Archive für Kurzfilm

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“French Roast” ist ein Oscar-nominierter Kurzfilm von Fabrice O. Joubert. Der Film ist fast komplett aus einer Perspektive erzählt – als wenn man in einem Restaurant eine Kamera aufgestellt und laufen gelassen hätte.

 

Ein gut angezogener Mann bestellt nur einen Kaffee (oder einen Tee) und bleibt den ganzen Tag im Restaurant. Dabei geschehen so allerhand Dinge: ein Obdachloser verlangt nach Kleingeld, er wird mit einem Verbrecher verwechselt, er verlegt seine Geldbörse und dann passiert sogar noch etwas Gutes. Besucht die offizielle Website und lest das Interview mit Fabrice im Character Design Blog.

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Am Freitag, den 27.05.2011 haben wir unser 10-jähriges Bestehen gebührend gefeiert. Wir trotzten dem Wetter und hatten mit ca. 150 Gästen eine Menge Spass.

Es ging gemütlich los, mit Kaffee und Kuchen um die Mittagszeit. Um 17:17 wurde mit Sekt auf die nächsten 10 Jahre angestossen. Ab 19:00 wurde gegrillt und die Bar war eröffnet. Mit Cocktails, Bier, Brause, Würstchen und Musik wurde bis spät in die Nacht gefeiert. Im Hof gab es den ganzen Tag auf riesigen LED-Wänden unsere Filme der letzten 10 Jahre zu sehen. Nicht zu vergessen den neuesten unserer Filme. Nämlich den eigens für unser Jubiläum gedrehten 2-Minüter, den ich Euch nicht vorenthalten möchte.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich bei unseren Nachbarn Outdoor Cine bedanken, mit denen wir diese Feier zusammen organisiert und gefeiert haben. Sie haben mit ihrem unerschöpflichen und beeindruckenden Aufgebot an Projektoren, Leinwänden und der Partylocation in ihrer Halle im Erdgeschoss und vielem mehr diese Party Veranstaltung erst zu der gemacht, die es war. Danke Dirk und Deinem Team für den grossartigen Einsatz.

Vielen Dank auch an unsere Helfer, Isi, der legendäre TV-Koch vom offenen Kanal, der den Grillmeister gegeben hat und auch an Paul für seinen Einsatz als Grillassistent und Kellner.

Die letzten Worte möchte ich an alle Gäste richten, ohne die natürlich keine Party möglich wäre und die uns von über 500 Würstchen befreit haben. Vielen Dank an alle die kommen konnten, an uns gedacht haben, uns beglückwünschten, beschenkten und an uns glauben.

Wir werden uns Mühe geben, die Animationswelt auch in den nächsten 10 Jhren mit schönen Filmen zu bereichern.

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“Mukougaoka Chisato Was Only Gazing” ist ein animiertes Musikvideo von dem Japaner Wataru Uekusa. Aufgrund meiner Japanisch-Kenntnisse, die nicht vorhanden sind, kann ich absolut nichts zum Hintergrund des Kurzfilmes sagen.

 

Ich weiß nicht, was ich von dem Film halten soll, denn ich habe es bislang noch nicht kapiert. Nachdem ich den Film über das letzte Jahr gerechnet rund zehn Mal gesehen habe, kann ich auch nicht viel zum Inhalt sagen. Man sieht ein laufendes und hüpfendes Schulmädchen; es passieren zahlreiche ungewöhnliche Dinge in einer skurrilen Welt und es gibt weitere Geschehnisse, die sich meines Verständnisses entziehen. Bislang hatte ich aber immer Spass an dieser kleinen Perle.

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KurzSchluss Wettbewerb

KurzSchluss – Das Magazin” ist eine Sendung im ARTE, das regelmäßig die neuesten Kurzfilme aus aller Welt zeigt: Drehberichte, Interviews, Festivals, Tipps etc.
Dieses Jahr veranstaltet das Filmmagazin einen Wettbewerb für Animationsfilme. Eingeladen waren Studenten europäischer Filmhochschulen, Kunst- oder Designakademien ihre Filme einzureichen. Qualifiziert haben sich 140 animierte Kurzfilme aus 10 Ländern, die man sich alle auf der zugehörigen Website ansehen kann. Es gibt sowohl eine Jurywertung als auch eine Zuschauerwertung, die beide komplett unabhängig voneinander sind. Ihr könnt bis einschließlich 31.05 abstimmen. Anmerken möchte ich noch, dass man hierbei Filme in einer Wertungsskala von 1-10 Punkten bewerten kann. Wenn Euch ein Film überhaupt nicht gefällt und Ihr diesen nicht unterstützen wollt, so braucht Ihr keine Wertung abzugeben, was mit “0 Punkten” gleichzusetzen wäre.

