Archive für Rosalie & Trüffel

Rosalie und Trueffel für die Freiheit - Amnesty Internatioal 50 Jahre

50 Jahre unermüdliche Arbeit in einem schwierigen Umfeld, von dem die meisten Menschen sicherlich keine Vorstellung haben.

Ihr habt unseren größten Respekt verdient. Zu Eurem Aufruf kleiner Videobotschaften hier ein kleines Dankeschön mit zwei Schweinen für die Freiheit.

Wir haben an einem Aufruf von Amnesty International, ARD und Söhne Mannheims teilgenommen und einen Spot gedreht. Da die Rüsselknutscher Rosalie und Trüffel in unserem Studio eh auf ihren neuen Einsatz warten, haben die Beiden vor der Kamera posiert und ihr Statement abgegeben.

Wir danken vor allem Sandra für die tolle Arbeit und natürlich auch unseren Partnern in Sachen “Rosalie und Trüffel“, der Autorin Katja Reider, der Illustratorin Jutta Bücker ebenso wie Wunderwerk, mit denen wir hoffentlich bald die Serie produzieren.

 

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Kurzfilmfestival in den U-Bahnen von Berlin und Seoul

going-underground-logo

Bitte mitwählen! Jede Stimme zählt!!

Abstimmen könnt Ihr sowohl auf Facebook als auch auf der offiziellen Website.

Der charmante Rosalie-und-Trüffel-Spot der Hamburger Animationsfilmer TRIKK17 in Zusammenarbeit mit WunderWerk ist einer von 26 Kurzfilmen, die aus 605 Bewerbungen für das Going Underground Festival 2011 (veranstaltet von interfilm Berlin, Berliner Fenster, Seoul International Short Film Festival) ausgewählt wurden.

Das 9. Internationale Kurzfilmfestival findet im Fahrgastfernsehen der U-Bahnen von Berlin und Seoul (Südkorea) statt. Vom 22. September bis 4. Oktober werden die Kurzfilme dort auf knapp 8000 U-Bahn-Monitoren präsentiert. Die Fahrgäste – täglich 3,6 Millionen Menschen! – haben als Jury die Möglichkeit ihren Lieblingsfilm aus den 26 Nominierten zu wählen.

Aber Nicht nur die Fahrgäste können abstimmen, sondern jeder! Daher am besten gleich reinschauen und mitwählen. Der Spot rund um die beiden verliebten Rüsselküsser Rosalie und Trüffel (Facebook), bekannt aus den gleichnamigen Büchern von Jutta Bücker und Katja Reider, hat alles, was ein Leinwand-Hit braucht: Romantik – Dramatik – Liebe – und ein Happy End. Sogar auf der Titanic…
Alle Filme und das Voting unter: www.goingunderground.de

 

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sana-schoenle-trikk17-set-design Erzähl uns ein wenig über dich bzw. über dein Leben? Was hast du früher gemacht und was machst du zurzeit? Was hat dir dabei geholfen, die zu werden, die du bist?

Sana: Ich habe an der Kunsthochschule Kassel Kommunikationsdesign studiert. Von Anfang an war mir klar, dass ich in die Trickfilmklasse möchte. Mit zwei Freundinnen habe ich den ersten Puppentrickfilm realisiert. Damals galt an der Kasseler Kunsthochschule: Lerne von den Älteren! Der Professor war selten da, daher gab es in unserer Klasse einen engen Zusammenhalt und wenig Konkurrenz. Später unter Prof. T. Meyer-Hermann und Prof. A. Hykade hatten wir regelmäßigen Unterricht.
Dennoch war diese erste Zeit sehr spannend. Wir haben uns vieles selbst beigebracht und eigene Lösungen für Probleme gefunden. Unser selbstständiges Arbeiten war bestimmt nicht effektiv, aber dafür sehr kreativ. Die Effektivität kam später hinzu. Ich habe mein Studium immer wieder unterbrochen um an verschiedenen Stopptrick Projekten zu arbeiten und mein Wissen, insbesondere im Bereich Set- und Modellbau, zu erweitern.Vielleicht ist es genau das, was meine Tätigkeit als Setbauer und Trickfilmer auszeichnet. Ich habe gelernt: Es gibt immer einen Weg bzw. eine Lösung. Man muss nur um die Ecke denken können und alles nutzen, was einem zur Verfügung steht.

Für welche Aufgaben warst du beim letzten TRIKK17 Projekt zuständig? Wie hat dir die Arbeit bei TRIKK17 gefallen?

Sana: Ich durfte für TRIKK17 mit der Hilfe von Brigitte Wittenburg und Anna Nuic die Sets für “Rosalie und Trüffel“ bauen. Für den Film wurden eine kleine Titanic (mit Meer und Eisbergen), ein ca 2 Meter langer Ausschnitt der Reling und ein animierbares Heck gebraucht.

