daniela-hermann-interview Erzähl uns ein wenig über dich bzw. über dein Leben? Was hast du früher gemacht und was machst du zurzeit? Was hat dir dabei geholfen, die zu werden, die du bist?

2010 habe ich mein Studium in Szenografie an der Fachhochschule Hannover abgeschlossen. Der Studiengang spezialisiert sich auf den Entwurf von inszenierten Räumen in den Bereichen Theater und Film. Tendenziell hat mich das Medium Film immer mehr angezogen als die Theaterwelt. Auch wenn mir die Arbeit am Thalia Theater Hamburg und an der Oper Hannover während meines Studiums gut gefallen hat, war mir immer klar, dass ich mich besser im filmischen Genre aufgehoben fühle. Was ich aber schon immer gerne gemacht habe, war Modellbau (unter anderem auch für Bühnenbildentwürfe); weswegen ich schnell auf den Stop-Motion Film gekommen bin, der mich seitdem begeistert. Nach den ersten Gehversuchen noch während des Studiums bin ich mir jetzt sicher in welche Richtung mein Weg führen wird.

Auf welche Gebiete – sowohl in deinem Studium als auch privat – hast du dich spezialisiert?

Ich habe mich auf den Entwurf von Sets in Filmen, vor allem Stop-Motion-Filmen, spezialisiert. Dazu gehören eventuelle historische Recherchen (zum Beispiel architektonische Stilkunde), Vorskizzen, technische Zeichnungen, Material- und Farbproben und schliesslich auch Modellbau. Im Falle eines Stop-Motion-Filmes kommt natürlich auch der Bau der verschiedenen Sets dazu.

Wie hat dir das Praktikum bei TRIKK17 gefallen?

Während meines dreimonatigen Praktikums bei TRIKK17 habe ich sehr viel gelernt und eine wirklich gute Zeit gehabt. Toll fand ich natürlich, dass ich mehr über die Abläufe eines Stop-Motion Films gelernt habe und ich die Chance hatte, selbst ein Set und eine Puppe zu bauen. Gerade beim Puppenbau wurde mir unheimlich viel beigebracht und besonders die professionellen Ratschläge haben mir sehr weitergeholfen. Super war auch, dass ich einen Einblick in die Produktion einer Legetrick-Animation bekommen habe. Es war mir wichtig, neue Computerprogramme kennenzulernen.

Wer sind deine Lieblings-Künstler der Branche?

Der Look von Tim Burtons Filmen hat mir schon immer sehr gut gefallen – vor allem seinen Kurzfilm „Vincent“ kann ich mir immer wieder angucken. Ansonsten bin ich noch ein großer Fan von Michel Gondry (ausser seinem neuesten Hollywood-Film). Er geht sehr spielerisch mit den filmischen Möglichkeiten um und verleiht damit seinen Filmen eine Art “handmade” Charakter, die ich sehr sympathisch finde. Super finde ich auch Henry Selicks „Coraline“ oder den Claymation-Film „Mary and Max“.


Solltet Ihr weitere Fragen an Daniela Hermann haben, so steht sie Euch in den Kommentaren zur Verfügung.

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DreamWorks hat kürzlich den Trailer zu der Fortsetzung von „Kung Fu Panda“ und dem Spin-Off „Puss in Boots“ veröffentlicht. Beide sollen sowohl in 3D als auch in IMAX-Kinos zu sehen sein.

In „Kung Fu Panda 2“ (Regie: Jennifer Yuh Nelson) hat sich der Panda-Bär Po zu einem Meister höchster Klasse entwickelt. Diesmal ist Kung Fu selbst bedroht. Weltweit verschwinden die besten Kung Fu Meister. Zusammen mit den „Furiosen Fünf“ stellt sich Po der Aufgabe ‘Kung Fu zu retten’. Der Kinostart ist für den 16. Juni 2011 geplant.