Gleich zwei Kurzfilme der animation-school-hamburg haben sich dazu qualifiziert:

dystopia-daniel-leyva-esteban-fernandez-dieter-schindler-2011 • Zum einem “Dystopia” von Daniel Leyva, Esteban Fernàndez und Dieter Schindler! Ein Film, der mich schon vor einem Monat beeindruckt hat und dies immer noch tut. Zurzeit herrscht ein Kopf an Kopf Rennen um den ersten Platz mit einem anderen Kurzfilm. Seht Euch beide Filme an und beachtet meine Anmerkung weiter oben. Wenn Euch ein Film überhaupt nicht zusagt, so braucht ich diesen nicht einmal zu bewerten.

burnout-animation-school-hamburg-arte • Zum anderen “Burnout“ von Marika Hasse und Bianca Meier! Ebenfalls ein wundervoll-witziger Film. Dieser Film ist momentan auch weiter oben im Publikums-Ranking, verdient aber wesentlich mehr Stimmen.

 

Zudem ist noch ein Film unserer ehemaligen Praktikantin Anna Nuic zu finden. “Freigut“, ein sehr interessanter und zum Nachdenken anregender Film – komplett in Schwarz/Weiß.

Folgende Filme sind ebenfalls sehenswert, werden aber voraussichtlich bis zum Ende des Publikum-Votings nicht mehr genug Stimmen zusammen bekommen, um gewinnen zu können. Vielleicht hat einer dieser Filme beim Jury-Voting noch eine Chance.

• Laufzeit (Florian Tscharf, David Seidewitz): Zwei Männer/Roboter merken, dass ihr Laufen bzw ihre Position voneinander abhängen.
• Me and my monster (Claudia Röthlin): Total unterbewertet, aber nach “Dystopia” meine Nummer 2. Der Titel sagt schon alles aus.
• La Messicole (Hannes Stummvoll): Eine simple Geschichte – ein rothaariges Mädchen verfolgt ein Rotfuchs-artiges Wesen.
• Memento vitae (Olga Bulgakova): Traurig, wie viele Leben haben Katzen?
• Animal Kingdom (Nils Hedinger): Ein Fuchs versucht seinen Instinkten zu folgen und sich weniger wie ein “Mensch” zu verhalten. Sehr Genial!
• Hinterland (Jost Althoff): Ein technisch gesehen wundervoller Hybrid-Film – Stop Motion und Zeichentrick!
• Little Eden (Christen Nino): Ein Mann beschützt seinen Garten vor einem Raben.
• Kurzschluss (Miriam Frank, Georg Utz): Ein Roboter verliebt sich in einen Getränkeautomat.

Was haltet Ihr von diesen Filmen? Welcher gefällt Euch am besten und welche nicht-genannten Filme sollte man noch erwähnen?

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“Enter the Sandbox” ist ein witziger CGI-Kurzfilm von Kevin R. Adams. Die Geschichte handelt von zwei kleinen Jungen, die sich im Sandkasten an die Gurgel gehen. Schnell entpuppt sich, dass sich hinter dem kindlichen Äußeren in Wahrheit zwei Großmeister des Kung Fu befinden und es beginnt ein epischer Kampf um Leben und Tod. Und das alles wegen einen Spielzeug-Truck!

Kevin Adams ist nicht ganz unbekannt in der Branche. Er hat als Layout Artist bei vielen Disney Produktionen wie “Hercules”, “Fantasia 2000″, “Ein Königreich für ein Lama 1 + 2″ etc. gearbeitet. “Enter the Sandbox” hat er 2009 bei Starz Animation (heute bekannt als Arc Productions) produziert und wirkte auch als Art Director bei dem animierten Kinofilm “9″ (2009) mit.