Ich habe schon bei vielen Stop Motion Projekten mitgearbeitet und immer fielen Sätze wie:
• “Wir brauchen die Qualität von „Wallace and Gromit“. Es darf aber nur ein Viertel davon kosten.”
• “Dieser Baum ist gut. Wir haben gerade festgestellt, dass wir bis morgen noch weitere fünf davon brauchen.”

Ich hatte mich schon daran gewöhnt. Umso überraschender fand ich, dass bei TRIKK17 von Anfang an klar war, was wir brauchen, wofür und wie es auszusehen hat. Jeder half jedem und am Ende waren alle mit dem Ergebnis zufrieden. Vielleicht lag es an der Kürze des Projekts. Aber ich denke, die Professionalität mit der das TRIKK17-Team arbeitet, liegt vor allem daran, dass sie schon sehr lange in dieser Konstellation zusammen arbeiten. Jeder kennt des anderen Fähigkeiten, jeder schätzt sich realistisch ein und vor allem respektiert jeder die Arbeit des anderen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt bei diesem Projekt und bei TRIKK17 und hoffe stark, dass “Rosalie und Trüffel” in Serie geht.

Aus welchen Gründen bist du in der Trickfilm-Branche tätig geworden? Gab es spezielle Schlüsselereignisse in deinem Leben? Wolltest du das vielleicht schon als Kind immer mal werden?

Sana: Natürlich habe ich, wie jedes Kind, Trickfilme geliebt: Die Disney Filme mit ihren märchenhaften Welten, die Knetmännchen von “Luzie der Schrecken der Strasse”, “Barbapapa” oder auch seltene Entdeckungen wie “Chlorofilla” (eine italienische Kinderserie). Dass Trickfilm nicht nur eine Tür in eine wunderbare Welt ist, sondern auch Kunst sein kann, habe ich entdeckt als ich das erste Mal “Yellow Submarine” von George Dunning gesehen habe. Die schräge Welt der Zeichentrickfiguren, der “blue meanies”, die Kraft der Farben in der Rotoskopie-Sequenz “Lucy in the sky with diamonds” und die wundersame Melancholie der Collagen-Technik in der Sequenz “Eleanor Rigby”. Nachdem ich den Film gesehen habe, gab es für mich keine Wahl mehr. Ich musste es lernen. Ich musste herausfinden, wie ich solche Bilder entstehen lassen kann.

Wer sind deine Lieblings-Künstler der Branche?

Sana: Ich hatte die Ehre Garri Bardin, einen russischen Trickfilmregisseur, bei einer Vortragsreihe an der KH-Kassel kennen zu lernen. Bei den Ausführungen zu seinen Arbeiten war ich besonders von seinem Mut und seiner Leidenschaft beeindruckt mit der er an die Umsetzung seiner Geschichten geht. Ich kann mich an einen Satz noch besonders gut erinnern:

“Bevor ich nicht jeden einzelnen meines Filmstabs von der Geschichte überzeugt habe, beginne ich nicht mit der Arbeit.”

Filmemacher scheitern oft an finanziellen, gesellschaftlichen oder politischen Gegebenheiten. Garri Bardin geht über all diese Hürden mit einer unerschütterlichen Liebe zum Film und vor allem mit viel Humor.

Gibt es etwas, was du gelernt hast, dass du anderen Künstlern bzw. speziell Set-Designern und/oder Interessenten der Branche mit auf dem Weg geben möchtest?

Sana: Es ist nicht immer leicht mit der “Trickfilmerei”. Viele Menschen denken, dass es einfach nur toll ist, so kreativ sein zu dürfen, und dass es immer Spaß machen muss und ‘was für ein Glück wir doch haben’. Und es stimmt! Ich habe sehr viel Glück, es machen zu dürfen. Doch manchmal will mich der Mut verlassen: wenn es mal wieder keinen neuen Auftrag gibt, wenn eine Absage von der Filmförderung kommt oder auch wenn ich sehe, wie schwer sich meine Kollegen tun. Manchmal erwische ich mich, dass ich von einem netten Angestelltenverhältnis träume mit Sicherheit für die Zukunft. Doch dann kommt wieder ein Auftrag oder eine neue Filmidee und alles andere ist vergessen. Wer sich entscheidet diesen Weg einzuschlagen, der muss sich bewusst sein, dass er/sie viel Geduld braucht, viel Mut und jede Menge Optimismus.
Vielleicht ist auch ein Plan B ratsam. Aber ehrlich gesagt, den hab ich auch nicht.


Mehr über Sana Schönle und ihre Arbeit könnt Ihr auf ihrer Website erfahren.

