Archive für Film

dreamworks-logo DreamWorks Animation war 2010 das erste Studio, das drei CG-animierte Spielfilme veröffentlichte (Megamind, Für immer Shrek, Drachenzähmen leicht gemacht) – und genau so sollte es eigentlich auch in den kommenden Jahren weitergehen.* Wenn die schwarzen Zahlen doch nur höher wären. Stattdessen plant CEO Jeffrey Katzenberg in Zukunft weniger Filme pro Jahr zu produzieren und das durchschnittliche Budget von $140 Millionen auf $130 Millionen herabzusetzen. Bis 2014 stehen die US-Release Termine für die kommenden Spielfilme fest:

2011

- Kung Fu Panda 2: Die Fortsetzung zum Kung Fu kämpfenden Panda-Bären Po (siehe hier).

- Puss in Boots: Ein Spin-Off zu der Shrek-Reihe. Der Kater steht im Mittelpunkt (siehe hier).

2012

- Madagascar 3: Eine zweite Fortsetzung zu unseren Helden aus dem Zoo bzw. Madagaskar…

- Rise of the Guardians: Basiert auf den noch kommenden  Bilderbüchern „The Guardians of Childhood“ von  William Joyce. Der Weihnachtsmann, der Osterhase, die Zahnfee und Jack Frost schließen sich zusammen um gemeinsam gegen den bösen Buhmann vorzugehen.

2013

- The Croods: In einer Welt voller Vulkane ist das Leben nicht so einfach. Der Höhlenmensch Grug begibt sich mit seiner Familie auf die Reise eine neue Heimat zu finden.

- Turbo: Was wenn sich eine Schnecke das Ziel setzt, die Schnelllste der Welt zu werden. Das sehen wir hier!

- Me and My Shadow: In diesem Film will DreamWorks Animation sowohl CGI als auch traditionellen Zeichentrick miteinander verbinden um einen bahnbrechenden und einzigartigen Look zu entwickeln. Die Geschichte handelt von dem Schatten Stan, der dazu verdammt ist, an der weltweit langweiligsten Person zu hängen. Dennoch können auch Schatten Regeln brechen und die Kontrolle übernehmen.

2014

- Mr. Peabody & Sherman: Basiert auf den Charakteren, die Auftritte in Zeichentrickserien der späten 50ger / frühen 60er Jahre hatten. Der klügste Hund der Welt, Mr. Peabody, und sein stubenreiner Hausjunge, Sherman, stellen fest, dass ihre Zeitmaschine gestohlen wurde.

- Drachenzähmen leicht gemacht 2 / How to Train Your Dragon 2: Die Fortsetzung zu unserem Drachen!

* Anmerkung: Pixar ist mit einem Spielfilm pro Jahr zufrieden.

Quelle: THR – 1, THR – 2, Collider

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DreamWorks hat kürzlich den Trailer zu der Fortsetzung von „Kung Fu Panda“ und dem Spin-Off „Puss in Boots“ veröffentlicht. Beide sollen sowohl in 3D als auch in IMAX-Kinos zu sehen sein.

In „Kung Fu Panda 2“ (Regie: Jennifer Yuh Nelson) hat sich der Panda-Bär Po zu einem Meister höchster Klasse entwickelt. Diesmal ist Kung Fu selbst bedroht. Weltweit verschwinden die besten Kung Fu Meister. Zusammen mit den „Furiosen Fünf“ stellt sich Po der Aufgabe ‘Kung Fu zu retten’. Der Kinostart ist für den 16. Juni 2011 geplant.


„Puss in Boots“ (Regie: Chris Miller) ist ein Spin-Off von Shrek. 2004 hatte der gestiefelte Kater seinen ersten Auftritt in „Shrek 2“ und wurde schnell zum Publikumsliebling. Die Geschichte folgt seinen Abenteuer vor seinem ersten Treffen mit Shrek. Zudem sollen weitere neue Charaktere eingeführt werden. Kinostart ist für den 1. Dezember 2011 geplant.