„Puss in Boots“ (Regie: Chris Miller) ist ein Spin-Off von Shrek. 2004 hatte der gestiefelte Kater seinen ersten Auftritt in „Shrek 2“ und wurde schnell zum Publikumsliebling. Die Geschichte folgt seinen Abenteuer vor seinem ersten Treffen mit Shrek. Zudem sollen weitere neue Charaktere eingeführt werden. Kinostart ist für den 1. Dezember 2011 geplant.


shrek-2-car Ich hoffe es wird nicht falsch verstanden. Ich bin keinesfalls abgeneigt gegenüber Fortsetzungen oder Spin-Offs und ich mag DreamWorks sowie deren Filme sehr. Die kommenden beiden Filme könnten durchaus finanzielle Erfolge werden. Der Kater gehört zu den beliebtesten DreamWorks Charakteren und „Kung Fu Panda“ bringt einfach Spass. Auf finanzieller Ebene ist es durchaus sinnvoll auf bereits etablierten Marken aufzubauen. Aber leider ist man damit auch der Kritik ausgesetzt ‘Man sei nicht kreativ genug für Neues!’ und ‘Man sei nur hinter dem Geld her!’. Zudem haben Fortsetzungen häufig bei Preisverleihungen und Filmfestivals schlechte Karten. Das kann man aber auch nicht verallgemeinern. „Toy Story 3“ ist wohl das neuste Beispiel hierfür. Worauf ich hinaus will… Ich freue mich auf die kommenden DreamWorks Filme.

Quellen: slashfilm, examiner.com

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Wir sind auch auf Facebook zu erreichen. Selbstverständlich haben wir auf Facebook – wie auf dem Blog auch – eine offene Politik. Jeder ist herzlich eingeladen mit uns sowie unserer wachsenden Community zu diskutieren und eigene Beiträge zu schreiben. Ob interessante Kurzfilme, Links, Diskussionen zu aktuell laufenden Filmen oder Neuigkeiten aus der Branche… alles ist herzlichst willkommen, solange es irgendetwas mit Animation und Film zu tun hat oder für die Community von Interesse sein könnte.

Wir wünschen Euch viel Spass und freuen uns auf eine aktive Diskussion
- Euer TRIKK17 Team

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Den Film kann ich mir immer wieder ansehen. Es ist quasi das Paradebeispiel für einen Kurzfilm, der einen zum Lachen bringen soll. „Death Buy Lemonade“ ist der Abschlussfilm des „Sheridan College“-Studenten Kyu-bum Lee. Nach dem Motto ‘Geiz ist Geil’ zeigt dieser witzige Film, dass es sich nicht immer lohnt. Insbesondere sollte man sich seine Kunden ganz genau ansehen.

Quelle: Cartoonbrew

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Schon seit längerer Zeit habe ich so einen Medienrummel um einen Animationsfilm nicht erlebt – selbst letzten Sommer nicht zu „Toy Story 3“-Zeiten. Überall findet man Artikel, Interviews, kurze Clips und zahlreiche Diskussionen um Gore Verbinskis CGI-Film „Rango (2011)“. Laut sky (britischer Pay-TV-Anbieter) ist der Titelheld bereits jetzt unter den TOP-20-CGI-Characters, obwohl der Film noch nicht angelaufen ist.*

rango-concept-art_0 Was macht ein Chamäleon im Hawaiihemd mit dem Namen „Rango“ in einer Stadt im Wilden Westen? Sheriff spielen! Nur leider überleben Gesetzeshüter in dieser Stadt names Dirt (englisch für „Schmutz“) nie sehr lange.

Gore Verbinski: „Ich verbrachte ein wenig Zeit mit meinem guten Freund David Shannon – einem Kinderbuchautor – und dem Produzenten John B. Carls. Wir spielten nur mit einigen Ideen, wie: Was willst du als nächstes machen? Warum nicht einen animierten Western mit Kreaturen der Wüste? Das war die Grundidee. Es müsste sich um einen Charakter handeln, der ein Außenseiter im klassischen Sinne ist. Wenn er schon in der Wüste ist, was wenn er auch ein Wassertier ist? Wenn er ein Wassertier ist, was wenn er ein Chamäleon ist? Wenn er ein Chamäleon ist, sollte er dann nicht ein Schauspieler sein? Und ich war wie: Whoa, hey, das ist eine Identitätskrise!“NY Times

Die Besten der Besten haben sich zusammen getan um diesen Film zu produzieren. Gore Verbinski hat für „Rango“ auf die Regie für den vierten Teil von „Fluch der Karibik“ verzichtet. Johnny Depp hat sich bei der Synchronisation in Westernkleidung gezwängt (siehe Featurette). John Logan (Gladiator [2000], Aviator [2004], Sweeney Todd [2007]) hat am Drehbuch gearbeitet. Die Musik stammt von Hans Zimmer und die Animation wurde von Industrial Light & Magic hergestellt – einem Studio, das bekannt ist für die weltbesten Spezialeffekte.

