Archive für Kinderfilm

Kevin Deters und Stevie Wermers haben schon zurvor an dem überaus beliebten TV-Special „Elfen helfen – Bahn frei für Santa Claus“ (Prep & Landing, 2009) zusammengearbeitet und sich diesmal wieder zusammen getan für den Vorfilm zum neuen ‘Winnie Puuh’-Abenteuer: Die Ballade von Nessie (The Ballad of Nessie, 2011). Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit an einer Pressevorführung für den neuen Winnie Puuh Film teilzunehmen (siehe Filmkritik) und dabei ebenfalls den neuen Kurzfilm zu sehen. Als die Lichter ausgingen und die ersten Bilder auf der Filmleinwand zu sehen waren, dachte ich zuerst… Ich sei im falschen Film – ich wusste, dass ich es nicht war -, aber ich hatte mit der Vorführung des Winnie Puuh Filmes gerechnet und dann kam (vorerst) etwas anderes. Mir war bekannt, dass Disney an diesem Kurzfilm arbeite(te), da ich zuvor schon einiges darüber gelesen hatte. Aber ich habe nicht gerechnet neben dem Winnie Puuh Film auch die Gelegenheit zu haben „Die Ballade von Nessie“ zu sehen. Leider – wie es so üblich bei Kurzfilmen ist – war der Film schon zu Ende noch bevor sich meine Ünberraschung und Freude gelegt hat.

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Der Film ist quasi eine Interpretation, wie es zu der Legende von dem Ungeheuer von Loch Ness kam… allerdings sehr kindgerecht erzählt. Auf sprachlicher Ebene ist „Die Ballade von Nessie“ sehr poetisch erzählt. Man versucht mittels von Reimen und verdichteter Sprache die Geschichte zu erzählen. Größtenteils verwendet man einfache und gebräuchliche Wörter, sodass auch Kinder dem Text folgen könnten. Mir persönlich fällt es meist aber dennoch ein wenig schwer poetischen Texten zu folgen – dies ist unter anderem auch ein Grund, warum ich trotz einer technisch guten Umsetzung meistens nicht viel mit Musikvideos anfangen kann. Aber der „Ballade von Nessie“ kann man sogar allein durch die Bildsprache folgen. Es ist keine innovative Geschichte – Was ist schon innovativ / neu? Aber es ist eine schöne Geschichte mit einer grandioser Animation, prächtigen Hintergründen und sympathischen Charakteren. Nessie und ihr bester Freund Quietscheentchen MacQuack werden aus ihrem Zuhause vertrieben, denn der Grundbesitzer MacFroogle plant ein Minigolf-Gelände zu bauen.

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Dies ist die Fortsetzung vom ersten Teil der Filmkritik


Zudem führten die Regisseure den alt bekannten Buch-Erzählstil wieder ein. Es gibt einen Erzähler, der rege mit den Figuren interagiert und die Geschichte teils wie aus einem Buch vorlese. In der TV-Serie sowie in den darauffolgenden TV- sowie Direct-To-Video-Produktionen hatte man darauf verzichtet. Des Weiteren ist die Musik ein zentraler Bestandteil des Films. Ich gehöre sowieso zu den wenigen, die schon immer den Gesang in den Disney-Filmen liebten. In diesem Fall hat der Gesang nicht nur unterhaltende Wirkung, sondern unterstützt beim Erzählen der Geschichte. Es gibt nicht wirklich herausragende Songs, aber in jedem Fall sind diese sehr gut sowie passend in den Film integriert. Vieles ist beim Alten geblieben. Das Charakter-Design hat sich meines Wissens nach auch nur im geringem Maße verändert. Christopher Robin wirkt ein wenig moderner und hat nicht mehr so intensive Punktaugen.

