

„Anton aus Absurdistan“ ist ein Kurzfilm, den wir für die kleinen Zuschauer von der Kinderserie „Siebenstein“ produziert haben . Die Geschichte basiert auf einem absurden Kinderbuch von Michael Schulden und Christine Brand und handelt von dem Jungen Anton, der von seiner Mutter zum Bäcker geschickt wird, um Brötchen zu holen. Doch die Welt hat sich anscheinend gegen ihn verschworen. Überall wo Anton drauftritt oder sich gegen lehnt… alles bleibt an ihm hängen. Zum Schluss muss die liebe Mama selbst die Welt gerade biegen.

Auf optischer und inhaltlicher Ebene sind wir unserer Vorlage möglichst treu geblieben und hatten sehr viel Spass bei der Produktion. „Anton aus Absurdistan“ wird morgen (20. März 2011) im KI.KA bei Siebenstein ab 8:55 Uhr zu sehen sein. Gerne würden wir auch eure Kommentare dazu lesen.

Seht euch unter anderem auch das Buch an, das sowohl für die Kleinen als auch die Großen geeignet ist (siehe Amazon).

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pirates-aardman-set

Peter Lord (Regisseur: Chicken Run – Hennen rennen, Produzent vieler „Wallace & Gromit“-Filme) arbeitet seit einiger Zeit an einem neuen Stop Motion Film. „The Pirates!“ basiert auf eine Buchserie von Gideon Defoe und erzählt von einer Bande hoffnungsloser und unorthodoxer Piraten. Der Release ist für 2012 geplant.

Zurzeit ist es noch nicht offiziell, aber David Tenant (Barty Crouch jr. – „Harry Potter und der Feuerkelch“) soll als Synchronsprecher mindestens eine Stimme liefern. Kürzlich wurden viele Produktionsfotos und Konzeptbilder veröffentlicht. Die farbigen Sketches sind allerdings nicht von Peter Lord, sondern von einem Mitarbeiter. Auf ‘Bleeding Cool‘ könnt Ihr wesentlich mehr hochauflösende Bilder sehen.

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Out of a Forest

Ich hatte schon ein paar Kurzfilme aus dem „Animation Workshop“ (Viborg) vorgestellt. „Out Of A Forest“ ist ein Kurzfilm aus dem Jahr 2010 von Tobias Gundorff, Katrine Kiilerich Poulsen, Martin Bested und Frederik Villumsen. Dieser Stop Motion Film ist durchgehend von Musik begleitet, kommt ohne Soundeffekte bzw Geräusche aus und erfüllt damit viele Kriterien um als Musikvideo bezeichnet zu werden. Dennoch ist die Story im Vordergrund. Die Musik mit dem Gesang spielt nur eine sekundäre Rolle.

Ein junger Hase wird zu einer Dinner Party am späten Abend eingeladen. Unter klarem Sternenhimmel mit einem wunderschönen Ausblick auf den Mond; Laternen, die auf einem Baum hängen; zusammen mit großen Hasen, die sich gegenseitig Geschichten erzählen… zu schön um wahr zu sein.

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mars-needs-moms-poster Schon im März 2010 wurde angekündigt, dass Robert Zemeckis Produktionsfirma „ImageMovers Digital“ – Disneys Motion Capture Abteilung – im kommenden Januar die Pforten schließen wird. Direkt nach der Produktion von „Milo und Mars / Mars Needs Moms“! ImageMovers passt laut Disney nicht in deren Geschäftsmodell. Allein „Disneys Eine Weihnachtsgeschichte“ (2009) musste viel Kritik einstecken, obwohl es durchaus ein finanzieller Erfolg war. Die Folgen dieser Kritik muss „Milo und Mars“ nun spüren. Manchmal ist ein Flop einfach nur ein Flop. Aber wenn die Produktion eines Filmes $175 Millionen gekostet hat und im ersten Wochenende nur $6,9 Millionen einspielt, dann ist es eher ein Zeichen.

Regie hat zwar Robert Zemeckis nicht geführt, aber er durfte in letzter Zeit viel Kritik einstecken. Zemeckis hat schon vor langer Zeit mit Live-Action-Filme wie „Zurück in die Zukunft“, „Forrest Gump“ und „Cast Away – Verschollen“ bewiesen, dass er zu den Besten gehört. Aber aufgrund seines Motion-Capture-Trips („Der Polarexpress“, „Die Legende von Beowulf“, „Disneys Eine Weihnachtsgeschichte“) wird ihm immer mehr nachgesagt, dass er zu sehr in eine Richtung treibt und dabei die Story vernachlässigt.