Der Film soll sich – ähnlich wie die PIXAR-Titel – viel mehr an ein erwachseneres Publikum richten, ist aber auch für Kinder geeignet (FSK 6). Die Trailer sehen sehr vielversprechend aus.

Siehe auch den zweiten Trailer!

* Anmerkung: Vorpremiere war schon; Deutschland Premiere ist heute am 03.03.2011; weltweite Premiere am 04.03.2011

Quellen: Salon, NY Times, sky, cnet – 1, cnet – 2

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„Slim Picking Fat Chances“ ist ein Kurzfilm der niederländischen Studenten David de Rooij und Jelle Brunt (Willem de Kooning Academie). Kaum ein Kurzfilm schafft es den Geist der alten Looney Tunes Filme einzufangen und gleichzeitig nicht wie eine billige Kopie zu wirken. Mit einer Prise widerlichem John K. Humor (Ren & Stimpy) schaffen die beiden Studenten einen grandiosen Kurzfilm, der in der Zeit des Wilden Westen spielt.


Quelle: Offizielle Website

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„Leonardo’s Chase“ ist ein Kurzfilm von dem CalArts-Studenten Carlos Romero aus seinem ersten Jahr (2009). Die Geschichte liefert genau das, was der Titel vermuten lässt – eine Verfolgungsjagd. Eine Junge kommt gerade aus einem Fischladen und schon schnappt sich eine Katze den Fisch. Leonardo, der Junge, kann es sich nicht gefallen lassen und macht sich promt auf die Jagd. Stellenweise wirkt der Film ein wenig unvollständig bzw. unfertig. Aber das spielt kaum eine Rolle, denn „Leonardo’s Chase“ erfüllt seinen Zweck. Es macht Spass! Dies ist die Uncut-Fassung – für die CalArts Producers Show 2009 wurde der Film auf 90 Sekunden gekürzt.

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toy-story-3-woody-oscar-1 Bei den diesjährigen Academy Awards gab es keinen dominierenden Film. Der Historienfilm „The King’s Speech“ war zwar zwölf Mal nominiert, hat allerdings nur vier davon tatsächlich gewonnen. Genau so viele wie Christopher Nolans „Inception“ (bei acht Nominierungen). David Finchers Filmdrama war bei den Golden Globes 2011 der erfolgreichste Film und auch bei den Oscars 2011 konnte „The Social Network“ mit drei der begeehrten Trophäen überzeugen.

Wie erwartet hat Pixar die Kategorie „Bester Animationsfilm“ abonniert. Vor der Verleihung hätte ich gerne noch „The Illusionist” gesehen, aber das kann man später noch nachholen – vorausgesetzt der Film wird hier in Deutschland irgendwann verfügbar sein; eine Kinoveröffentlichung bezweifle ich ein wenig. Mir persönlich hat der Drache zwar mehr zugesagt, aber Lee Unkrich hat mit seiner Spielzeuggeschichte auch nichts falsch gemacht. Ein verdienter Sieg! Aber in der Hauptkategorie konnte sich „Toy Story 3“ leider nicht durchsetzen.

Ein wenig enttäuscht hat mich, dass es unser Grüffelo nicht geschafft hat. In der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“ habe ich bislang einen Film noch nicht gesehen – „Let’s Pollute“ von Geefwee Boedo! Dabei war ich mir ziemlich sicher, dass Max Lang und Jakob Schuh mit „Der Grüffelo“ gute Chancen haben. Der Film basiert auf einem wundervollen Kinderbuch; optisch ist der Film beeindruckend und erzählerisch ist es schön umgesetzt. Kürzlich habe ich auch ein Interview mit dem Matte Painter Alexander Lindner geführt (siehe hier). Dennoch gehört „The Lost Thing“ von Shaun Tan und Andrew Ruhemann zu den besten animierten Kurzfilmen, die ich über das vergangene Jahr gesehen habe. Vor allem da der Kurzfilm auch eine schöne und zum Nachdenken anregende Botschaft enthält.

