Archive für Making-of

 

 

Ich war 22, als ich zwecks meiner Aufnahme an der Animation School Hamburg in die Hansestadt zog. Aus dem im Vergleich zu Hamburg beschaulich kleinen Bielefeld, welches nicht gerade eine Hochburg der Animation darstellt, war ich zwar Trickfilm begeistert, hatte aber keine Ahnung von den Aufgaben, die einen in einem Animationsfilm erwarten.

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In 2007 betrug der Zeitraum eines Jahrgangs noch 14 Monate und nach sieben Monaten der Einführung in die verschiedenen Departments eines Animationsfilmes, war es an uns einen eigenen kleinen Film zu erstellen. Wir waren 16 Teilnehmer und teilten uns in eine vierköpfige  und zwei sechsköpfige Gruppen auf. Ich war in einer der größeren Gruppen. Nach zwei fehlgeschlagenen Storys unsererseits wurde es ein bisschen knapp. Die übrigen sechs Monate waren wenig Zeit um einen Trickfilm zu verwirklichen. Doch nach einem weiteren Meeting und Brainstorming in der Gruppe stand unsere Geschichte um einen alten bibliophilen Herren mit Ungezieferproblemen.

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Ich war in unserer Projektphase vor allem mit dem Design und der Animation der tierischen Protagonisten beschäftigt. Da wir eine relativ große Gruppe waren und jeder sein eigenes Gebiet hatte, auf dem er gut war oder für das er sich interessierte, hatten wir viele Bereiche wie Storyboard, Layout, Animation und auch Compositing schon abgedeckt.

Während ich mich versuchte in die Animation einzuarbeiten, war unser Background-Department – bestehend aus der Hälfte unserer Gruppe – drei Monate mit dem Aquarellieren und Zeichnen der Hintergründe beschäftigt. Wir hatten viel Spaß. Vor allem die  Zeichenabende am Anfang der Produktion, bei denen wir alle zusammensaßen und Ideen zusammenfließen lassen konnten, waren lustig und bedeuteten mir sehr viel. Ich habe in dieser Zeit – von der ich immer noch glaube, dass es die beste meines Lebens war – sehr viel gelernt und habe mit Menschen zusammengearbeitet, die einen enormen Stellenwert auch jetzt noch in meinem Leben einnehmen.

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Unser “Ernst“, wie wir den buchbegeisterten alten Herrn tauften und gleichzeitig unseren Film betitelten, war eine Menge Arbeit und jeder von uns hat sein Herzblut hineingesteckt. Natürlich gab es an einigen Stellen auch Meinungsverschiedenheiten, die wir auszudiskutieren hatten. Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass  solche Dinge in jeder Gruppe passieren können. Unsere Gruppe harmonierte trotz dieser Kleinigkeiten sehr gut und ich bin stolz auf das Ergebnis. Ich sollte vielleicht auch noch erwähnen, dass wir mit Christian Seim einen sehr guten Musiker an der Hand hatten, der sich für unser Projekt auch stark ins Zeug legte und unsere doch teilweise skurrilen Musik und Soundwünsche in die Tat umsetzte.


Dies ist ein Gastbeitrag von 2D-Animatorin und ASH-Absolventin Katrin Schnier. Unter anderem hat sie auch am Kurzfilm Schnitzeljagd mitgewirkt – besucht auch ihren Blog.

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Vor einigen Tagen lief im 3sat eine höchst informative Sendung zum 18. Internationalen Trickfilm-Festival 2011 in Stuttgart und speziell auf den dort stattfindenden Wettbewerb „48h Animation Jam“. Die Sendung kann man sich hier komplett ansehen. Die Themen sind wie folgt:

20 Jahre Filmakademie Ludwigsburg
• FMX Trickfilmfestival
• Spieletipp: L.A. Noire
• Gamecast TV
• Der Matrix Fanfilm

Das Ziel beim Wettbewerb „48h Animation Jam“ ist die Produktion eines animierten Kurzfilmes mit dem ITFS-Maskottchen Trixi als Charakter und das alles innerhalb von 48 Stunden. Dies waren die diesjährigen Teilnehmer:

• Team Nr. 1 – Großbritannien (Constantinos Mavromichalis, Dane Winn)
• Team Nr. 2 – Singapur (Yan Yun Chen, Sara Chong)
• Team Nr. 3 – Georgien (Dato Kiknavelidze, Sofiko Kiknavelidze)
• Team Nr. 4 – Ägypten (Achmed Adel, Mohamed Sabry, El Sayed Ali)
• Team Nr. 5 – Polen (Daniel Mikolaj Klos, Arkadiusz Jan Zub)

Alle Filme könnt Ihr Euch in der 3sat Mediatheck ansehen und zwar sind diese in diesem Artikel in der rechten Seitenleiste auffindbar. Herzlichen Glückwunsch an Team Großbritannien, das mit dem Film “Layered” dieses Jahr gewonnen hat. Viel Spass beim Film:

Quelle: 3satAnimationsinstitut

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“Paraphernalia” ist ein Kurzfilm von der CalArts-Studentin Sabrina Cotugno, die den Film größtenteils im Rahmen eines Auslandssemesters an der Goblins School of the Image produziert hat. Ihr Blog ist einen Besuch wert, denn dort hat sie ihre Arbeit teils protokolliert. Auf optischer Ebene wirkt der Film durch seinen farblichen Blaustich beruhigend und aufgrund der ungewöhnlichen – aber simplen – Darstellung ansatzweise mysteriös und wunderschön. Sabrina erzählt in ihrem dritten Jahr am CalArts eine Geschichte von einer einsamen und ängstlichen Frau, die eines Tages in ihrer Behausung von einem jungen Mann heimgesucht wird. Die Decke bricht zusammen und auf einmal liegt ein Mann im Zimmer. Wird die Frau diese Gelegenheit nutzen, um mehr aus ihrem Leben zu machen?

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Für zwei Wochen wurde die TRIKK17 Werkstatt in eine Schiffswerft verwandelt. Und es sollte nicht irgendein Schiff gebaut werden, sondern die legendäre Titanic. Oder zumindest Teile davon. Unter der professionellen Anleitung der beiden Setbauerinnen Sana Schönle und Brigitte Wittenburg bekam ich zum ersten Mal Einblick in den Bau einer Puppentrickfilmkulisse.

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Wir fingen mit dem grössten Set an, der Seitenansicht des Schiffes:
Nachdem wir ein stabiles Gerüst aus Holzlatten konstruiert hatten, verkleideten wir es mit Styrodurplatten, befestigten die Reeling und zwei Reihen Bullaugen daran, ritzten Planken in den Boden und bemalten das Ganze mit Acrylfarbe. Hinter der Wand befestigten wir Schienen, auf denen die Gäste des Luxusdampfers tanzend an den Bullaugen vorbeigeschoben werden konnten. Sana und Brigitte zeigten mir eine Menge Tricks. Zum Beispiel wie man aus Tropfen vom Heisskleber Nieten für die Fenster macht, wie man Effekte erzeugt beim malen mit Pinsel und Farbe und wie man mit dem Tacker stabile Holzverbindungen hinkriegt. Überhaupt habe ich viel über Materialien gelernt, wie man sie verarbeitet oder bearbeitet und welcher Leim was anfrisst oder auflöst.

Parallel zur Seitenansicht entstand das zweite Set, das Heck des Schiffes. Bedeutend kleiner als das Erste, dafür mit einer grossen Konstruktion verbunden. Diese ermöglichte es, das ganze Set in kleinen Schritten zu kippen. So konnte sich die  Titanic bedrohlich neigen, nachdem sie mit dem Eisberg zusammengestoßen war. Um das Gewicht möglichst gering zu halten, verwendeten wir nur wenig Holz für das Grundgerüst. Das Heck an sich bestand vor allem aus Styrodur, war innen hohl und wurde in erster Linie von Bauschaum zusammengehalten. Äußerlich bekam es die selbe Behandlung wie die Seitenansicht: geritzte Planken auf dem Boden, eine Reeling aus Rundhölzchen und Depafit, alles mit einer dicken Schicht Acrylfarbe angemalt.

