Profil Björn Magsig Erzähl uns ein wenig über dich bzw. über dein Leben? Was hast du früher gemacht, was machst du bei TRIKK17? Was hat dir dabei geholfen, der zu werden, der du bist?

  • Björn: Ich bin 38 Jahre alt, Vater von 8-jährigen Zwillingen und einer von 4 Geschäftsführern bei TRIKK17. Neben den alltäglichen Dingen des Geschäftsführers sind meine Aufgaben bei TRIKK17 die Herstellungsleitung, Akquise und die Regie, vor allem von Werbespots.
  • Geholfen haben mir dabei einmal meine Eltern, die mich moralisch, sowie in den Anfängen auch finanziell unterstützt haben. Denn aus dem Nichts eine eigene Filmproduktion aufzubauen ist eine schwierige Aufgabe, bei der man viel Arbeit hat und Zeit braucht, allerdings erstmal nicht wirklich Geld verdient. Dann braucht man viel Geduld, Hartnäckigkeit und muss immer wieder aufstehen können und an sich glauben. Ein Hang zur Selbstausbeutung und der Idealismus, unbedingt dies tun zu wollen sind für mich die entscheidendsten Eigenschaften in diesem Business. Die wichtigsten Menschen auf dem geschäftlichen Weg waren sicherlich meine drei Geschäftspartner, mit denen ich das Studio 2001 gegründet habe. Dabei ist das sehr enge persönliche Verhältnis, welches wir seit Anfang an pflegen, durch das wir zusammen durch dick und dünn gehen, einer der Gründe, warum es TRIKK17 seit 10 Jahren gibt. Sich kreativ und bei geschäftlichen Entscheidungen austauschen zu können, sich auf einander verlassen zu können, ist mir enorm wichtig.


Aus welchen Gründen bist du in der Trickfilm-Branche tätig geworden? Gab es spezielle Schlüsselereignisse in deinem Leben? Wolltest du das vielleicht schon als Kind immer mal werden?

  • Björn: Ich bin eher zufällig in der Animationsbranche gelandet, wobei besonders Puppentrick schon immer eine große Faszination auf mich ausgeübt hat. Ich habe Medientechnik an der HAW in Hamburg studiert, bin also eigentlich Diplomingenieur, habe dann aber ein Praktikum in einer Trickfilmproduktion gemacht, die auf Stop-Motion spezialisiert war. Dort fiel eine Animatorin aus und ich versuchte mein Glück. Ich merkte, daß es mir viel Spass machte und ich ein gewisses Maß an Talent und Geduld dafür hatte. Also habe ich von dem Tag an für die Firma zwei Jahre lang während meines Studiums animiert und bin sozusagen in dem Bereich hängen geblieben.


Wer sind deine Lieblings-Künstler der Branche?

  • Björn: Einen wirklichen Lieblingskünstler habe ich eigentlich nicht. Mich beeindrucken vor allem bestimmte Filme im Gesamten. Wenn ich jetzt mal nur im Bereich Stop-Motion gucke, haben mich vor allem die „Wallace an Gromit” Filme von Nick Park (Aardman) und „Fantastic Mr. Fox” von Wes Anderson nachhaltig beeindruckt. Technisch und filmisch bin ich auch ein Tim Burton Fan, wobei mir in seinen Filmen immer zu viel gesungen wird… Ein Vorbild sind auf jeden Fall die Aardman-Studios in Bristol, die es schaffen, Serien, Kinofilme und Werbespots auf durchweg höchstem technischen, inhaltlichen und künstlerischen Niveau zu produzieren und damit internationelen Erfolg zu haben.


Gibt es etwas, was du in all den Jahren gelernt hast, dass du anderen Künstlern und Interessenten der Animationsbranche mit auf dem Weg geben möchtest?

  • Björn: Ich habe es eigentlich in der ersten Antwort schon gesagt. Wer wirklich in dieser Branche sein Brot verdienen möchte, sollte folgende Eigenschaften mitbringen: Etwas Talent, viel Idealismus, Geduld, Hartnäckigkeit, Flexibilität und einen starken Willen, der sich nicht so schnell brechen lässt. Außerdem sollte man das Kind in einem Selbst erhalten und wirklich Spass an Animation haben.