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Eigentlich sind die Charaktere sehr stereotypisch aufgebaut und verkörpern bestimmte Grundeigenschaften:
- Ferkel ist die Furcht
- Eule verkörpert Ego
- Rabbit steht für Kontrolle
- Puuh ist die reine Unschuld
- I-Aah ist Pessimismus

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Dies ist aber keinesfalls negativ gemeint, denn dadurch weiß der Zuschauer genau, woran er ist. Es ist nicht die (Un-)Vorhersehbarkeit, was die „Winnie Puuh“-Filme ausmache, sondern die liebevolle und dennoch interessante Umsetzung. Am meisten fasziniert mich das Verhältnis zwischen Winnie Puuh und seinem besten Freund Christopher Robin. Bei der Naivität Puuhs ist es nur all zu schwer noch naiver sein zu können. Jim Cummings (engl. Stimme von Puuh) meint: „Ich denke, Puuh betrachtet die Welt durch eine honigfarbene Brille“. Christopher Robin ist der einzige Mensch im Hundertmorgenwald und den Waldtieren in Sachen Intelligenz weit überlegen, obwohl man ihn auch nicht als sonderlich klug bezeichnen würde. Trotz seiner Überlegenheit ist er niemals hochnäsig. Man hört häufig von ihm den Ausspruch „dummer alter Bär!“, aber das ist nicht böse gemeint. Christopher Robin ist ein sehr guter Freund und man sieht ihm an, dass er an keinem Ort eher wäre als dem Hundertmorgenwald.

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Teils sind im Film auch leicht gruselige Elemente vorhanden… Die Rede vom grauenvollen Monster Balzrück! Aber bevor man befürchtet, dass der „Winnie Puuh“-Film die eigenen Kinder dazu anregt, nachts zu einem ins Bett zu krabbeln, möchte ich folgendes anmerken. Als Zuschauer weiß man bereits von Anfang an, dass es sich hier nur um ein Missverständnis handelt. Es gibt anscheinend kein Monster! Und zudem beginnt die Geschichte wie man es aus den alten „Winnie Puuh“-Filmen auch kennt im realen Zimmer von Christopher Robin. Die Zuschauer sehen, dass es sich hierbei nur um Plüschtiere handelt und sich alles in der Fantasie von Christopher Robin abspielt. Später sieht man im Übrigen einige Andeutungen auf den Plüschtier-Charakter. Neben den leichten Andeutungen am Körper der Tiere, reißen auch hier und da die Nähte sowie Fäden.

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Erwähnenswert sind vor allem die wunderschönen Hintergründe und die saubere Animation. Ich mag es zwar nicht, wenn gute Animation auf Kosten der Story geht, aber dies ist hier in keinem Fall gegeben. Die Animation bringt Spass. Es ist immer lustig anzusehen, wie die Charaktere tollpatschig von einem Loch ins andere fallen. Apropos Loch… Disney hat kürzlich einen kurzen Promotion-Clip veröffentlicht, indem unsere Helden in einem tiefen Loch gefangen sind. Drei Mal darf man raten, was in dieser Szene nicht stimmt. Puuh, Rabbit, I-Aah, Känga, Ruh und Eule sind in einem Loch gefangen und können sich nicht selbst helfen!

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit Puuhs neuem Abenteuer. Es ist ein kindertauglicher Film, wobei es nicht ausschließlich ein Kinderfilm ist. Es ist eher ein Familienfilm… ein Abenteuer für die ganze Familie. „Wir versuchen, mit unseren Filmen immer die ganze Familie anzusprechen – also eine Geschichte zu erzählen, die die Kinder begeistert, die Teenager unterhält und die Eltern zum Lachen bringt“, meint John Lasseter. Leider gibt es nicht viel, was besonders heraussticht. Der Film ist bis auf den leicht schwachen Anfang konstant unterhaltsam und sehr liebevoll umgesetzt. Ich wünschen allen viel Spass beim Film; der deutsche Kinostart ist am 14. April 2011.

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Zur Umsetzung der bekannten  Charaktere „Rosalie und Trüffel“, haben sich die Produktionsfirmen TRIKK17 und WunderWerk mit der Autorin Katja Reider und der Illustratorin Jutta Bücker zusammengetan und ihren Schweinen den roten Teppich ausgerollt. Rosalie und Trüffel demnächst als Filmstars?
Dazu die Regisseurin Sandra Schießl:

Die ersten animierten Sekunden mit brand-neu gebauten Figuren sind immer etwas Besonderes. Jede Geste, jeder Blick ist auf dem Prüfstein. Aber diese Beiden haben es mir mit ihrem Charme sehr leicht gemacht, ihr Wesen zu erspüren und es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, die verliebten Rüsselnasen in Filmstars zu verwandeln.