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Das kleinste Set bestand aus Meer, Eisbergen und einer Mini-Titanic. Sana schnitzte die Eisberge und das Schiff aus Depafit und baute winzige Lämpchen in den Rumpf, so dass sich die Lichter festlich auf der Wasseroberfläche spiegeln konnten. Dieses kleine Set stand auf Stelzen, so dass die Titanic durch ein Loch untergehen konnte ohne zerstört zu werden.

Hin und wieder brachte Puppenbauer Martin Molke die Figuren zu den Sets. So konnte wir kleine Anpassungen vornehmen. Die Bullaugen etwas kleiner, die Farbe eine Spur dunkler, etwas weniger Textur… Für die Hintergrundbilder der Sets war Christian Manzke zuständig. Schicht für Schicht trug er Farbe auf, bis ein romantischer Sonnenaufgang oder ein Sternenhimmel entstand.

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Am Ende der zwei Wochen wurden die einzelnen Sets im Studio mit Tüchern voneinander abgeschirmt, die Hintergrundbilder wurden montiert und das Licht eingerichtet. Der erste Drehtag war dann sozusagen der Stapellauf. Und anders als die echte Titanic haben die Sets die „Jungfernfahrt“ unbeschadet überstanden.

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Zur Umsetzung der bekannten  Charaktere „Rosalie und Trüffel“, haben sich die Produktionsfirmen TRIKK17 und WunderWerk mit der Autorin Katja Reider und der Illustratorin Jutta Bücker zusammengetan und ihren Schweinen den roten Teppich ausgerollt. Rosalie und Trüffel demnächst als Filmstars?
Dazu die Regisseurin Sandra Schießl:

Die ersten animierten Sekunden mit brand-neu gebauten Figuren sind immer etwas Besonderes. Jede Geste, jeder Blick ist auf dem Prüfstein. Aber diese Beiden haben es mir mit ihrem Charme sehr leicht gemacht, ihr Wesen zu erspüren und es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, die verliebten Rüsselnasen in Filmstars zu verwandeln.

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Vielen Dank an unser tolles Figuren- und Setbauteam, denen ist es sehr überzeugend gelungen Juttas wundervollen zweidimensionalen Umgang mit Farben und Kontrasten in unsere dreidimensionale Modellbauwelt zu übersetzen. Vielen Dank auch an die Licht-, Musik, Geräusche-, Effekte-Crew (ihr seid großartig!) und natürlich an Jutta Bücker und Katja Reider für die konstruktive Kritik!

Gemeinsam haben wir in 40 Sekunden die Geschichte der Titanic umgeschrieben… platsch! In ein paar Tagen erwartet Euch hier noch ein Making-of.

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Hartmut Engel Blog

Hartmut Engel ist ein deutscher VFX-Artist und Animator, der bereits bei Kinofilmen wie „Independence Day“, „Die Chroniken von Narnia: Prince Caspian“, „Urmel aus dem Eis“, „Planet 51“ mitgearbeitet hat. Seit einigen Monaten führt er einen höchst informativen Blog zum Thema Animation. Insbesondere Stop-Motion-Professionals – oder die, die es mal werden wollen – können auf ihre Kosten kommen. Denn in seinem Blog finden sich mehrere Anleitungen für den Bau der ersten Puppen und der zugehörigen Kulissen. Hervorheben möchte ich seinen letzten Beitrag (vom 29.03.2011), indem er anschaulich verdeutlich, wie man aus einer Waldkulisse mit einfachen Haushaltsmitteln (Gewürzen) mehr Leben und Farbe in seinen Film bringen kann. Besucht seinen Blog und seine Website.

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Schon seit längerer Zeit habe ich so einen Medienrummel um einen Animationsfilm nicht erlebt – selbst letzten Sommer nicht zu „Toy Story 3“-Zeiten. Überall findet man Artikel, Interviews, kurze Clips und zahlreiche Diskussionen um Gore Verbinskis CGI-Film „Rango (2011)“. Laut sky (britischer Pay-TV-Anbieter) ist der Titelheld bereits jetzt unter den TOP-20-CGI-Characters, obwohl der Film noch nicht angelaufen ist.*

rango-concept-art_0 Was macht ein Chamäleon im Hawaiihemd mit dem Namen „Rango“ in einer Stadt im Wilden Westen? Sheriff spielen! Nur leider überleben Gesetzeshüter in dieser Stadt names Dirt (englisch für „Schmutz“) nie sehr lange.