shrek-2-car Ich hoffe es wird nicht falsch verstanden. Ich bin keinesfalls abgeneigt gegenüber Fortsetzungen oder Spin-Offs und ich mag DreamWorks sowie deren Filme sehr. Die kommenden beiden Filme könnten durchaus finanzielle Erfolge werden. Der Kater gehört zu den beliebtesten DreamWorks Charakteren und „Kung Fu Panda“ bringt einfach Spass. Auf finanzieller Ebene ist es durchaus sinnvoll auf bereits etablierten Marken aufzubauen. Aber leider ist man damit auch der Kritik ausgesetzt ‘Man sei nicht kreativ genug für Neues!’ und ‘Man sei nur hinter dem Geld her!’. Zudem haben Fortsetzungen häufig bei Preisverleihungen und Filmfestivals schlechte Karten. Das kann man aber auch nicht verallgemeinern. „Toy Story 3“ ist wohl das neuste Beispiel hierfür. Worauf ich hinaus will… Ich freue mich auf die kommenden DreamWorks Filme.

Quellen: slashfilm, examiner.com

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Schon seit längerer Zeit habe ich so einen Medienrummel um einen Animationsfilm nicht erlebt – selbst letzten Sommer nicht zu „Toy Story 3“-Zeiten. Überall findet man Artikel, Interviews, kurze Clips und zahlreiche Diskussionen um Gore Verbinskis CGI-Film „Rango (2011)“. Laut sky (britischer Pay-TV-Anbieter) ist der Titelheld bereits jetzt unter den TOP-20-CGI-Characters, obwohl der Film noch nicht angelaufen ist.*

rango-concept-art_0 Was macht ein Chamäleon im Hawaiihemd mit dem Namen „Rango“ in einer Stadt im Wilden Westen? Sheriff spielen! Nur leider überleben Gesetzeshüter in dieser Stadt names Dirt (englisch für „Schmutz“) nie sehr lange.

Gore Verbinski: „Ich verbrachte ein wenig Zeit mit meinem guten Freund David Shannon – einem Kinderbuchautor – und dem Produzenten John B. Carls. Wir spielten nur mit einigen Ideen, wie: Was willst du als nächstes machen? Warum nicht einen animierten Western mit Kreaturen der Wüste? Das war die Grundidee. Es müsste sich um einen Charakter handeln, der ein Außenseiter im klassischen Sinne ist. Wenn er schon in der Wüste ist, was wenn er auch ein Wassertier ist? Wenn er ein Wassertier ist, was wenn er ein Chamäleon ist? Wenn er ein Chamäleon ist, sollte er dann nicht ein Schauspieler sein? Und ich war wie: Whoa, hey, das ist eine Identitätskrise!“NY Times

Die Besten der Besten haben sich zusammen getan um diesen Film zu produzieren. Gore Verbinski hat für „Rango“ auf die Regie für den vierten Teil von „Fluch der Karibik“ verzichtet. Johnny Depp hat sich bei der Synchronisation in Westernkleidung gezwängt (siehe Featurette). John Logan (Gladiator [2000], Aviator [2004], Sweeney Todd [2007]) hat am Drehbuch gearbeitet. Die Musik stammt von Hans Zimmer und die Animation wurde von Industrial Light & Magic hergestellt – einem Studio, das bekannt ist für die weltbesten Spezialeffekte.

Der Film soll sich – ähnlich wie die PIXAR-Titel – viel mehr an ein erwachseneres Publikum richten, ist aber auch für Kinder geeignet (FSK 6). Die Trailer sehen sehr vielversprechend aus.

Siehe auch den zweiten Trailer!

* Anmerkung: Vorpremiere war schon; Deutschland Premiere ist heute am 03.03.2011; weltweite Premiere am 04.03.2011

Quellen: Salon, NY Times, sky, cnet – 1, cnet – 2

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toy-story-3-woody-oscar-1 Bei den diesjährigen Academy Awards gab es keinen dominierenden Film. Der Historienfilm „The King’s Speech“ war zwar zwölf Mal nominiert, hat allerdings nur vier davon tatsächlich gewonnen. Genau so viele wie Christopher Nolans „Inception“ (bei acht Nominierungen). David Finchers Filmdrama war bei den Golden Globes 2011 der erfolgreichste Film und auch bei den Oscars 2011 konnte „The Social Network“ mit drei der begeehrten Trophäen überzeugen.