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Vielen Dank an unser tolles Figuren- und Setbauteam, denen ist es sehr überzeugend gelungen Juttas wundervollen zweidimensionalen Umgang mit Farben und Kontrasten in unsere dreidimensionale Modellbauwelt zu übersetzen. Vielen Dank auch an die Licht-, Musik, Geräusche-, Effekte-Crew (ihr seid großartig!) und natürlich an Jutta Bücker und Katja Reider für die konstruktive Kritik!

Gemeinsam haben wir in 40 Sekunden die Geschichte der Titanic umgeschrieben… platsch! In ein paar Tagen erwartet Euch hier noch ein Making-of.

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Als langjähriger Puuh-Fan hat es mich umso mehr gefreut als die Produktion eines weiteren „Winnie Puuh“-Kinofilms angekündigt wurde. Die Walt Disney Animation Studios präsentieren hiermit den ersten Kinoauftritt von Winnie Puuh seit 1977. Damals wurden die ersten drei Kurzfilme zu einem abendfüllenden Kinofilm zusammengeschnitten. Das Regieduo Stephen Anderson und Don Hall inszenierten das neue Abenteuer, um Kindern heutiger Zeit den kleinen Bären von geringem Verstand näher zu bringen. Der Kinostart ist für den 14. April 2011 vorgesehen. Sowohl Anderson als auch Hall haben bereits seit vielen Jahren Erfahrung in dem Medium gesammelt. Stephen Anderson führte Regie bei „Triff die Robinsons“ (2007) und hat als Mitglied der Storyabteilung bei Filmen wie „Ein Königreich für ein Lama“ (2000) und „Bärenbrüder“ (2003) mitgewirkt. Don Hall arbeitet schon seit 1995 bei Walt Disney Animation Studios. Angefangen hat er als Story-Trainee und hat sich hoch gearbeitet bis er zuletzt die Storyentwicklung bei „Küss den Frosch“ (2009) leitete.

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Geboren ist Winnie Puuh 1926 als  A. A. Milne die ersten Geschichten über ihn schrieb. Doch Laufen gelernt hat Puuh erst 1966 bei den Disney Studios. Nach den wenigen produzierten Kurzfilmen startete Disney 1988 mit der Produktion einer TV-Serie. Der Erfolg der Serie führte zur Entwicklung zahlreicher Direct-To-Video- und TV-Filmen. Eine 87 Folgen umfassende Serie wie von 1988-1991 habe ich leider noch nicht vollständig gesehen. Aber die darauf folgenden Filme habe ich nur all zu gerne gesehen. Besonders hervorheben möchte ich dabei den DTV-Film „Winnie Puuh auf großer Reise“ von 1997. Winnie Puuhs neues Kinoabenteuer und der Film von 1997 basieren nämlich auf der gleichen Idee. Das Verschwinden von Christopher Robin, die Missinterpretation von Eule und die darauffolgende Suche nach dem Jungen. Die eigentliche Umsetzungen sowie die Storydetails weichen allerdings in beiden Fällen erheblich voneinander ab.

Puuh erwacht völlig ausgehungert in seinem Häuschen im Hundertmorgenwald und muss feststellen, dass ihm sein Honig ausgegangen ist. Schnell macht er sich auf die Suche nach Honig, doch wird er abgelenkt durch einen Wettbewerb bei dem es um die Suche nach einem Schwanz für I-Aah geht. Daraufhin entdeckt Puuh eine geheimnisvolle Nachricht von bzw. um Christopher Robin. Als Eule die Nachricht falsch interpretiert, steht für alle fest. Christopher Robin wurde vom grauenvollsten aller grauenvollen Monster entführt: Dem Balzrück!

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Grundsätzlich war Puuhs neues Abenteuer sehr unterhaltsam. Der Anfang lief ein wenig schleppend, da manche Gags nicht funktioniert haben und mich dacher nur müde zum Lächeln gebracht haben. Aber relativ schnell hat es sich deutlich gebessert und so manche Wortwitze haben mich zum Lachen gebracht. Die Pressevorführung bei der ich teilgenommen habe war quasi eine Kinderveranstaltung – was nicht negativ gemeint ist. Die wenigen Erwachsenen (Kritiker) haben alle ihre Kinder sowie die Nachbarskinder mitgenommen. Dabei ist mir aufgefallen, dass Winnie Puuh hier und da mit gut durchdachten Wortwitzen vor allem Erwachsene zum Lachen bringen konnte. Die Kinder hatten meist an anderen Stellen ihren Spass. Positiv möchte ich anmerken, dass der Film nicht lange drum herum erzählt, sondern geradewegs zum Thema kommt. Daher ist der Film nicht unnötig in die Länge gezogen. Es gibt zwar immer einen Anlass für die Folgehandlung, aber diese ist nur auf das Minimum – und daher genau perfekt – beschränkt.