Hier die komplette Auflistung:


Bester Film

The King’s Speech – Iain Canning, Emile Sherman und Gareth Unwin
127 Hours – Christian Colson, Danny Boyle und John Smithson
Black Swan – Mike Medavoy, Brian Oliver und Scott Franklin
The Fighter – David Hoberman, Todd Lieberman und Mark Wahlberg
Inception – Christopher Nolan und Emma Thomas
The Kids Are All Right – Gary Gilbert, Jeffrey Levy-Hinte und Celine Rattray
The Social Network – Scott Rudin, Dana Brunetti, Michael De Luca und Ceán Chaffin
Toy Story 3 – Darla K. Anderson
True Grit – Ethan Coen, Joel Coen und Scott Rudin
Winter’s Bone – Anne Rosellini und Alix Madigan


Beste Regie

Tom Hooper – The King’s Speech
Darren Aronofsky – Black Swan
Ethan Coen, Joel Coen – True Grit
David Fincher – The Social Network
David O. Russell – The Fighter


Bester Hauptdarsteller

Colin Firth – The King’s Speech
Javier Bardem – Biutiful
Jeff Bridges – True Grit
Jesse Eisenberg – The Social Network
James Franco – 127 Hours


Beste Hauptdarstellerin

Natalie Portman – Black Swan
Annette Bening – The Kids Are All Right
Nicole Kidman – Rabbit Hole
Jennifer Lawrence – Winter’s Bone
Michelle Williams – Blue Valentine


Bester Nebendarsteller

Christian Bale – The Fighter
John Hawkes – Winter’s Bone
Jeremy Renner – The Town – Stadt ohne Gnade
Mark Ruffalo – The Kids Are All Right
Geoffrey Rush – The King’s Speech


Beste Nebendarstellerin

Melissa Leo – The Fighter
Amy Adams – The Fighter
Helena Bonham Carter – The King’s Speech
Hailee Steinfeld – True Grit
Jacki Weaver – Königreich des Verbrechens


Bestes Originaldrehbuch

The King’s Speech – David Seidler
Another Year – Mike Leigh
The Fighter – Scott Silver, Paul Tamasy und Eric Johnson
Inception – Christopher Nolan
The Kids Are All Right – Lisa Cholodenko und Stuart Blumberg


Bestes adaptiertes Drehbuch

The Social Network – Aaron Sorkin
127 Hours – Danny Boyle und Simon Beaufoy
Toy Story 3 – Michael Arndt, John Lasseter, Andrew Stanton und Lee Unkrich
True Grit – Ethan und Joel Coen
Winter’s Bone – Debra Granik und Anne Rosellini


Bester Animationsfilm

Toy Story 3 – Lee Unkrich
Drachenzähmen leicht gemacht (How to Train Your Dragon) – Dean DeBlois und Chris Sanders
L’Illusionniste – Sylvain Chomet


Bester fremdsprachiger Film

In einer besseren Welt (Dänemark) – Regie: Susanne Bier
Biutiful (Mexiko) – Regie: Alejandro González Iñárritu
Kynodontas (Griechenland) – Regie: Giorgos Lanthimos
Die Frau die singt – Incendies (Kanada) – Regie: Denis Villeneuve
Hors-la-loi (Algerien) – Regie: Rachid Bouchareb


Bester animierter Kurzfilm

The Lost Thing – Shaun Tan und Andrew Ruhemann
Day & Night – Teddy Newton
Der Grüffelo (The Gruffalo) – Jakob Schuh und Max Lang
Let’s Pollute – Geefwee Boedoe
Madagaskar – Ein Reisetagebuch (Madagascar, carnet de voyage) – Bastien Dubois


Bester Kurzfilm

God of Love – Luke Matheny
The Confession – Tanel Toom
The Crush – Michael Creagh
Na Wewe – Ivan Goldschmidt
Wish 143 – Ian Barnes und Samantha Waite