Gore Verbinski: „Ich verbrachte ein wenig Zeit mit meinem guten Freund David Shannon – einem Kinderbuchautor – und dem Produzenten John B. Carls. Wir spielten nur mit einigen Ideen, wie: Was willst du als nächstes machen? Warum nicht einen animierten Western mit Kreaturen der Wüste? Das war die Grundidee. Es müsste sich um einen Charakter handeln, der ein Außenseiter im klassischen Sinne ist. Wenn er schon in der Wüste ist, was wenn er auch ein Wassertier ist? Wenn er ein Wassertier ist, was wenn er ein Chamäleon ist? Wenn er ein Chamäleon ist, sollte er dann nicht ein Schauspieler sein? Und ich war wie: Whoa, hey, das ist eine Identitätskrise!“NY Times

Die Besten der Besten haben sich zusammen getan um diesen Film zu produzieren. Gore Verbinski hat für „Rango“ auf die Regie für den vierten Teil von „Fluch der Karibik“ verzichtet. Johnny Depp hat sich bei der Synchronisation in Westernkleidung gezwängt (siehe Featurette). John Logan (Gladiator [2000], Aviator [2004], Sweeney Todd [2007]) hat am Drehbuch gearbeitet. Die Musik stammt von Hans Zimmer und die Animation wurde von Industrial Light & Magic hergestellt – einem Studio, das bekannt ist für die weltbesten Spezialeffekte.

Der Film soll sich – ähnlich wie die PIXAR-Titel – viel mehr an ein erwachseneres Publikum richten, ist aber auch für Kinder geeignet (FSK 6). Die Trailer sehen sehr vielversprechend aus.

Siehe auch den zweiten Trailer!

* Anmerkung: Vorpremiere war schon; Deutschland Premiere ist heute am 03.03.2011; weltweite Premiere am 04.03.2011

Quellen: Salon, NY Times, sky, cnet – 1, cnet – 2

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Gruffalo-header

Heute ist es soweit… der weltweit begehrteste Filmpreis wird diese Nacht ab 2:00 Uhr (UTC+01:00) verliehen. „Toy Story 3“ ist sowohl in der Kategorie „Bester Animationsfilm“ als auch „Bester Film“ nominiert und wird unter Kritikern im Allgemeinem hoch gehandelt. Wird Regisseur Lee Unkrich der Erste sein, der den Oscar-Hauptpreis für einen Animationsfilm abstauben darf?

Aber auch die Filme der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“ brauchen sich nicht zu verstecken. Im deutschen Raum dürften wohl zwei Filme am bekanntesten sein. Der „Toy Story 3“-Vorfilm „Day & Night“ und der von zwei Deutschen (Max Lang, Jakob Schuh) produzierte Kurzfilm „Der Grüffelo“. Heiligabend lief der vom BBC in Auftrag gegebene Film im deutschen TV. Hergestellt wurde „Der Grüffelo“ von Magic Light Pictures (produzierendes Studio) sowie Studio Soi (ausführendes Studio).

Am Film haben großartige Persönlichkeiten wie Alexander Lindner gearbeitet. Er war zehn Jahre bei Rothkirch/Cartoon-Film beschäftigt und hat dabei zahlreiche Positionen wie Art Direction, Assistant Direction, Design, Storyboard, Layout etc. belegt. Bei „Lauras Stern (2004)“ hat er sogar am Skript mitgewirkt. Noch kurz vor der Oscar-Verleihung konnte ich mit ihm sprechen und mehr über die Hintergründe seiner Arbeit bei „Der Grüffelo“ in Erfahrung bringen.