Wie erwartet hat Pixar die Kategorie „Bester Animationsfilm“ abonniert. Vor der Verleihung hätte ich gerne noch „The Illusionist” gesehen, aber das kann man später noch nachholen – vorausgesetzt der Film wird hier in Deutschland irgendwann verfügbar sein; eine Kinoveröffentlichung bezweifle ich ein wenig. Mir persönlich hat der Drache zwar mehr zugesagt, aber Lee Unkrich hat mit seiner Spielzeuggeschichte auch nichts falsch gemacht. Ein verdienter Sieg! Aber in der Hauptkategorie konnte sich „Toy Story 3“ leider nicht durchsetzen.

Ein wenig enttäuscht hat mich, dass es unser Grüffelo nicht geschafft hat. In der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“ habe ich bislang einen Film noch nicht gesehen – „Let’s Pollute“ von Geefwee Boedo! Dabei war ich mir ziemlich sicher, dass Max Lang und Jakob Schuh mit „Der Grüffelo“ gute Chancen haben. Der Film basiert auf einem wundervollen Kinderbuch; optisch ist der Film beeindruckend und erzählerisch ist es schön umgesetzt. Kürzlich habe ich auch ein Interview mit dem Matte Painter Alexander Lindner geführt (siehe hier). Dennoch gehört „The Lost Thing“ von Shaun Tan und Andrew Ruhemann zu den besten animierten Kurzfilmen, die ich über das vergangene Jahr gesehen habe. Vor allem da der Kurzfilm auch eine schöne und zum Nachdenken anregende Botschaft enthält.

Hier die komplette Auflistung:


Bester Film

The King’s Speech – Iain Canning, Emile Sherman und Gareth Unwin
127 Hours – Christian Colson, Danny Boyle und John Smithson
Black Swan – Mike Medavoy, Brian Oliver und Scott Franklin
The Fighter – David Hoberman, Todd Lieberman und Mark Wahlberg
Inception – Christopher Nolan und Emma Thomas
The Kids Are All Right – Gary Gilbert, Jeffrey Levy-Hinte und Celine Rattray
The Social Network – Scott Rudin, Dana Brunetti, Michael De Luca und Ceán Chaffin
Toy Story 3 – Darla K. Anderson
True Grit – Ethan Coen, Joel Coen und Scott Rudin
Winter’s Bone – Anne Rosellini und Alix Madigan


Beste Regie

Tom Hooper – The King’s Speech
Darren Aronofsky – Black Swan
Ethan Coen, Joel Coen – True Grit
David Fincher – The Social Network
David O. Russell – The Fighter


Bester Hauptdarsteller

Colin Firth – The King’s Speech
Javier Bardem – Biutiful
Jeff Bridges – True Grit
Jesse Eisenberg – The Social Network
James Franco – 127 Hours


Beste Hauptdarstellerin

Natalie Portman – Black Swan
Annette Bening – The Kids Are All Right
Nicole Kidman – Rabbit Hole
Jennifer Lawrence – Winter’s Bone
Michelle Williams – Blue Valentine


Bester Nebendarsteller

Christian Bale – The Fighter
John Hawkes – Winter’s Bone
Jeremy Renner – The Town – Stadt ohne Gnade
Mark Ruffalo – The Kids Are All Right
Geoffrey Rush – The King’s Speech


Beste Nebendarstellerin

Melissa Leo – The Fighter
Amy Adams – The Fighter
Helena Bonham Carter – The King’s Speech
Hailee Steinfeld – True Grit
Jacki Weaver – Königreich des Verbrechens


Bestes Originaldrehbuch

The King’s Speech – David Seidler
Another Year – Mike Leigh
The Fighter – Scott Silver, Paul Tamasy und Eric Johnson
Inception – Christopher Nolan
The Kids Are All Right – Lisa Cholodenko und Stuart Blumberg


Bestes adaptiertes Drehbuch

The Social Network – Aaron Sorkin
127 Hours – Danny Boyle und Simon Beaufoy
Toy Story 3 – Michael Arndt, John Lasseter, Andrew Stanton und Lee Unkrich
True Grit – Ethan und Joel Coen
Winter’s Bone – Debra Granik und Anne Rosellini


Bester Animationsfilm

Toy Story 3 – Lee Unkrich
Drachenzähmen leicht gemacht (How to Train Your Dragon) – Dean DeBlois und Chris Sanders
L’Illusionniste – Sylvain Chomet