Bestes Szenenbild

Alice im Wunderland – Robert Stromberg und Karen O’Hara
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1 – Stuart Craig und Stephenie McMillan
Inception – Guy Hendrix Dyas, Larry Dias und Douglas A. Mowat
The King’s Speech – Eve Stewart und Judy Farr
True Grit – Jess Gonchor und Nancy Haigh


Beste Kamera

Inception – Wally Pfister
Black Swan – Matthew Libatique
The King’s Speech – Danny Cohen
The Social Network – Jeff Cronenweth
True Grit – Roger Deakins


Bestes Kostümdesign

Alice im Wunderland – Colleen Atwood
I Am Love – Antonella Cannarozzi
The King’s Speech – Jenny Beavan
The Tempest – Sandy Powell
True Grit – Mary Zophres


Bester Dokumentarfilm

Inside Job – Charles H. Ferguson und Audrey Marrs
Exit Through the Gift Shop – Banksy
GasLand – Josh Fox
Restrepo – Tim Hetherington und Sebastian Junger
Waste Land – Lucy Walker


Bester Dokumentar-Kurzfilm

Strangers No More – Karen Goodman und Kirk Simon
Killing in the Name
Poster Girl
Sun Come Up – Jennifer Redfearn und Tim Metzger
The Warriors of Qiugang – Ruby Yang und Thomas Lennon


Bester Schnitt

The Social Network – Kirk Baxter und Angus Wall
127 Hours – Jon Harris
Black Swan – Andrew Weisblum
The Fighter – Pamela Martin
The King’s Speech – Tariq Anwar


Bestes Make-Up

Wolfman – Rick Baker und Dave Elsey
Barney’s Version – Adrien Morot
The Way Back – Edouard F. Henriques, Greg Funk und Yolanda Toussieng


Beste Filmmusik

The Social Network – Trent Reznor und Atticus Ross
127 Hours – A. R. Rahman
Drachenzähmen leicht gemacht – John Powell
Inception – Hans Zimmer
The King’s Speech – Alexandre Desplat


Bester Filmsong

Toy Story 3 – Randy Newman (We Belong Together)
127 Hours – A. R. Rahman, Rollo Armstrong und Dido (If I Rise)
Country Strong – Tom Douglas, Hillary Lindsey und Troy Verges (Coming Home)
Rapunzel – Neu verföhnt – Alan Menken und Glenn Slater (I See the Light)


Bester Ton

Inception – Lora Hirschberg, Gary Rizzo und Ed Novick
The King’s Speech – Paul Hamblin, Martin Jensen und John Midgley
Salt – Jeffrey J. Haboush, William Sarokin, Scott Millan und Greg P. Russell
The Social Network – Ren Klyce, David Parker, Michael Semanick und Mark Weingarten
True Grit – Skip Lievsay, Craig Berkey, Greg Orloff und Peter F. Kurland


Bester Tonschnitt

Inception – Richard King
Toy Story 3 – Tom Myers und Michael Silvers
Tron: Legacy – Gwendolyn Yates Whittle und Addison Teague
True Grit – Skip Lievsay und Craig Berkey
Unstoppable – Außer Kontrolle – Mark P. Stoeckinger


Beste visuelle Effekte

Inception – Paul Franklin, Chris Corbould, Andrew Lockley und Peter Bebb
Alice im Wunderland – Ken Ralston, David Schaub, Carey Villegas und Sean Phillips
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1 – Tim Burke, John Richardson, Christian Manz und Nicolas Aithadi
Hereafter – Das Leben danach – Michael Owens, Bryan Grill, Stephan Trojansky und Joe Farrell
Iron Man 2 – Janek Sirrs, Ben Snow, Ged Wright und Daniel Sudick

Quelle: oscars.org/


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Gruffalo-header

Heute ist es soweit… der weltweit begehrteste Filmpreis wird diese Nacht ab 2:00 Uhr (UTC+01:00) verliehen. „Toy Story 3“ ist sowohl in der Kategorie „Bester Animationsfilm“ als auch „Bester Film“ nominiert und wird unter Kritikern im Allgemeinem hoch gehandelt. Wird Regisseur Lee Unkrich der Erste sein, der den Oscar-Hauptpreis für einen Animationsfilm abstauben darf?