Er ist auf ungewöhnlichem Wege zu der Arbeit gekommen. Und zwar wollte er etwas Neues ausprobieren und war dabei Matte Painting zu lernen. Über Facebook wurde er dann von Harald Siepermann (Character Designer bei vielen Disney Produktionen) auf die Stelle bei Studio Soi aufmerksam gemacht. Daraufhin haben die Leute von Studio Soi auf seinem Blog einige wundervolle Wald-Bilder, die Alexander 2007 für ein Computerspiel hergestellt hatte, entdeckt und waren überzeugt: Er ist der Mann für die Gruffalo-Matte-Paintings!

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Unglaublich am Projekt war die Idee den Wald als Modell zu bauen (siehe Making-Of) und die Charaktere später am Computer zu animieren. Als Art Director zahlreicher Projekte weiß Alexander ganz genau, wie schwer es ist Vegetation (bzw. Planzen) in CGI zu designen und zu animieren. Von weitem sieht es noch in Ordnung aus, aber bei Close-Ups sieht die Welt schon wieder anders aus. Wahrscheinlich steckt hinter dieser Entscheidung – den Wald als Modell zu bauen – nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine technische Komponente.

Er ist immer überzeugt gewesen, dass die Verfilmung des Grüffelos eine gute Idee war, aber niemals hätte er mit einer Oscar-Nominierung gerechnet:

„Ich wusste, dass der Gruffalo ein guter Film werden würde. Studio Soi ist auf grafischer und konzeptioneller Ebene sehr mutig. Das sieht man schon bei den anderen Filmen, die sie gemacht haben. Ich wusste, es werden Leute auf den Gruffalo aufmerksam, es wird darüber gesprochen werden!“

Sehr schön sind auch die Matte Paintings, die man in seinem Blog bewundern kann. Folgt ihm unter anderem auch auf Twitter und werdet Fan auf Facebook. Heute Nacht drücke ich Alexander Lindner und den Leuten von Studio Soi beide Daumen.
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Meet Meline ist ein wunderschöner CGI-Kurzfilm von Sebastien Laban und Virginie Goyons aus Frankreich. Seit 2008 haben die beiden in ihrer Freizeit an dem Film gearbeitet und vor knapp einem Jahr veröffentlicht. Lange habe ich mich auf den Film gefreut und regelmäßig deren Produktions-Blog besucht. Die Geschichte handelt von einem kleinen Mädchen, das in einer Scheune von ihrer Neugier geleitet ein Tier verfolgt und daraufhin Zeuge vom Wunder der Natur wird.

Schon als ich die ersten Bilder und den Trailer zu „Meet Meline“ gesehen hatte, habe ich mich gleich in Meline verliebt – so niedlich. Alles ist stimmig und passt zur Geschichte. Exotisch ist vor allem die Kameraführung, da man die Geschichte aus allen möglichen Perspektiven erlebt. Allen Filminteressierten kann ich auch das Making-of ans Herz legen. Technisch ist der Film auf aller höchstem Niveau: grandios animiert, schönes Design, bezaubernde Musik, wundervolle Atmosphäre… und das größtenteils von nur zwei talentierte Filmemacher.

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Gestern hatte ich bereits im  Bezug auf den Academy Award den nominierten Kurzfilm Der Grüffelo vorgestellt. Wie bereits erwähnt handelt die Geschichte von einer Maus, die auf geschickte Weise Gefahren umgeht. Die Maus erzählt den gefährlichen Waldtieren von einem Grüffelo, mit dem sich die Maus anscheinend zu einem Treffen verabredet habe. Ein Grüffelo ist ein großes Tier mit grässlichen Tatzen, feurigen Augen sowie schrecklichen Klauen. Guckt Euch hierzu den Trailer an.

Der Film wurde Heiligabend im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Sehr interessant ist aber auch das Making-Of. Darin sehen wir, dass die Hintergründe alles reale Sets sind. Die Charaktere sind CGI-Modelle und am Computer animiert.

Der Grüffelo basiert auf einem Buch (1999) von Julia Donaldson, illustriert von Axel Scheffler. Der Film wurde vom BBC in Coproduktion mit dem ZDF hergestellt und Regie führten die beiden Deutschen Max Lang und Jakob Schuh. Bei der Oscar-Verleihung drücke ich beiden die Daumen.
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