Bester fremdsprachiger Film

In einer besseren Welt (Dänemark) – Regie: Susanne Bier
Biutiful (Mexiko) – Regie: Alejandro González Iñárritu
Kynodontas (Griechenland) – Regie: Giorgos Lanthimos
Die Frau die singt – Incendies (Kanada) – Regie: Denis Villeneuve
Hors-la-loi (Algerien) – Regie: Rachid Bouchareb


Bester animierter Kurzfilm

The Lost Thing – Shaun Tan und Andrew Ruhemann
Day & Night – Teddy Newton
Der Grüffelo (The Gruffalo) – Jakob Schuh und Max Lang
Let’s Pollute – Geefwee Boedoe
Madagaskar – Ein Reisetagebuch (Madagascar, carnet de voyage) – Bastien Dubois


Bester Kurzfilm

God of Love – Luke Matheny
The Confession – Tanel Toom
The Crush – Michael Creagh
Na Wewe – Ivan Goldschmidt
Wish 143 – Ian Barnes und Samantha Waite


Bestes Szenenbild

Alice im Wunderland – Robert Stromberg und Karen O’Hara
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1 – Stuart Craig und Stephenie McMillan
Inception – Guy Hendrix Dyas, Larry Dias und Douglas A. Mowat
The King’s Speech – Eve Stewart und Judy Farr
True Grit – Jess Gonchor und Nancy Haigh


Beste Kamera

Inception – Wally Pfister
Black Swan – Matthew Libatique
The King’s Speech – Danny Cohen
The Social Network – Jeff Cronenweth
True Grit – Roger Deakins


Bestes Kostümdesign

Alice im Wunderland – Colleen Atwood
I Am Love – Antonella Cannarozzi
The King’s Speech – Jenny Beavan
The Tempest – Sandy Powell
True Grit – Mary Zophres


Bester Dokumentarfilm

Inside Job – Charles H. Ferguson und Audrey Marrs
Exit Through the Gift Shop – Banksy
GasLand – Josh Fox
Restrepo – Tim Hetherington und Sebastian Junger
Waste Land – Lucy Walker


Bester Dokumentar-Kurzfilm

Strangers No More – Karen Goodman und Kirk Simon
Killing in the Name
Poster Girl
Sun Come Up – Jennifer Redfearn und Tim Metzger
The Warriors of Qiugang – Ruby Yang und Thomas Lennon


Bester Schnitt

The Social Network – Kirk Baxter und Angus Wall
127 Hours – Jon Harris
Black Swan – Andrew Weisblum
The Fighter – Pamela Martin
The King’s Speech – Tariq Anwar


Bestes Make-Up

Wolfman – Rick Baker und Dave Elsey
Barney’s Version – Adrien Morot
The Way Back – Edouard F. Henriques, Greg Funk und Yolanda Toussieng


Beste Filmmusik

The Social Network – Trent Reznor und Atticus Ross
127 Hours – A. R. Rahman
Drachenzähmen leicht gemacht – John Powell
Inception – Hans Zimmer
The King’s Speech – Alexandre Desplat


Bester Filmsong

Toy Story 3 – Randy Newman (We Belong Together)
127 Hours – A. R. Rahman, Rollo Armstrong und Dido (If I Rise)
Country Strong – Tom Douglas, Hillary Lindsey und Troy Verges (Coming Home)
Rapunzel – Neu verföhnt – Alan Menken und Glenn Slater (I See the Light)


Bester Ton

Inception – Lora Hirschberg, Gary Rizzo und Ed Novick
The King’s Speech – Paul Hamblin, Martin Jensen und John Midgley
Salt – Jeffrey J. Haboush, William Sarokin, Scott Millan und Greg P. Russell
The Social Network – Ren Klyce, David Parker, Michael Semanick und Mark Weingarten
True Grit – Skip Lievsay, Craig Berkey, Greg Orloff und Peter F. Kurland


Bester Tonschnitt

Inception – Richard King
Toy Story 3 – Tom Myers und Michael Silvers
Tron: Legacy – Gwendolyn Yates Whittle und Addison Teague
True Grit – Skip Lievsay und Craig Berkey
Unstoppable – Außer Kontrolle – Mark P. Stoeckinger