Aber auch die Filme der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“ brauchen sich nicht zu verstecken. Im deutschen Raum dürften wohl zwei Filme am bekanntesten sein. Der „Toy Story 3“-Vorfilm „Day & Night“ und der von zwei Deutschen (Max Lang, Jakob Schuh) produzierte Kurzfilm „Der Grüffelo“. Heiligabend lief der vom BBC in Auftrag gegebene Film im deutschen TV. Hergestellt wurde „Der Grüffelo“ von Magic Light Pictures (produzierendes Studio) sowie Studio Soi (ausführendes Studio).

Am Film haben großartige Persönlichkeiten wie Alexander Lindner gearbeitet. Er war zehn Jahre bei Rothkirch/Cartoon-Film beschäftigt und hat dabei zahlreiche Positionen wie Art Direction, Assistant Direction, Design, Storyboard, Layout etc. belegt. Bei „Lauras Stern (2004)“ hat er sogar am Skript mitgewirkt. Noch kurz vor der Oscar-Verleihung konnte ich mit ihm sprechen und mehr über die Hintergründe seiner Arbeit bei „Der Grüffelo“ in Erfahrung bringen.

Er ist auf ungewöhnlichem Wege zu der Arbeit gekommen. Und zwar wollte er etwas Neues ausprobieren und war dabei Matte Painting zu lernen. Über Facebook wurde er dann von Harald Siepermann (Character Designer bei vielen Disney Produktionen) auf die Stelle bei Studio Soi aufmerksam gemacht. Daraufhin haben die Leute von Studio Soi auf seinem Blog einige wundervolle Wald-Bilder, die Alexander 2007 für ein Computerspiel hergestellt hatte, entdeckt und waren überzeugt: Er ist der Mann für die Gruffalo-Matte-Paintings!

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Unglaublich am Projekt war die Idee den Wald als Modell zu bauen (siehe Making-Of) und die Charaktere später am Computer zu animieren. Als Art Director zahlreicher Projekte weiß Alexander ganz genau, wie schwer es ist Vegetation (bzw. Planzen) in CGI zu designen und zu animieren. Von weitem sieht es noch in Ordnung aus, aber bei Close-Ups sieht die Welt schon wieder anders aus. Wahrscheinlich steckt hinter dieser Entscheidung – den Wald als Modell zu bauen – nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine technische Komponente.

Er ist immer überzeugt gewesen, dass die Verfilmung des Grüffelos eine gute Idee war, aber niemals hätte er mit einer Oscar-Nominierung gerechnet:

„Ich wusste, dass der Gruffalo ein guter Film werden würde. Studio Soi ist auf grafischer und konzeptioneller Ebene sehr mutig. Das sieht man schon bei den anderen Filmen, die sie gemacht haben. Ich wusste, es werden Leute auf den Gruffalo aufmerksam, es wird darüber gesprochen werden!“

Sehr schön sind auch die Matte Paintings, die man in seinem Blog bewundern kann. Folgt ihm unter anderem auch auf Twitter und werdet Fan auf Facebook. Heute Nacht drücke ich Alexander Lindner und den Leuten von Studio Soi beide Daumen.
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the-borrower-karigurashi-no-arrietty Zahlreiche Quellen berichten, dass Ghiblis neuer Film „The Borrower Arrietty / Karigurashi no Arrietty“ früher als erwartet in den deutschen Kinos eintreffen werde. Nachdem Universum ANIME Anfang Februar den Trickfilm lizensiert hatte, ist jetzt auch bekannt, dass dieser ab dem 02. Juni auf der großen Leinwand zu sehen sein soll. Hierzulande ist auch eine Veröffentlichung auf DVD und Blu-ray geplant.

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Nachdem Disney mit „Küss den Frosch (2009)“ und „Rapunzel – Neu verföhnt (2010)“ seit langem wieder ins Prinzessinnen-Geschäft eingestiegen war, hat sich die Maus trotz des ordentlichen finanziellen Erfolges vorerst endgültig davon verabschiedet. Stattdessen will Disney einen anderen Weg gehen. Vor fast 1,5 Jahren hat die Maus alle Superhelden des Marvel-Hauses gefressen und will sich damit stärker auf eine andere Zielgruppe spezialisieren. Jungs können wenig mit Prinzessinnen anfangen, aber Superhelden-Geschichten mit vielen Explosionen und lauten Geräuschen kommen gut an.