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Vor einigen Tagen lief im 3sat eine höchst informative Sendung zum 18. Internationalen Trickfilm-Festival 2011 in Stuttgart und speziell auf den dort stattfindenden Wettbewerb „48h Animation Jam“. Die Sendung kann man sich hier komplett ansehen. Die Themen sind wie folgt:

20 Jahre Filmakademie Ludwigsburg
• FMX Trickfilmfestival
• Spieletipp: L.A. Noire
• Gamecast TV
• Der Matrix Fanfilm

Das Ziel beim Wettbewerb „48h Animation Jam“ ist die Produktion eines animierten Kurzfilmes mit dem ITFS-Maskottchen Trixi als Charakter und das alles innerhalb von 48 Stunden. Dies waren die diesjährigen Teilnehmer:

• Team Nr. 1 – Großbritannien (Constantinos Mavromichalis, Dane Winn)
• Team Nr. 2 – Singapur (Yan Yun Chen, Sara Chong)
• Team Nr. 3 – Georgien (Dato Kiknavelidze, Sofiko Kiknavelidze)
• Team Nr. 4 – Ägypten (Achmed Adel, Mohamed Sabry, El Sayed Ali)
• Team Nr. 5 – Polen (Daniel Mikolaj Klos, Arkadiusz Jan Zub)

Alle Filme könnt Ihr Euch in der 3sat Mediatheck ansehen und zwar sind diese in diesem Artikel in der rechten Seitenleiste auffindbar. Herzlichen Glückwunsch an Team Großbritannien, das mit dem Film “Layered” dieses Jahr gewonnen hat. Viel Spass beim Film:

Quelle: 3satAnimationsinstitut

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“Paraphernalia” ist ein Kurzfilm von der CalArts-Studentin Sabrina Cotugno, die den Film größtenteils im Rahmen eines Auslandssemesters an der Goblins School of the Image produziert hat. Ihr Blog ist einen Besuch wert, denn dort hat sie ihre Arbeit teils protokolliert. Auf optischer Ebene wirkt der Film durch seinen farblichen Blaustich beruhigend und aufgrund der ungewöhnlichen – aber simplen – Darstellung ansatzweise mysteriös und wunderschön. Sabrina erzählt in ihrem dritten Jahr am CalArts eine Geschichte von einer einsamen und ängstlichen Frau, die eines Tages in ihrer Behausung von einem jungen Mann heimgesucht wird. Die Decke bricht zusammen und auf einmal liegt ein Mann im Zimmer. Wird die Frau diese Gelegenheit nutzen, um mehr aus ihrem Leben zu machen?

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Wer am Sonntag in der Frühe noch nicht anderes vor hat, dem sei folgendes Ereignis empfohlen. Der Esel ist das Thema der nächsten Sendung von Löwenzahn. Mit zwei kleinen Trailern trägt TRIKK17 zur Sendung bei. Einen davon, die „Geschichte der Esel” habe ich gestaltet und animiert. Regie hatte Sandra Schießl.

Der Sendetermin: Am 8.5. um 8.35 Uhr in ZDF tivi (Kinderkanal)


Gastbeitrag von Trickfilmer und Buchillustrator Kai Pannen: Website | Blog

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animation-school-hamburg-cover-2011 Vergangenen Donnerstag (28.04 2011) wurden in Hamburg die Abschlussfilme der animation-school-hamburg vorgeführt. Es war ein besonderer Abend für mich mit vielen tollen Filmen, vor allem da ich zum ersten Mal bei einer Veranstaltung wie dieser dabei sein konnte. Die animation-school-hamburg bietet schon seit über einem Jahrzehnt Kurse im Bereich Animation an und feierte dieses Jahr sogar den 200sten Absolventen. Wenn man sich auf der Website die Liste der Lehrenden/Dozenten ansieht, so findet man viele bekannte Namen, die an großartigen Filmen bei renommierten Studios gearbeitet haben. Mir ist es ziemlich unangenehm stellvertretend einen Namen zu nennen. Denn wenn ich nur einen Namen nenne, so müsste ich auch alle anderen erwähnen und der Beitrag würde zu lang werden (sowas nehme ich mir für die Zukunft vor). Auch den Absolventen der animation-school-hamburg stehen alle Wege offen. Einer davon war sogar bei der diesjährigen Oscar-Verleihung nominiert.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass an der animation-school-hamburg noch 3D-Plätze (CGI: Modeling, Rigging, Animation etc.) frei sind. Für die Plätze kann man sich laufend bewerben und die Berufsaussichten sehen nach einer derartigen Ausbildung gut aus. 3D-CGI wird nicht nur in der Filmbranche benötigt, sondern man kann sich genauso bei (Video-)Spieleentwickler bewerben. Mehr Informationen findet Ihr auf der Website der animation-school-hamburg.