„Milo und Mars“ kann zum Ende von Zemeckis Motion-Capture-Filmemacherei führen, die immer unbelieber beim Publikum wird. Anders als die digitale Animation von Pixar benötigt Zemeckis  Technik echte Schauspieler, die mit Sensoren ausgestattete Uniforme tragen und die nötigen Bewegungen ausführen. Diese Bewegungen werden aufgenommen und digitalisiert auf den Computer übertragen, sodass diese digitalen Modelle zur Produktion von Filmen verwendet werden können. - NY Times

Motion Capture im Allgemeinem hat es mittlerweile doch sehr schwer und wird immer wieder kritisiert. Mit Motion Capture ist ein Verfahren gemeint mit dem sich reale Bewegungen des Menschen in ein vom Computer lesbares Format umwandeln lässt. Das Problem hierbei ist der „Uncanny Valley“: Sobald auf optischer Ebene ein gewisser Realitätsgrad bei der Bewegung überschritten wird, wirkt die Animation sehr befremdlich und unglaubwürdig. Pixar Filme versuchen nicht realistisch zu sein, nutzen kein Motion Capture und haben daher auch nicht mit diesem Problem zu kämpfen. Zemeckis dagegen schon!

Ich sehe es eigentlich relativ offen. Motion Capture ist nicht grundsätzlich gruselig. Es ist eher eine technische Hürde, die überwunden werden muss. Genauso wie zurzeit einige Studios mit „3D/Stereoskopie“ scheitern, genauso werden auch andere Studios an Motion Capture scheitern. Es ist eher ein Lernprozess, der sich über die Zeit verbessert. Die meisten meiner Freunde und Bekannten wissen auch nicht, dass „Der Polarexpress“ ebenfalls mittels Motion Capture produziert wurde und niemand hat sich über die Animation beschwert. Motion Capture hat Potential, aber es ist kein Ersatz für  traditionell gezeichnete Animation oder CGI oder Stop Motion – eher eine Alternative. Was meint Ihr?

Quellen: NY TimesBox Office MojoAnimationsfilme.ch

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„Dad?“ ist ein Kurzfilm von Zesung Kang aus seinem dritten Jahr (2010) auf dem „California Institute of the Arts“ (CalArts). Eltern haben es manchmal schwer mit ihren Kindern. Die Geschichte handelt von einer jungen Frau, die es zu Hause mit ihrem Vater nicht mehr aushält. Sie nimmt alles mit und verlässt das Haus. Die Autoschlüssel, ihre Jacke, ihren Bruder! Das Ergebnis ist eine wundervolle und glaubwürdige Geschichte. Die Charaktere haben mich so leiden lassen. So sehr habe ich gehofft, dass sie gleich noch zur Besinnung kommt.

Ich freue mich schon jetzt auf die kommenden CalArts-Filme. In der Regel tauchen von April bis Juni eines Jahres viele der CalArts-Studentenfilme irgendwo im Internet auf. Viele davon sind zwar technisch nicht so grandios umgesetzt – nicht besonders einfach einen Trickfilm unter Zeitdruck alleine oder in einer kleinen Gruppe zu produzieren -, aber dennoch sehenswert und vor allem kreativ.

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rain-town-ishida

Ich hoffe, Ihr erinnert Euch noch alle an Hiroyasu Ishidas Kurzfilm „Fumiko’s Confession“, der letztes Jahr wie eine Bombe bei YouTube eingeschlagen ist (siehe hier). Aber Ishida kann auch anders. Sein neuester Kurzfilm geht in eine komplett andere Richtung. Es ist wesentlich ruhiger, teils melancholisch und sehr atmosphärisch. Auffallend und gleichzeitig wunderschön ist das Farbenspiel. Kalte Farben dominieren durchgehend, doch immer wieder wandert ein kleines Mädchen im gelben Regenmantel umher. Man weiß nicht genau, was sie sucht… in dieser vom Regen durchfluteten und verlassenen Stadt.

Ishida hat Animation an der „Kyoto Seika University“ studiert und diesen Kurzfilm zusammen mit Shogo Yoshida in zwei Jahren als Abschlussfilm produziert. Zudem hat Ishida damit zum zweiten Mal in Folge beim „Independent Animation Festival (Indies Anime Festa)“ in Mitaka (Japan) gewonnen.

Quelle: Anime News Network – 1, Anime News Network – 2

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Tomm Moore, der letzter Jahr große Bekanntheit durch seine Oscar Nominierung für seinen Film „Brendan und das Geheimnis von Kells“ (siehe kurzen Academy Award Clip) erlangte, arbeitet an einem neuen Animationsfilm.

„Song of the Sea“

Zurzeit arbeitet Moore noch am Storyboard. Die Geschichte erzählt von zwei Kindern, dessen Mutter spurlos verschwunden ist. Daraufhin werden Ben und Saoirse zu ihrer Großmutter in die Stadt geschickt. Doch schon bald schaffen es beide Kinder zurück nach Hause – ans Meer. Deren Reise entwickelt sich zu einem Rennen gegen die Zeit in einer Welt, die Ben nur aus den Volksmärchen seiner Mutter kennt. Schnell wird klar, dass Saoirse der Schlüssel zu deren Überleben ist.