Neben dem will die Maus auch Kinder zu Tode erschrecken. Henry Selick – Regisseur von Stop Motion Filmen wie „Coraline (2009)“, „The Nightmare Before Christmas (1993)“ und „James und der Riesenpfirsich (1996)“ – ist letzter Jahr zurückgekehrt und zwar zu Disney mit einem exklusiven Deal für die Produktion von vier Filmen. In Kooperation mit Disney hat Selick ein neues Studio eröffnet. Shademaker Productions, früher Cinderbiter Productions, soll Stop Motion Filme für Kinder produzieren, die sich gruseln wollen. Einige Kinder haben offensichtlich Spass daran sich zu fürchten, vielleicht ist es aber auch die Neugier vor dem Verbotenem…

Was meint Ihr? Würdet Ihr euren Kindern erlauben sich gruselige (Kinder-)Filme anzusehen, sodass diese regelmäßig nachts zu Euch ins Bett krabbeln?

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cheburashka-tscheburaschka2 Ein Film – auf den ich mich mit am meisten freue – ist „Tscheburaschka“. Einigen mag der Begriff bekannt vorkommen. Ein Tscheburaschka ist ein kleines Tier mit braunem Fell und großen Ohren. Der aktuellen Wissenschaft ist das Tier völlig unbekannt – weltweit ist die Existenz von nur einem Exemplar dieses Tieres belegt. Das Tier ist das erste Mal 1966 in Russland gesichtet worden. Ein Obsthändler hat einige Kisten Orangen aus dem Außland importiert und dabei das Tier in einer Kiste aufgefunden. Wissenschaftler vermuten, dass das Tier eingeschlafen sei als es sich an den Orangen im Außland bereichern wollte und wurde daraufhin versehentlich in einer dieser Kisten exportiert. Schnell wurde das Tier auf den Namen Tscheburaschka getauft und im ganzen Land bekannt. Durch seine (für ein Tier) übernatürlich hohe Intelligenz bekam es Rollen in Kurzfilmen angeboten. Zwar konnte Tscheburaschka von 1969 bis 1983 in nur vier Kurzfilmen mitspielen, wurde aber aufgrund seiner Beliebtheit – vor allem bei Kindern – schnell zum Volkshelden Russlands. Darüber hinaus hat Tscheburashka viele Gastrollen in Filmen sowie Serien weltweit übernommen und war zudem 2004 das offizielle Maskottchen der russischen Olympiamannschaft für die Olympischen Sommerspiele 2004.

Aber wenn man es genau nimmt, dann entstammt Tscheburaschka der Fantasie des russischen Kinderbuchautoren Eduard Uspenski, der 1966 ein Buch über die Abenteuer eines solchen Wesens verfasste. Die vier genannten Kurzfilme sind Stop Motion Filme aus Russland, die ich vollstens empfehlen kann. Das grandiose an diesen Kurzfilmen bzw. an der Figur ist, dass Tscheburaschka eine wundervoll unterhaltsame Naivität in sich birgt. Vor ein paar Jahren habe ich das erste Mal von einigen neuen „Tscheburaschka“-Projekten aus Japan gehört. Viel konnte man über diese Projekte nicht erfahren und als dann Ende 2009 bzw. Anfang 2010 eine 26-teilige-Zeichentrickserie mit dem Titel „Cheburashka Arere?“ in Japan lief – dachte ich, dass wahrscheinlich nicht mehr kommen würde. Und dann lese ich Ende 2010, dass bereits ein Stop Motion Kinofilm zu „Tscheburaschka“ in den japanischen und einigen russischen Kinos läuft. Als riesen Tscheburaschka-Fan brauche ich wohl nicht zusagen, wie mich das freut. Ich hoffe sehr, dass es der Film nach Deutschland schafft.
Produziert wurde der Film in einem südkoreanischen Studio, das bereits Erfahrung in hochqualitativer Stop-Motion-Animation hat. Die Produktion hat sechs Jahre gedauert und Regie führte Makoto Nakamura, der bei vielen Animes mitgewirkt hat.

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