Einige Teilnehmer der Kurse arbeiten manchmal auch parallel an mehreren Filmen mit. So auch Daniel Leyva, der aufgrund seines Einsatzes bei mehreren Filmen zum 200. Absolventen gekürt wurde. Rino Pelli (Vimeo, Behance) ist zwar kein diesjähriger Absolvent. Seinen Abschluss erwarb er 2008. Aber seit dem hilft er in der animation-school immer wieder aus – meistens im Bereich Compositing. Ich hatte schon einmal über ihn berichtet im Zusammenhang mit dem Schnitzeljagd-Interview (Teil 1, Teil 2). In den nächsten Tagen und Wochen sollen die meisten der Abschlussfilme online veröffentlicht werden. Vorneweg daher nur ein kleiner Überblick zu den diesjährigen Filmen:

1. Film: „Burnout“ (Marika Hasse, Bianca Meier):
Ein Schneemann hat immer ein kurzes Leben. Manchmal nur wenig Tage, ab und zu mehrere Wochen, selten aber paar Monate! Doch was, wenn das Leben eines Schneemannes von einem Kind mit einem Feuerzeug verkürzt wird. Eine Lektion hat man dem Kind wohl nicht beigebracht. Spiel nicht mit dem Feuer.

2. Film: „Thilo und seine Freunde“ (Julia Brinkmann):
Thilo ist ein Seehund… und bewegt sich kein Stück. Er liegt am Uferrand eines Sees und starrt ins nichts. Seine Freunde versuchen ihn zu animieren… ob sie Erfolg haben, sieht man im Film. Diesen Film zeichnet insbesondere die Erzählweise aus. Auch wenn sich der Hauptcharakter kein Stück bewegt, schafft Julia Brinkmann trotzdem eine Geschichte zu erzählen.

3. Film: „Eine kleine Nachtmusik“ (Trailer für den Comic von Carolin Reich)
Ja… es ist ein Comic. Auf der animation-school hat man viel Freiraum und man wird darauf trainiert selbstständig eigene Projekte zu verwirklichen. Carolin Reich wollte unbedingt einen Comic zeichnen und hat ihr Projekt erfolgreich abgeschlossen. Ihr Comic wird demnächst bei einem Verlag veröffentlicht. Da es ein Trailer – insbesondere ein Trailer zu einem Comic – ist, kann man diesen nicht wirklich mit den anderen Kurzfilmen vergleichen. Auf jeden Fall schafft es der Trailer Interesse zu wecken.

4. Film: „Audrey’s Journey“ (Sarah Slabiak)
Dieser Film ist mir persönlich besonders positiv in Erinnerung geblieben. Nur fällt es mir jetzt schwer den Inhalt in Worte zu fassen. Das Artwork ist wundervoll und vielleicht sagt der Titel schon einiges über den Inhalt aus. Es geht um die Reise von Audrey. junge-beinen-asbest-max-lang


5. Film: „Der Junge mit den Beinen aus Asbest“ (2004; Max Lang, Michael Behrens)
Dies ist kein diesjähriger Abschlussfilm, sondern ein Film von dem diesjährigen Oscar-nominierten Max Lang und auch Michael Behrens. Ohne viele Worte zu verlieren… Es ist ein witziger und kontroverser Film über einen Jungen mit Beinen aus Asbest.

6. Film: „Dystopia“ / „Dystopolis“ (Daniel Leyva, Esteban Fernàndez, Dieter Schindler)
Dies ist – wie „Audrey’s Journey“ – ein Film, den man sich ein zweites Mal ansehen muss, um diesen zu verstehen. Wenn ich meine Eindrücke zusammenfassen darf. Es spielt in einer grauen, passiven, teilnahmslosen Welt. In dieser Welt fliegt eines Tages ein kleines, mysteriöses Wesen umher und verbreitet Leben und Farbe. Ich glaube, einige wichtige Aspekte und Inhalte des Filmes übersehe ich jetzt. Ich muss den Film mindestens ein zweites Mal ansehen. Denn die Atmosphäre im Film war grandios und man konnte so richtig in die Welt eintauchen.


Gerne würde mich auch Eure Meinung zu den Filmen interessieren…

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Teil 2 des Interviews mit den „Schnitzeljagd“-Machern Katrin Schnier, Rino Pelli (Vimeo, Behance) und Sonja Heinrich (Website) (siehe auch Teil 1).