Beste visuelle Effekte

Inception – Paul Franklin, Chris Corbould, Andrew Lockley und Peter Bebb
Alice im Wunderland – Ken Ralston, David Schaub, Carey Villegas und Sean Phillips
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1 – Tim Burke, John Richardson, Christian Manz und Nicolas Aithadi
Hereafter – Das Leben danach – Michael Owens, Bryan Grill, Stephan Trojansky und Joe Farrell
Iron Man 2 – Janek Sirrs, Ben Snow, Ged Wright und Daniel Sudick

Quelle: oscars.org/


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the-borrower-karigurashi-no-arrietty Zahlreiche Quellen berichten, dass Ghiblis neuer Film „The Borrower Arrietty / Karigurashi no Arrietty“ früher als erwartet in den deutschen Kinos eintreffen werde. Nachdem Universum ANIME Anfang Februar den Trickfilm lizensiert hatte, ist jetzt auch bekannt, dass dieser ab dem 02. Juni auf der großen Leinwand zu sehen sein soll. Hierzulande ist auch eine Veröffentlichung auf DVD und Blu-ray geplant.

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Nachdem Disney mit „Küss den Frosch (2009)“ und „Rapunzel – Neu verföhnt (2010)“ seit langem wieder ins Prinzessinnen-Geschäft eingestiegen war, hat sich die Maus trotz des ordentlichen finanziellen Erfolges vorerst endgültig davon verabschiedet. Stattdessen will Disney einen anderen Weg gehen. Vor fast 1,5 Jahren hat die Maus alle Superhelden des Marvel-Hauses gefressen und will sich damit stärker auf eine andere Zielgruppe spezialisieren. Jungs können wenig mit Prinzessinnen anfangen, aber Superhelden-Geschichten mit vielen Explosionen und lauten Geräuschen kommen gut an.

Neben dem will die Maus auch Kinder zu Tode erschrecken. Henry Selick – Regisseur von Stop Motion Filmen wie „Coraline (2009)“, „The Nightmare Before Christmas (1993)“ und „James und der Riesenpfirsich (1996)“ – ist letzter Jahr zurückgekehrt und zwar zu Disney mit einem exklusiven Deal für die Produktion von vier Filmen. In Kooperation mit Disney hat Selick ein neues Studio eröffnet. Shademaker Productions, früher Cinderbiter Productions, soll Stop Motion Filme für Kinder produzieren, die sich gruseln wollen. Einige Kinder haben offensichtlich Spass daran sich zu fürchten, vielleicht ist es aber auch die Neugier vor dem Verbotenem…

Was meint Ihr? Würdet Ihr euren Kindern erlauben sich gruselige (Kinder-)Filme anzusehen, sodass diese regelmäßig nachts zu Euch ins Bett krabbeln?

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cheburashka-tscheburaschka2 Ein Film – auf den ich mich mit am meisten freue – ist „Tscheburaschka“. Einigen mag der Begriff bekannt vorkommen. Ein Tscheburaschka ist ein kleines Tier mit braunem Fell und großen Ohren. Der aktuellen Wissenschaft ist das Tier völlig unbekannt – weltweit ist die Existenz von nur einem Exemplar dieses Tieres belegt. Das Tier ist das erste Mal 1966 in Russland gesichtet worden. Ein Obsthändler hat einige Kisten Orangen aus dem Außland importiert und dabei das Tier in einer Kiste aufgefunden. Wissenschaftler vermuten, dass das Tier eingeschlafen sei als es sich an den Orangen im Außland bereichern wollte und wurde daraufhin versehentlich in einer dieser Kisten exportiert. Schnell wurde das Tier auf den Namen Tscheburaschka getauft und im ganzen Land bekannt. Durch seine (für ein Tier) übernatürlich hohe Intelligenz bekam es Rollen in Kurzfilmen angeboten. Zwar konnte Tscheburaschka von 1969 bis 1983 in nur vier Kurzfilmen mitspielen, wurde aber aufgrund seiner Beliebtheit – vor allem bei Kindern – schnell zum Volkshelden Russlands. Darüber hinaus hat Tscheburashka viele Gastrollen in Filmen sowie Serien weltweit übernommen und war zudem 2004 das offizielle Maskottchen der russischen Olympiamannschaft für die Olympischen Sommerspiele 2004.