Solltet Ihr weitere Fragen an Björn Magsig haben, so steht er Euch in den Kommentaren zur Verfügung.

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Gestern hatte ich bereits im  Bezug auf den Academy Award den nominierten Kurzfilm Der Grüffelo vorgestellt. Wie bereits erwähnt handelt die Geschichte von einer Maus, die auf geschickte Weise Gefahren umgeht. Die Maus erzählt den gefährlichen Waldtieren von einem Grüffelo, mit dem sich die Maus anscheinend zu einem Treffen verabredet habe. Ein Grüffelo ist ein großes Tier mit grässlichen Tatzen, feurigen Augen sowie schrecklichen Klauen. Guckt Euch hierzu den Trailer an.

Der Film wurde Heiligabend im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Sehr interessant ist aber auch das Making-Of. Darin sehen wir, dass die Hintergründe alles reale Sets sind. Die Charaktere sind CGI-Modelle und am Computer animiert.

Der Grüffelo basiert auf einem Buch (1999) von Julia Donaldson, illustriert von Axel Scheffler. Der Film wurde vom BBC in Coproduktion mit dem ZDF hergestellt und Regie führten die beiden Deutschen Max Lang und Jakob Schuh. Bei der Oscar-Verleihung drücke ich beiden die Daumen.
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Letzte Woche hat die „Academy of Motion Picture Arts and Sciences” die Nominierungen  für die 83. Oscarverleihung bekannt gegeben, die am 27. Februar stattfindet. Da sich dieses Jahr nur 15 Animationsfilme qualifiziert haben, konnten auch nur drei nominiert werden. Hätte sich nur ein weiterer Film (auf 16) qualifiziert, so wären wie bereits wie im vergangenen Jahr fünf Nominierungen möglich gewesen. Die Nominierungen für den Academy Award „Bester Animationsfilm” lauten:

Bester Animationsfilm

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  • Toy Story 3 (Lee Unkrich), USA
  • The Illusionist (Sylvain Chomet), Frankreich
  • • Drachenzähmen leicht gemacht (Chris Sanders, Dean DeBlois), USA

Davon ist „The Illusionist” zum einem der einzige Film, den ich nicht gesehen habe, und zum anderen auch der Film, an dem ich das größte Interesse habe. Laut der Pressemappe von Sony basiert dieser Film auf einem Skript von der französischen Comedy Legende Jacques Tati, das niemals realisiert wurde. Jacques Tati wollte seiner ältesten Tochter das Gefühl geben, dass sie von ihm geliebt wird, und in diesem Zusammenhang diente das Skript als eine Art Liebeserklärung von einem Vater zu seiner Tochter. Story-technisch erzählt die Geschichte von einem Illusionisten, der eine isolierte Gemeinde besucht und auf eine junge Frau trifft, die davon überzeugt ist, dass er ein echter Magier ist. Der Trailer sieht sehr vielversprechend und wunderschön aus. Ich freue mich sehr und hoffe, dass dieser Film es noch zu uns nach Deutschland schafft.

Doch mit DreamWorks Animation und Disney/Pixar scheint die Konkurrenz nicht einfacher zu werden. Drachenzähmen leicht gemacht wurde schon des öfteren kritisiert, dass dieser Film nicht kindertauglich sei und Kinder teils verschrecke. Aber der Regisseur Dean DeBlois meinte in einem Gespräch mit der LA Times, dass er keine Filme für Kinder produziere, sondern eher Geschichten erzähle, die er als Kind liebte. Toy Story 3 hat dagegen von US-Kritikern die besten Bewertungen bekommen und Pixar scheint den Oscar längst abonniert zu haben. Zudem ist „Toy Story” auch in der Kategorie „Bester Film” nominiert. Somit ist dies nach „Die Schöne und das Biest (1991)” und „Oben (2009)” das dritte Mal das ein animierter Film in der Königsklasse nominiert ist.