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Verantwortlich für die grandiose Story-Umsetzung ist die Geheimwaffe vom Disney-Team: Burny Mattinson. Ein Mann, der schon mit Walt Disney höchst persönlich zusammen gearbeitet hat und somit seit mehr als 50 Jahren bei den Walt Disney Animation Studios beschäftigt ist. „Wir nennen ihn den Puuh-Guru, denn er war der spirituelle Wegweiser durch diesen Prozess“, meint Regisseur Don Hall. 1953 begann Mattinson mit nur 18 Jahren seine Karriere in der Poststelle von Disney und war bereits sechs Monate später als Phasenzeichner bei „Susi und Strolch“ (1955) beschäftigt. Zehn Jahre später lernte er den kleinen Bären von geringem Verstand kennen. Im Laufe seiner Karriere hat er an heutigen Klassikern gearbeitet wie „101 Dalmatiner“ (1961), „Das Dschungelbuch“ (1967), „Bernhard und Bianca“ (1976), „Aladdin“ (1992), „Die Schöne und das Biest“ (1991) und „Der König der Löwen“ (1994). Neben der Co-Regie für „Basil, der Große Mäusedetektiv“ (1986) führte er bislang nur Regie am Film „Micky’s schönste Weihnachtsgeschichten“ (1983), bei dem er auch für den Oscar nominiert war.

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Wenn man einen Klassiker wie Winnie Puuh wieder auf die große Leinwand bringen möchte, dann fragt man sich automatisch, wie man einen etablierten Klassiker noch verbessern kann. Denn wenn man es schon nicht besser machen kann, dann wäre das gesamte Projekt für die Katz gewesen. Als John Lasseter die Idee – den Bären einem neuen Publikum vorzustellen – präsentierte, waren alle höchst begeistert. „Wir fanden die Idee toll, wieder einmal bei diesen heiß geliebten Figuren vorbeizuschauen, mit ihnen zu spielen, ihre Welt zu entdecken und sie den heutigen Zuschauern vorzustellen“, beteuert Stephen Anderson.
Der Trick um einen Klassiker zu verbessern bestehe darin, zeitgemäße Elemente in die Geschichte einfließen zu lassen, aber dennoch die Qualitäten des Originals nicht aus den Augen zu verlieren. Man kehre zu den Wurzeln zurück. „Die Welt, die Milne erschuf, ist zeitlos, und genau das wollten wir beibehalten. Wir versuchen nicht, unseren Figuren moderne technische Geräte zu verpassen. Wir wollten das Zeitlose erhalten – doch beim Humor fanden wir eine Verjüngungskur angebracht“, meint Don Hall.

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Siehe den zweiten Teil der Filmkritik.

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Olga, Kai Pannen

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit für „Komm essen, Pfannkuchen!“ haben wir (TRIKK17) erneut mit Kai Pannen einen Film in Koproduktion realisiert: Mit Unterstützung durch die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein ist ein Film nach dem gleichnamigen Buch von Hilke Mayer und Kai Pannen entstanden. Olga ist liebenswert und meist gut gelaunt, aber manchmal wacht sie mit einem grauen Gefühl im Bauch auf, das einfach nicht verschwinden will. Was kann da helfen? Ein augenzwinkernder Film vom Umgang mit schwierigen Gefühlen – und davon, wie wichtig Freunde sind, wenn man selbst mal nicht weiter weiß.

Die Idee seine Geschichte zu verfilmen hat sich eigentlich als Konsequenz der überaus großen Beliebtheit Olgas entwickelt…

Kai Pannen: „Ich habe nie darüber nachgedacht, Olga auch als Film zu produzieren. Als Olga dann so gut ankam, bei Erwachsenen wie Kindern lag es auf der Hand, „Olga“ zu verfilmen.“

Besucht im Übrigen Kai Pannens äußerst informativen Blog – da findet Ihr auch den Trailer zu „Olga“ – und seine Website um auf dem Laufenden zu sein.