Aber wenn man es genau nimmt, dann entstammt Tscheburaschka der Fantasie des russischen Kinderbuchautoren Eduard Uspenski, der 1966 ein Buch über die Abenteuer eines solchen Wesens verfasste. Die vier genannten Kurzfilme sind Stop Motion Filme aus Russland, die ich vollstens empfehlen kann. Das grandiose an diesen Kurzfilmen bzw. an der Figur ist, dass Tscheburaschka eine wundervoll unterhaltsame Naivität in sich birgt. Vor ein paar Jahren habe ich das erste Mal von einigen neuen „Tscheburaschka“-Projekten aus Japan gehört. Viel konnte man über diese Projekte nicht erfahren und als dann Ende 2009 bzw. Anfang 2010 eine 26-teilige-Zeichentrickserie mit dem Titel „Cheburashka Arere?“ in Japan lief – dachte ich, dass wahrscheinlich nicht mehr kommen würde. Und dann lese ich Ende 2010, dass bereits ein Stop Motion Kinofilm zu „Tscheburaschka“ in den japanischen und einigen russischen Kinos läuft. Als riesen Tscheburaschka-Fan brauche ich wohl nicht zusagen, wie mich das freut. Ich hoffe sehr, dass es der Film nach Deutschland schafft.
Produziert wurde der Film in einem südkoreanischen Studio, das bereits Erfahrung in hochqualitativer Stop-Motion-Animation hat. Die Produktion hat sechs Jahre gedauert und Regie führte Makoto Nakamura, der bei vielen Animes mitgewirkt hat.

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Deadline berichtet, dass Guillermo Del Toro (Regisseur: Pans Labyrinth, Hellboy) an einem 3D Stop Motion Spielfilm arbeitet. Tim Burton hatte bereits 2010 Alice nicht ins Wunderland, sondern ins Unterland geschickt. Del Toro will Pinocchio auch ähnliches antun. Die Charaktere werden kantiger und ein Stück gruseliger als in der Disneys Fassung von 1940. Optisch orientiert sich der Film, dessen Produktion noch in diesem Jahr beginnen soll, an Gris Grimlys Illustrationen für Carlo Collodis Buch Pinocchio (2002).

Die Puppen werden von MacKinnon and Saunders entwickelt, die unter anderem auch Puppen für „Der fantastische Mr. Fox“, „Corpse Bride“ und auch für den kommenden Trickfilm Frankenweenie hergestellt haben. Laut Del Toro soll grundsäzlich ein ähnliches Kernthema wie in der 1940er Fassung eingefangen werden: Die Unschuld und reine Liebe für seinen Vater rettet eine lebendig gewordene Holzpuppe, die sich auf dem Wege ein echter Jungen zu werden befindet, vor den Versuchungen des Lebens.

„In allen Märchen oder Kindererzählungen findet sich etwas Dunkles. Die Brüder Grimm, Hans Christian Anderson und Walt Disney haben dies verstanden.“, meint Del Toro.

In seinem Pinocchio wird es nicht anders sein. Die blaue Fee ist der Geist eines toten Mädchens; Pinocchio leidet an Halluzinationen und hat zahlreiche Nahtod-Erfahrungen etc.

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Quelle: Deadline

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Schon 1984 hat Tim Burton den Hund Sparky in einem knapp 30-minütigen Live-Action Kurzfilm zum Leben erweckt und 2012 kommt der liebenswerte Köter in Stop Motion auf die große Leinwand. „Frankenweenie” ist eine Parodie auf Mary Shelleys Roman „Frankenstein” und erzählt von einem Jungen namens Victor, der seinen kürzlich verstorbenen besten Freund – einen Hund – mit elektrischen Strömen zum Leben erweckt. Innerlich ist es zwar immer noch der gleiche Hund, doch durch seine äußerlichen Mängel gleicht er fast einem Monster. Victor entschließt sich seinen Hund zu verstecken, aber ewig kann er auch das nicht.