Wie hat euch die Zusammenarbeit mit TRIKK17 gefallen?

Sonja: Es hat die ganze Zeit viel Spaß gemacht. Es herrschte eine sehr lockere und entspannte Atmosphäre. Wir hatten eine sehr intensive Zeit, in der wir unglaublich viel gelernt haben und das in allen Bereichen. So konnten wir in nur drei Monaten einiges über Puppen-, Setbau und Stop-Motion im Allgemeinen lernen. Wir konnten auch bei anderen Projekten beobachten, wie diese langsam wuchsen und professionellen Animatoren bei der Arbeit zusehen.

Rino: Sehr, sehr gut. Wir hatten eine ganze Ecke vom Studio für unser Set während der ganzen Drehzeit zur Verfügung und hatten all den Platz, das Equipment und vor allem die Hilfe und Unterstützung, die wir brauchten. Gefehlt hat es in der ganzen Zeit an nichts und die Atmosphäre war immer so freundlich sowie familiär, dass man sich von Anfang an gleich wohl gefühlt hat.
Die Einarbeitungszeit hat mir auch immensen Spass gemacht. So richtig Unterricht war es ja nicht, mehr ‘Learning by Doing’. Am Besten gefallen hat mir die Zeit, in der uns Martin Molke beigebracht hat, wie man die Puppen baut. Das war großartig! Und der Moment, in dem wir die Lichter angeknipst haben und das erste Mal unser beleuchtetes Set durch die Kamera sehen konnten. Das war der Augenblick, wo bei mir alle Sorgen um die optische Wirkung verflogen. Es ist unglaublich, wie viel das richtige Licht ausmachen kann.

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Katrin: Die Zusammenarbeit mit TRIKK17 war grandios. Alle haben uns, wo sie nur konnten, mit Rat und Tat zur Seite gestanden und dank Martin haben wir auch geniale Puppen erschaffen, die eine Menge ausgehalten haben und sehr flexibel in der Handhabung waren.


Habt Ihr – als Absolventen der Animation-School-Hamburg – Ratschläge oder Tipps für eure Nachfolger oder andere Studenten ähnlichem Fachgebietes.

Katrin: Als Rat kann ich allen nur mitgeben, dass wenn man einmal die Möglichkeit haben sollte einen Film im Bereich Puppentrick zu machen – und auch noch bei TRIKK17 -, dass man diese Gelegenheit so gut es geht wahrnehmen sollte. Niemand kann einen Film ganz allein auf die Beine stellen. Man sollte Hilfe von anderen annehmen und akzeptieren, da man selbst nicht alle Bereiche einer Produktion abdecken kann.

Rino: Für Stop-Motion sollte man mit Straight-Ahead-Animation gut klarkommen, weil Pose-to-Pose da einfach nicht möglich ist. Das ist also definitiv von Vorteil. Ansonsten lassen sich die ganzen Techniken, die man bei 2D- und 3D-Animation lernt auch bei Stop-Motion hervorragend einsetzen – Stretch & Squash, Overlaps, Overshoot etc.
Wer weiß, wie man ein Bild licht-technisch interessant in Szene setzt, wird das auch gut anwenden können. Im Vergleich zur Animation am Computer oder auf Papier hat mich bei Stop-Motion immer das Haptische fasziniert, dass man mit echtem Licht arbeitet und tatsächlich etwas ‘Richtiges’ in den Händen hält. Von dieser Erfahrung werden dann im Gegenzug auch Zeichnungen und 3D-Renderings profitieren.

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Sonja: Ich würde das Stop-Motion-Projekt bei TRIKK17 jedem Absolventen der Animaton-School-Hamburg weiterempfehlen. Wir waren froh, dass wir auf Sandra Schießl gehört haben und unsere viel zu umfangreichen Ideen verworfen haben. Aber wenn man eine gute kurze Idee hat, ist es durchaus möglich mit ein wenig Arbeit in drei Monaten einen schönen Kurzfilm entstehen zu lassen.

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Basierend auf dem Buch von Dorothy Palanza und Ute Krause gibt dieser Osterfilm für die „Sendung mit der Maus“ eine ganz besondere Antwort auf die Frage: Woher kommen die Ostereier?