Bester animierter Kurzfilm

  • • Day & Night (Teddy Newton), USA
  • • Let’s Pollute (Geefwee Boedoe), USA
  • • Madagascar, A Journey Diary (Bastien Dubois), Frankreich
  • • Der Grüffelo (Jakob Schuh, Max Lang), Großbritannien
  • • The Lost Thing (Andrew Ruhemann, Shaun Tan), Australien

Davon gesehen habe ich Pixars „Day & Night”, „Madagascar, A Journey Diary” und „Der Grüffelo”. Ich hoffe, demnächst noch die Möglichkeit zu haben die anderen beiden Filme zu sehen. Aber von den gesehenen Kurzfilmen hat mich Der Grüffelo am meisten unterhalten. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker von Julia Donaldson. Regie führten die beiden Deutschen Jakob Schuh und Max Lang. Die Geschichte handelt von einer Maus, die auf ihrem Weg auf mehrere Gefahren trifft und geschickt mittels einer Lüge von einem großen sowie furchterregenden Monster – namens „Der Grüffelo” – einen Fuchs, eine Eule und eine Schlange verschreckt. Doch wer weiß, vielleicht gibt es den Grüffelo ja doch. Heiligabend wurde der Kurzfilm das erste Mal im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Des weiteren könnt Ihr auch auf Alexander Lindners Blog schöne Matte Paintings bewundern, die er vor einem Jahr für die Produktion hergestellt hatte.

Welche Filme davon habt Ihr gesehen, welche haben Euch am meisten gefallen und was glaubt Ihr, welche Filme dieses Jahr gewinnen werden?

Quellen: Academy of Motion Picture Arts and Sciences, Sony Pressemappe, LA Times Blogs

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Tomte Tummetott und der Fuchs ist ein 30-minütiger Kurzfilm, den wir gemeinsam mit OGGLIES Film Productions, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Oetinger, realisiert haben. Dies ist der erste komplett in Deutschland produzierte Astrid-Lindgren-Film und erschien pünktlich zum 100. Geburtstag (14.11.2007) von Astrid Lindgren auf DVD bei Oetinger kinderkino.

Story
Tomte Tummetott, ein schwedischer Weihnachtstroll mit roter Wichtelmütze, bewacht im Winter die schlafenden Menschen und Tiere. Er macht den Tieren Mut und erzählt ihnen vom kommenden Frühling. Aber in dieser Nacht kommt Mikkel, der hungrige Fuchs, auf den Hof, um seinen Festbraten zu holen. Wird Tomte das verhindern können?
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TRIKK17 Team
Schon häufiger wurden wir angesprochen, ob wir wohl nicht mit dem bloggen anfangen wollen. Immerhin haben sich über die letzten zehn Jahre so viele Geschichten und Ereignisse angesammelt, sodass wir eine Menge zu berichten haben… und genau das wollen wir Euch nicht vorenthalten. Ursprünglich als Stop Motion Studio gegründet haben wir – Marion Heinßen, Sören Wendt, Sandra Schießl und Björn Magsig – uns zu einer mehrfach ausgezeichneten Filmproduktion für Trickfilme aller Art entwickelt (Stop-Motion, Zeichentrick, Cutout-Animation, Mischtechniken mit CGI-Elementen, Live Action Muppets). Von der ersten Ideenfindung im Expose und der Konzeption über Charakterdesign, Storyboardentwicklung, Animation und Regie bis zur Postproduktion stehen wir für alle Bereiche der professionellen Trickfilmproduktion.

Geführt wird der Blog von uns sowie unserem Mitarbeiter Dietrich. Zudem erwarten Euch von Zeit zu Zeit Gastbeiträge von TRIKK17-Mitarbeitern und Experten der Branche. Gerne würden wir auch Eure Meinung hören, worüber Ihr gerne lesen wollt und was Euch in einem derartigen Blog interessieren würde.

Viel Spass wünschen Euch
- Marion Heinßen, Sören Wendt, Sandra Schießl, Björn Magsig

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