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Burny Mattinson – Disney-Veteran, dessen Karriere bis in die 60er Jahre zurück reicht, und Story Supervisor beim kommenden Disney Meisterwerk „Winnie the Pooh“ (2011) – hat kürzlich in einem Interview bekannt gegeben, dass er an einer Idee zu einem Spielfilm mit Micky in der Hauptrolle arbeitet. Allerdings hat er noch nicht offiziell grünes Licht bekommen. Seine Idee müsste er zuerst ausführlich den Disney Studios präsentieren. Erst dann könnte Micky, Donald und Goofy wieder auf der großen Leinwand zu sehen sein.

Micky war im Grunde schon immer auf der großen Leinwand zu sehen. Denn die Kurzfilme, die wir alle kennen und lieben, wurden primär fürs Kino produziert. Erst später als sich langsam das Fernsehen durchsetzte, begann die Austrahlung der alten Disney Kurzfilm im TV. Wir dürfen nicht vergessen: „It all started with a mouse“. Aber dennoch hat es Micky niemals auf die große Leinwand in Spielfilmlänge geschafft. Ich kenne leider noch nicht alle Disney Filme, aber teils in Spielfilmlänge (66 Min) gab es bereits ein Micky Maus Abenteuer. Und zwar in der Direct-To-Video Produktion „Mickeys fröhliche Weihnachten / Mickey’s Once Upon a Christmas“ aus dem Jahre 1999. Dabei stand Micky allerdings nicht im Mittelpunkt. Es waren eher drei Geschichten, die nacheinander erzählt wurden, wobei Micky nur in einem Abschnitt eine Rolle spielte.

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Wir haben es doch alle gewusst… nicht nur Spielzeuge werden lebendig, wenn wir das Zimmer verlassen… sondern auch Gartenzwerge beim Verlassen des Gartens. „Gnomeo und Julia“ ist ein animierter 3D-CGI Film von Kelly Asbury (Shrek 2 [2004], Spirit [2002]) und basiert sehr lose auf William Shakespeares Tragödie „Romeo und Julia“. Liebe versetzt Zwerge! Die beiden Gartenzwerge Gnomeo und Julia lieben sich, doch gehören beide verfeindeten und zudem benachbarten Familien an. Es entfacht ein Krieg im Garten um den Garten, aber ob Gnomeos und Julias Liebe genauso weit geht wie in Shakespeares Vorlage, das wird man heute sehen können. Deutscher Kinostart ist heute am 24.03.2011.

Wie viele animierte Filme großer Studios kann „Gnomeo und Julia“ trotz der mehr oder weniger seriösen Vorlage nicht komplett auf einen Comedy-Anteil verzichten. Das sehen wir schon im Trailer. Leider konnte der Film laut Rotten Tomatoes bisher eher mäßige bis schlechte Kritiken ernten – sowohl beim Publikum als auch bei Filmkritikern. Ich hoffe dennoch, dass es sich lohnt.

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cars2-poster Der britische Drehbuchautor Jake Mandeville-Anthony reicht Klage gegen Disney/Pixar wegen Copyright-Verletzung ein. Mandeville-Anthony behauptet, die Idee von Pixars „Cars“ sei gestohlen und verlangt, dass die kommende Fortsetzung nicht veröffentlicht werde. Angeblich habe er Anfang der 1990-er Projektvorschläge an mehrere Produktionsfirmen – darunter auch Disney – mit einer ähnlichen Thematik geschickt. Sein Projektvorschlag mit dem Titel „Cars“ umfasste ein Beispiel-Drehbuch, ein Treatment, 46 Beschreibungen zu animierten Auto-Charakteren, 10 Auto-Charakter-Sketches und ein Marketing- sowie Merchandising-Plan. Zudem habe er sich 1993 mit dem damaligen Geschäftsführer von Lucas Digital (Geschäftszweig von Lucasfilm Ltd) getroffen, der seit 2005 General Manager bei Pixar ist. Dabei habe Mandeville-Anthony dem damaligen ‘Lucas Digital’-Geschäftsführer Kopien seines Projektvorschlags überreicht. Des Weiteren weist Pixars „Cars“ viele Ähnlichkeiten zu Mandeville-Anthonys Projektvorschlag auf.