Geplant ist für 2012 ein Stop Motion Film in Schwarz-Weiss und in 3D. Bislang wurden für die Produktion über 200 Puppen erstellt, was eine beträchtliche Anzahl ist. Für „Nightmare Before Christmas“ wurden zwar auch über 200 Puppen gebaut, aber es lauerten auch Charaktere in allen Ecken und Kanten. Wer Tim Burtons Frühwerk von 1984 noch nicht gesehen hat, der hat dies nachzuholen. Auf den deutschen DVDs (Special Edition / Collector’s Edition) bzw. der Blu-ray lässt sich der Film finden.

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Kürzlich hat mich Severin Auer auf eine lesenswerte Filmrezension von Simon Reber (groarr.ch) zu „The Borrower Arrietty“ hingewiesen – dem kommenden Spielfilm vom Studio Ghibli, das unter anderem bekannt ist für großartige Zeichentrickfilme wie Prinzessin Mononoke und dem oscar-preisgekrönten Film Chihiros Reise ins Zauberland:

„Es ist beruhigend zu sehen, dass – falls Miyazaki seine immer lauter werdende Drohung tatsächlich wahr werden lässt und bald zurücktritt – Studio Ghibli in Yonebayashi Hiromasa zumindest einen würdigen Nachfolger hätte. Klar, der Regisseur von Karigurashi no Arrietty ist noch weit davon entfernt ein Miyazaki zu sein. Doch ein erster, wichtiger Schritt in die richtige Richtung hat er mit Karigurashi no Arietty sicherlich getan.“ – Simon Reber, (groarr.ch)

Laut Ghiblis 5-Jahres-Plan soll jährlich ein weiterer Film veröffentlicht werden. Die ersten drei Filme werden von jungen und aufstrebenden Regisseuren entwickelt und die letzten beiden sollen epische Meisterwerke werden. Somit können wir frühstens erst im Jahre 2014/2015 mit einem weiteren Film vom Großmeister Hayao Miyazaki rechnen. Sein letzter Film „Ponyo – Das große Abenteuer am Meer“ ist zwar vergangenen Sommer bei uns in Deutschland veröffentlicht worden – allerdings mit rund zwei Jahren Verspätung. Wenn wir auch bei den kommenden Ghiblis mit einer ähnlichen Verspätung rechnen, dann wird vor 2016/2017 wohl kein weiterer Zeichentrickfilm von Hayao Miyazaki in Deutschland zu sehen sein.

In der oben zitierten Filmrezension wurde das Thema teils angesprochen. Hat Studio Ghibli einen würdigen Nachfolger?
Hayao Miyazaki durfte kürzlich seinen 70. Geburtstag feiern und wird nicht ewig Trickfilme produzieren. Ich vermute bereits jetzt, wenn er zurücktritt und in den Ruhestand geht, dann wird eine ähnliche Frage in den Köpfen der Ghibli-Mitarbeitern herumspuken wie in den 60-ger Jahren in den Disney Studios. Damals haben die Disney Mitarbeiter sich immer wieder gefragt „Was würde Walt tun?“ (What would Walt do). Der zweite Film im Rahmen des 5-Jahres-Plan von Ghibli soll unter der Regie von Hayao Miyazakis Sohn Gorō produziert werden, der bereits 2006 die Möglichkeit hatte Regie zu führen (Die Chroniken von Erdsee). Finanziell war der Film zwar ein Erfolg, wurde allerdings von vielen Seiten schwerstens kritisiert. Der Zeichentrickfilm wurde bei den Bunshun Raspberry Awards zum schlechtesten Film des Jahres 2006 gewählt und Gorō selbst zum schlechtesten Regisseur.

hayao-miyazaki Das erste Mal spielte Hayao Miyazaki offiziell 1998 mit dem Gedanken in den Ruhestand zu gehen und hatte dies auch zeitweise angekündigt. Grund dafür war der Tod seines Mitarbeiters Yoshifumi Kondō, der bei vielen erfolgreichen Projekten großartige Leistungen auf den Gebieten „key animation“, „animation direction“ und „character design“ erbracht hatte. Er hat an Serien gearbeitet wie „Anne mit den roten Haaren (1979)“, „Eine fröhliche Familie (1987)“ und ist seit 1988 bei Studio Ghibli beschäftigt gewesen. Regie konnte er allerdings nur bei einem einzigen Film führen („Stimme des Herzens“, 1995). Er ist im Alter von 47 Jahren gestorben. Spekuliert wird, dass sein Tod durch Überarbeitung hervorgerufen wurde.