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Am Samstag, 30.04.2011, war die Premiere von gleich vier unserer Filme bzw. Kurzfilme, an denen wir beteiligt waren. Rosalie & Trüffel kann man sich zwar schon seit einigen Wochen online ansehen, dennoch war dies weltweit die Premiere auf der großen Leinwand. Auf jeden Fall war es ein erfolgreicher Abend… viele zufriedene Gäste und vor allem mehr Gäste als erwartet. Wir bedanken uns herzlichst fürs Kommen. Bevor ich weiter erzähle, möchte ich hinweisen, dass dieser Beitrag – wie sonst fast immer – meine persönliche Meinung widerspiegelt. Insbesondere weil (mit Ausnahme von Rosalie & Trüffel) alle Filme noch vor meiner Zeit bei TRIKK17 produziert wurden. In den letzten Monaten fand hauptsächlich der Feinschliff statt.

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Es ist immer ein besonderes Ereignis, den eigenen Film in einem großen Kinosaal vor einem riesigen Publikum vorführen zu können. So auch bei unseren beiden Schweinen Rosalie & Trüffel. Im Gegensatz zu einer digitalen Online-Vermarktung (auf YouTube und ähnlichen Kanälen) sieht man bei einer Live-Vorführung direkt die Reaktion der Zuschauer. In gewisser Weise bringt es einem auch die Bestätigung. Man hat einen guten Film produziert, der viele Menschen begeistern und unterhalten konnte. Im Nachhinein meinte Christian Manzke, der für die wunderschönen Hintergründe im Film zuständig war, dass der Film genau die perfekte Länge hat. Die Produktion von Animationfilmen dauert lange… sehr lange… und wenn man viel Arbeit in nur wenige Sekunden investiert hat, so fällt es insbesondere Trickfilmern schwer den eigenen Film auf das Wesentliche bzw. den Kern zu kürzen… Ich stimme Christian zu, der Rosalie & Trüffel Film hat die perfekte Länge.

Wir blieben unter Schweinen mit Kai Pannens Film „Olga“, über den ich bereits berichtet hatte. „Olga“ basiert auf dem gleichnamigen Bilderbuch, geschrieben von Hilke Mayer und illustriert von Kai Pannen höchstpersönlich. „Olga ist ein Schwein wie du und ich – liebenswert und meist gut gelaunt. Doch manchmal wacht sie mit einem grauen Gefühl im Bauch auf, das einfach nicht verschwinden will.“ Der Kurzfilm hat eine schöne Botschaft und zeigt einem, wie wichtig Freunde in schwierigen Situation sein können. Grundsätzlich lässt die Geschichte viel Interpretationsspielraum zu, sodass sich jeder mit dem Schwein identifizieren könnte. Sie ist halt ein Schwein wie du und ich.

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Als nächstes wurde ein Film vorgeführt, auf den ich mich mit am meisten gefreut habe. „Flimmerndes Inferno“ von Björn Magsig und Sören Wendt. Es handelt von dem Untergang der Titanic, erzählt aus der Perspektive eine Krabbe. Die Idee zu dem Film gibt es sogar schon länger als unser Studio. Ich habe immer großen Respekt vor Leuten, die sich über all die Jahre motivieren können an einem Film – erst Recht an einem Kurzfilm – zu arbeiten. Sören erwähnte im Bezug auf die lange Produktion noch scherzend, dass man jede Sekunde wie einen guten Wein genießen soll. Ich kann es bestätigen, er hat nicht übertrieben. Ich will jetzt nicht zu viel erzählen. Demnächst kommen noch weitere Details hinzu, die ich in einem separaten Beitrag diskutieren will.

Als Abschluss mit einer Laufzeit von 14 Minuten diente der Hauptfilm. „Prinz Ratte“ von Albert Radl:

Prinz Ratte ist ein Märchenfilm mit allem, was dazu gehört: Burg, Prinzessin, Prinz, Drachen, einem heimlichen Verehrer und großer Gefühle, aber auch einem unerwarteten Ende und einer ungewöhnlichen Wahrheit über kleine Helden und große Wünsche.

Die Produktion hat zwar nicht so lange gedauert wie bei „Flimmerndes Inferno“, aber innerhalb von vier Jahre kann schon eine Menge in der Welt passieren. Ein ausführlicherer und separater Beitrag kommt später noch hinzu. Ich kannte den Film vorher nicht und wollte ohne jegliche Kenntnis an diesen heran gehen. Konsequenterweise hatte ich mir weder eine Inhaltsbeschreibung durchgelesen noch den Trailer angesehen. Als Fazit kann ich sagen: Wenn „Prinz Ratte“ schon nicht Oscar verdächtig ist, dann wird dieser mindestens zahlreiche Preise auf Festivals und Verleihungen gewinnen. Ein großartiger Film!

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