Quellen: Cartoon Saloon, Variety

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„Yama-Oni“ ist ein japanischer Kurzfilm, den ich letztes Jahr durch Zufall entdeckt habe. Es ist ein Independentfilm von Kei, Atsushi Sakahara sowie Kyoji Ohno und noch nahezu komplett unbekannt. Leider sind auch kaum Informationen zu dem Film vorhanden. Schöne bilder, gute Musik, rührend, teils mystisch!

Sollte jemand mehr über die Hintergründe der Produktion Bescheid wissen oder weitere Quellen ausfindig machen, so meldet Euch.

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TRIKK17 zwitschert nun auch auf Twitter. Erreichbar sind wir über @TRIKK17. Wir freuen uns auf alle neuen Follower und begrüßen eine aktive Diskussion rumdum die Welt der Animation. Während wir uns im Blog gezielt auf die Kerninhalte und Diskussionen konzentrieren wollen, dient Twitter zusammen mit Facebook dazu, Euch einen umfassenderen Blick auf die Trickfilmbranche zu geben.

An dieser Stelle möchten wir gleich die Gelegenheit ergreifen um nach eurer Meinung zu fragen. Der Blog ist seit über einem Monat online und wird in der Regel täglich aktualisiert. Facebook sowie Twitter haben wir auch erreicht. Was haltet Ihr von dieser Entwicklung und habt Ihr Verbesserungsvorschläge? Wir sind offen für jegliche Kritik.

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„Dragon Boy“ ist ein niedlicher CG-Studentenfilm von Lisa Allen, Bernie Warman und Shaofu Zhang (Academy of Art University) über einen Drachenjungen, der sich in die Prinzessin verliebt hat. Doch plötzlich kommt der böse Ritter…

Weitere Informationen findet Ihr des Weiteren auf der offiziellen Website. Interessant sind auch die beiden kurzen Making-Of Videos:

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dreamworks-logo DreamWorks Animation war 2010 das erste Studio, das drei CG-animierte Spielfilme veröffentlichte (Megamind, Für immer Shrek, Drachenzähmen leicht gemacht) – und genau so sollte es eigentlich auch in den kommenden Jahren weitergehen.* Wenn die schwarzen Zahlen doch nur höher wären. Stattdessen plant CEO Jeffrey Katzenberg in Zukunft weniger Filme pro Jahr zu produzieren und das durchschnittliche Budget von $140 Millionen auf $130 Millionen herabzusetzen. Bis 2014 stehen die US-Release Termine für die kommenden Spielfilme fest:

2011

- Kung Fu Panda 2: Die Fortsetzung zum Kung Fu kämpfenden Panda-Bären Po (siehe hier).

- Puss in Boots: Ein Spin-Off zu der Shrek-Reihe. Der Kater steht im Mittelpunkt (siehe hier).

2012

- Madagascar 3: Eine zweite Fortsetzung zu unseren Helden aus dem Zoo bzw. Madagaskar…

- Rise of the Guardians: Basiert auf den noch kommenden  Bilderbüchern „The Guardians of Childhood“ von  William Joyce. Der Weihnachtsmann, der Osterhase, die Zahnfee und Jack Frost schließen sich zusammen um gemeinsam gegen den bösen Buhmann vorzugehen.

2013

- The Croods: In einer Welt voller Vulkane ist das Leben nicht so einfach. Der Höhlenmensch Grug begibt sich mit seiner Familie auf die Reise eine neue Heimat zu finden.

- Turbo: Was wenn sich eine Schnecke das Ziel setzt, die Schnelllste der Welt zu werden. Das sehen wir hier!

- Me and My Shadow: In diesem Film will DreamWorks Animation sowohl CGI als auch traditionellen Zeichentrick miteinander verbinden um einen bahnbrechenden und einzigartigen Look zu entwickeln. Die Geschichte handelt von dem Schatten Stan, der dazu verdammt ist, an der weltweit langweiligsten Person zu hängen. Dennoch können auch Schatten Regeln brechen und die Kontrolle übernehmen.

2014

- Mr. Peabody & Sherman: Basiert auf den Charakteren, die Auftritte in Zeichentrickserien der späten 50ger / frühen 60er Jahre hatten. Der klügste Hund der Welt, Mr. Peabody, und sein stubenreiner Hausjunge, Sherman, stellen fest, dass ihre Zeitmaschine gestohlen wurde.

- Drachenzähmen leicht gemacht 2 / How to Train Your Dragon 2: Die Fortsetzung zu unserem Drachen!

* Anmerkung: Pixar ist mit einem Spielfilm pro Jahr zufrieden.

Quelle: THR – 1, THR – 2, Collider

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