‘Studio Ghibli’-Mitbegründer und Animationslegende Isao Takahata ist sogar ein Stückchen älter als Hayao und kommt erst recht als Nachfolger nicht in Betracht. Seit letzter Spielfilm kommt aus dem Jahre 1999 (Meine Nachbarn die Yamadas). Das Problem ist, Hayao Miyazaki hat mit seinen Filmen sein Studio so sehr geprägt, dass es fast unmöglich erscheint einen würdigen Nachfolger zu finden. Jeder würde sich an ihm messen und seinen Stil kopieren wollen. Was würde Hayao tun? Dabei ist dies bzw. diese Fragestellung der direkte Weg zum Misserfolg. Niemand wird Hayao Miyazaki ersetzen können! Besser wäre, wenn Studio Ghibli einen neuen Weg einschlägt – neuartige Filme produzieren, der den Stil des jeweiligen Nachfolgers widerspiegelt. Ich denke, Studio Ghibli ist auf gutem Wege, wünsche den Leuten viel Erfolg und freue mich auf die kommenden Filme.

Was meint Ihr, schafft es Studio Ghibli einen würdigen Nachfolger zu finden?

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Nachdem Ponyo mit gut zwei Jahren Verspätung es zu uns nach Deutschland geschafft hat, ist der nächste Ghibli schon auf dem Weg. The Borrower Arrietty (Karigurashi no Arrietty) ist Mitte 2010 in Japan veröffentlicht worden – die US-Premiere folgt diesen Monat. Regie führte Hiromasa Yonebayashi, der seit 1997 bei Studio Ghibli tätig ist und sich über die Zeit vom Inbetween-Animator zum Key-Animator hoch gearbeitet hatte. „The Borrower Arrietty” ist der erste Film bei dem er Regie geführt hat. Die Geschichte basiert auf dem Fantasy-Roman „The Borrowers” von Mary Norton und erzählt von kleinen menschen-ärtigen Wesen, die um uns herum leben. Der Trailer sieht großartig aus:

top_1_1 Doch bereits jetzt arbeitet Studio Ghibli am nächsten Projekt. Ende 2010 hat Ghibli deren 5-Jahres Plan aufgestellt. In den ersten drei Jahren soll jährlich je ein weiterer Film von jungen, aufstrebenden Regisseuren kommen. Die anderen beiden Jahre sind für epische Meisterwerke bestimmt. Hiromasa Yonebayashi hat mit „The Borrower Arrietty” bereits den Anfang gemacht. Beim nächsten Projekt wird Hayao Miyazakis Sohn Goro einen Manga adaptieren (Kokuriko-Zaka Kara von Tetsurō Sayama). Es handelt von einer gewöhnlichen Schülerin, die 1963 in einer Hafenstadt aufwächst. Vor einiger Zeit ist ihr Vater nach einem Unfall fast spurlos verschwunden und ihre Mutter ist regelmäßig auf Geschäftsreisen im Ausland.

Quellen: Anime News Network 1, Anime News Network 2

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„Dr. Brumm” ist eine beliebte Bilderbuch-Reihe von Daniel Napp – erschienen im Thienemann Verlag und weltweit in neun Sprachen übersetzt. Dr. Brumm ist nicht der Hellste, soviel steht fest. Er ist ein riesiger, bärenstarker Kerl, der niemals aufgibt und am Ende alle Probleme auf seine ganz spezielle Art und Weise löst. Eben typisch „Dr. Brumm”. Sein Freund Pottwal ist Wohnungsgenosse und Begleiter bei allen Aktivitäten. Dass er ein Fisch ist, macht die Sache nicht leichter, aber origineller. Trotz widriger Naturgesetze und Katastrophen mit Bibern, Dachsen, Bienen, Amseln, und Ottern hat Dr. Brumm am Ende immer etwas dazugelernt. Wenn man etwas wirklich will, dann schafft man es auch.

Und in diesem Sinne hoffen wir zusammen mit WunderWerk die Geschichten von dem tollpatschigen Bären mit Doktortitel verfilmen zu können. Hier ist der Trailer zum Stop Motion Filmprojekt „Dr. Brumm”:

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