Dies ist nicht die erste Klage gegen Disney/Pixar. Schon 2001 – zu „Die Monster AG“-Zeiten – wurde Pixar in einem ähnlichen Fall der Copyright-Verletzung beschuldigt. Der Regisseur Pete Docter musste sich dabei sprichwörtlich kurz vor der Premiere deswegen rechtfertigen und seine Integrität sowie die von Pixar verteidigen. Pixars Kurzfilm „Der Vogelschreck“ (For the Birds) hat ebenfalls viele Parallelen zu dem Kurzfilm „Small Fry“ von einem CalArts-Studenten aus dem Jahr 1993. Doch einen Rechtsstreit gab es wegen einem Kurzfilm nicht.
Andere Studios wie DreamWorks Animation haben ebenfalls mit ähnlichen Anschuldigungen zu kämpfen. Siehe den aktuellen Rechtsstreit um „Kung Fu Panda“ (hier)!

Ich weiß nicht, ob tatsächlich etwas an den Anschuldigungen gegen Disney/Pixar dran ist. Aber jedes Mal, wenn ein Studio Erfolg hat, tauchen wie aus dem Nichts Leute mit derartigen Geschichten auf. Es ist einfach so… Viele Geschichten wurden bereits erzählt. Ob im Medium Film, Literatur, Hörspiel etc. Ich möchte nicht behaupten, dass es bereits alles irgendwie/irgendwo gab. Aber Fakt ist, dass es bereits vieles gab und viele bereits bekannte Geschichten werden heutzutage neu aufgearbeitet und interpretiert. Die Idee zu „Cars“ ist auch nicht sonderlich innovativ. Sprechende Autos, die Rennen fahren! Das gab es schon.

Was meint Ihr, sind die Anschuldigungen berechtigt?

Quellen: THR – 1, THR – 2, Pixar Blog, Cartoonbrew

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Anton aus Absurdistan

„Anton aus Absurdistan“ ist ein Kurzfilm, den wir für die kleinen Zuschauer von der Kinderserie „Siebenstein“ produziert haben . Die Geschichte basiert auf einem absurden Kinderbuch von Michael Schulden und Christine Brand und handelt von dem Jungen Anton, der von seiner Mutter zum Bäcker geschickt wird, um Brötchen zu holen. Doch die Welt hat sich anscheinend gegen ihn verschworen. Überall wo Anton drauftritt oder sich gegen lehnt… alles bleibt an ihm hängen. Zum Schluss muss die liebe Mama selbst die Welt gerade biegen.

Auf optischer und inhaltlicher Ebene sind wir unserer Vorlage möglichst treu geblieben und hatten sehr viel Spass bei der Produktion. „Anton aus Absurdistan“ wird morgen (20. März 2011) im KI.KA bei Siebenstein ab 8:55 Uhr zu sehen sein. Gerne würden wir auch eure Kommentare dazu lesen.

Seht euch unter anderem auch das Buch an, das sowohl für die Kleinen als auch die Großen geeignet ist (siehe Amazon).

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Peter Lord (Regisseur: Chicken Run – Hennen rennen, Produzent vieler „Wallace & Gromit“-Filme) arbeitet seit einiger Zeit an einem neuen Stop Motion Film. „The Pirates!“ basiert auf eine Buchserie von Gideon Defoe und erzählt von einer Bande hoffnungsloser und unorthodoxer Piraten. Der Release ist für 2012 geplant.

Zurzeit ist es noch nicht offiziell, aber David Tenant (Barty Crouch jr. – „Harry Potter und der Feuerkelch“) soll als Synchronsprecher mindestens eine Stimme liefern. Kürzlich wurden viele Produktionsfotos und Konzeptbilder veröffentlicht. Die farbigen Sketches sind allerdings nicht von Peter Lord, sondern von einem Mitarbeiter. Auf ‘Bleeding Cool‘ könnt Ihr wesentlich mehr hochauflösende Bilder sehen.