Alle Hühner in der Hühnerschule legen schöne weiße Eier. Nur Helmas sind bunt – rot, blau und gelb. Mit diesen Eiern kommt sie nicht in die nächste Klasse! Im Schuppen entdeckt sie einen Farbtopf mit weißer Farbe und malt ein knallrotes Ei weiß an, um es der Lehrerin zeigen zu können. Damit niemand von ihren anderen Eiern erfährt, verkleidet sie sich in der Nacht vor Ostern als Hase und versteckt die Eier im Hof. Und am nächsten Morgen – da suchen alle Tiere begeistert Ostereier!

Am Ostersonntag, 24.04.2011 wird der Beitrag „Helma legt los“ in der „Sendung mit der Maus“ ausgestrahlt. In der ARD wird die Maus um 9:35 Uhr gesendet, im Kinderkanal um 11:30 Uhr. Einen kurzen Clip könnte Ihr übrigens hier sehen.

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Vor einigen Tage habe ich den Kurzfilm „Schnitzeljagd“ präsentiert, der in unserem Studio produziert wurde. Heute könnt Ihr hier wertvolle Hintergrundinformationen und Tipps direkt aus erster Hand ergattern. Die Macher Katrin Schnier, Rino Pelli (Vimeo, Behance) und Sonja Heinrich (Website) standen mir für ein kleines Interview zur Verfügung.


Wie seid Ihr auf die Idee zu diesem Kurzfilm gekommen?

Rino: Erst wollten wir eine Art unkonventionellen Märchenfilm mit Twist machen. Dafür hätten wir dann allerdings eine ganze Reihe an Sets und Figuren gebraucht. Sandra hat sich dann an den Kopf gefasst: „’nen Drachen wollen die da auch noch drin haben!“. Das wäre in der kurzen Zeit einfach nicht umzusetzen gewesen. Also haben wir das verworfen und uns vorgenommen, etwas simpleres zu machen.

Katrin: Ich hatte am Abend zuvor mit einer Freundin telefoniert und ihr davon erzählt. Die Idee der Pointe kam von ihr. Als wir dann alle zusammen saßen, hat uns diese Geschichte am besten gefallen.

Rino: Viele der ersten visuellen Ideen sind dann auch tatsächlich im Film gelandet. Als wir dann mit den Storyboards angefangen haben war schon klar, dass der Film am Anfang eher düster und unheilvoll daherkommen sollte, um das mit der Pointe dann ganz rumzureißen.


Mit welchen Problemen hattet Ihr bei der Produktion zu kämpfen?

Rino: Ein großes Problem war, dass sich Dinge im Bild bewegten, die sich gar nicht bewegen sollten! Wir hatten in unserem Wald-Set haufenweise kleine Schaumstoffstückchen, Kunststoffblätter und Ähnliches auf dem Boden verteilt, um einen glaubwürdigen Waldboden zu bekommen. Beim Animieren der Figuren kommt man da halt immer mal wieder gegen, egal wie vorsichtig man ist. In der fertigen Animation sieht es dann aus als würde ein Wirbelwind durch die Szene fegen. Wir hatten schon die ganzen Schnipsel vorbeugend einzeln auf dem Set festgeklebt, aber einige Stellen mussten wir dann trotzdem in der Postproduktion wegmaskieren.

Sonja: Es war ein sehr straffer Zeitplan mit drei Monaten für die komplette Produktion. Wir hatten nachdem wir einen Monat mit der Ideenfindung verbracht haben, nur noch einen Monat Zeit um alle Figuren und Kulissen anzufertigen. Danach noch einen knappen und stressigen Monat um alles zu Drehen und für die Postproduktion. Zu kämpfen hatten wir unter anderem mit Sören, der uns an einem Tag gegen unser Set stieß. Mitten im Dreh rutschte das Blätterdach nach unten und die Bäume wackelten – wir mussten mit einer sehr aufwändigen Szene noch einmal beginnen.

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Rino: Und ursprünglich hatten wir zum Schluss das Reh auch noch lachend rauslaufen lassen. Bruno Bachem hat das Lachen vom Wolf aber so genial getroffen, dass alles, was wir danach für das Reh haben sprechen lassen, dagegen überhaupt nicht wirkte. Statt den Schlussgag noch zu verstärken, hat es ihn nur unterboten.
Am besten wirke es, als wir die letzten paar Sekunden einfach mal testweise abgezwackt hatten und so blieb es dann. Auch wenn das bedeutete, dass eine schwierige und auch recht gelungene Animation der Schere zum Opfer fiel.

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