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mars-needs-moms-poster Schon im März 2010 wurde angekündigt, dass Robert Zemeckis Produktionsfirma „ImageMovers Digital“ – Disneys Motion Capture Abteilung – im kommenden Januar die Pforten schließen wird. Direkt nach der Produktion von „Milo und Mars / Mars Needs Moms“! ImageMovers passt laut Disney nicht in deren Geschäftsmodell. Allein „Disneys Eine Weihnachtsgeschichte“ (2009) musste viel Kritik einstecken, obwohl es durchaus ein finanzieller Erfolg war. Die Folgen dieser Kritik muss „Milo und Mars“ nun spüren. Manchmal ist ein Flop einfach nur ein Flop. Aber wenn die Produktion eines Filmes $175 Millionen gekostet hat und im ersten Wochenende nur $6,9 Millionen einspielt, dann ist es eher ein Zeichen.

Regie hat zwar Robert Zemeckis nicht geführt, aber er durfte in letzter Zeit viel Kritik einstecken. Zemeckis hat schon vor langer Zeit mit Live-Action-Filme wie „Zurück in die Zukunft“, „Forrest Gump“ und „Cast Away – Verschollen“ bewiesen, dass er zu den Besten gehört. Aber aufgrund seines Motion-Capture-Trips („Der Polarexpress“, „Die Legende von Beowulf“, „Disneys Eine Weihnachtsgeschichte“) wird ihm immer mehr nachgesagt, dass er zu sehr in eine Richtung treibt und dabei die Story vernachlässigt.

„Milo und Mars“ kann zum Ende von Zemeckis Motion-Capture-Filmemacherei führen, die immer unbelieber beim Publikum wird. Anders als die digitale Animation von Pixar benötigt Zemeckis  Technik echte Schauspieler, die mit Sensoren ausgestattete Uniforme tragen und die nötigen Bewegungen ausführen. Diese Bewegungen werden aufgenommen und digitalisiert auf den Computer übertragen, sodass diese digitalen Modelle zur Produktion von Filmen verwendet werden können. - NY Times

Motion Capture im Allgemeinem hat es mittlerweile doch sehr schwer und wird immer wieder kritisiert. Mit Motion Capture ist ein Verfahren gemeint mit dem sich reale Bewegungen des Menschen in ein vom Computer lesbares Format umwandeln lässt. Das Problem hierbei ist der „Uncanny Valley“: Sobald auf optischer Ebene ein gewisser Realitätsgrad bei der Bewegung überschritten wird, wirkt die Animation sehr befremdlich und unglaubwürdig. Pixar Filme versuchen nicht realistisch zu sein, nutzen kein Motion Capture und haben daher auch nicht mit diesem Problem zu kämpfen. Zemeckis dagegen schon!

Ich sehe es eigentlich relativ offen. Motion Capture ist nicht grundsätzlich gruselig. Es ist eher eine technische Hürde, die überwunden werden muss. Genauso wie zurzeit einige Studios mit „3D/Stereoskopie“ scheitern, genauso werden auch andere Studios an Motion Capture scheitern. Es ist eher ein Lernprozess, der sich über die Zeit verbessert. Die meisten meiner Freunde und Bekannten wissen auch nicht, dass „Der Polarexpress“ ebenfalls mittels Motion Capture produziert wurde und niemand hat sich über die Animation beschwert. Motion Capture hat Potential, aber es ist kein Ersatz für  traditionell gezeichnete Animation oder CGI oder Stop Motion – eher eine Alternative. Was meint Ihr?

Quellen: NY TimesBox Office MojoAnimationsfilme.ch

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Tomm Moore, der letzter Jahr große Bekanntheit durch seine Oscar Nominierung für seinen Film „Brendan und das Geheimnis von Kells“ (siehe kurzen Academy Award Clip) erlangte, arbeitet an einem neuen Animationsfilm.

„Song of the Sea“

Zurzeit arbeitet Moore noch am Storyboard. Die Geschichte erzählt von zwei Kindern, dessen Mutter spurlos verschwunden ist. Daraufhin werden Ben und Saoirse zu ihrer Großmutter in die Stadt geschickt. Doch schon bald schaffen es beide Kinder zurück nach Hause – ans Meer. Deren Reise entwickelt sich zu einem Rennen gegen die Zeit in einer Welt, die Ben nur aus den Volksmärchen seiner Mutter kennt. Schnell wird klar, dass Saoirse der Schlüssel zu deren Überleben ist.

Quellen: Cartoon Saloon, Variety

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