Archive für Stop Motion

Hartmut Engel Blog

Hartmut Engel ist ein deutscher VFX-Artist und Animator, der bereits bei Kinofilmen wie „Independence Day“, „Die Chroniken von Narnia: Prince Caspian“, „Urmel aus dem Eis“, „Planet 51“ mitgearbeitet hat. Seit einigen Monaten führt er einen höchst informativen Blog zum Thema Animation. Insbesondere Stop-Motion-Professionals – oder die, die es mal werden wollen – können auf ihre Kosten kommen. Denn in seinem Blog finden sich mehrere Anleitungen für den Bau der ersten Puppen und der zugehörigen Kulissen. Hervorheben möchte ich seinen letzten Beitrag (vom 29.03.2011), indem er anschaulich verdeutlich, wie man aus einer Waldkulisse mit einfachen Haushaltsmitteln (Gewürzen) mehr Leben und Farbe in seinen Film bringen kann. Besucht seinen Blog und seine Website.

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Scott Kravitz hat bereits bei vielen Live-Action Produktionen wie „Fluch der Karibik 2“, „Garfield – Der Film“, „Matrix Revolutions “ als (Character-)Animator gearbeitet. Neben diesen Arbeiten hat er 2002 mit der Produktion eines eigenen Stop Motion Films angefangen. Fertiggestellt hat er seinen Film im Jahre 2006 und im selben Jahr auf dem „Hiroshima International Animation Festival“ in Japan der Öffentlichkeit präsentiert.

Loom (dt. Webstuhl / Webmaschine) erzählt von einem Straßenmusiker, der sein Leben riskiert um ein Kind zu retten. Mit seinem letzten Atemzug erkennt er eine alte Frau, die sein Leben in ihren Händen hält. Genau nach dem Motto…

„Because I could not stop for Death, He kindly stopped for me.“Emily Dickinson

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Quellen: Offizielle Website

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Peter Lord (Regisseur: Chicken Run – Hennen rennen, Produzent vieler „Wallace & Gromit“-Filme) arbeitet seit einiger Zeit an einem neuen Stop Motion Film. „The Pirates!“ basiert auf eine Buchserie von Gideon Defoe und erzählt von einer Bande hoffnungsloser und unorthodoxer Piraten. Der Release ist für 2012 geplant.

Zurzeit ist es noch nicht offiziell, aber David Tenant (Barty Crouch jr. – „Harry Potter und der Feuerkelch“) soll als Synchronsprecher mindestens eine Stimme liefern. Kürzlich wurden viele Produktionsfotos und Konzeptbilder veröffentlicht. Die farbigen Sketches sind allerdings nicht von Peter Lord, sondern von einem Mitarbeiter. Auf ‘Bleeding Cool‘ könnt Ihr wesentlich mehr hochauflösende Bilder sehen.

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toy-story-3-woody-oscar-1 Bei den diesjährigen Academy Awards gab es keinen dominierenden Film. Der Historienfilm „The King’s Speech“ war zwar zwölf Mal nominiert, hat allerdings nur vier davon tatsächlich gewonnen. Genau so viele wie Christopher Nolans „Inception“ (bei acht Nominierungen). David Finchers Filmdrama war bei den Golden Globes 2011 der erfolgreichste Film und auch bei den Oscars 2011 konnte „The Social Network“ mit drei der begeehrten Trophäen überzeugen.

Wie erwartet hat Pixar die Kategorie „Bester Animationsfilm“ abonniert. Vor der Verleihung hätte ich gerne noch „The Illusionist” gesehen, aber das kann man später noch nachholen – vorausgesetzt der Film wird hier in Deutschland irgendwann verfügbar sein; eine Kinoveröffentlichung bezweifle ich ein wenig. Mir persönlich hat der Drache zwar mehr zugesagt, aber Lee Unkrich hat mit seiner Spielzeuggeschichte auch nichts falsch gemacht. Ein verdienter Sieg! Aber in der Hauptkategorie konnte sich „Toy Story 3“ leider nicht durchsetzen.

Ein wenig enttäuscht hat mich, dass es unser Grüffelo nicht geschafft hat. In der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“ habe ich bislang einen Film noch nicht gesehen – „Let’s Pollute“ von Geefwee Boedo! Dabei war ich mir ziemlich sicher, dass Max Lang und Jakob Schuh mit „Der Grüffelo“ gute Chancen haben. Der Film basiert auf einem wundervollen Kinderbuch; optisch ist der Film beeindruckend und erzählerisch ist es schön umgesetzt. Kürzlich habe ich auch ein Interview mit dem Matte Painter Alexander Lindner geführt (siehe hier). Dennoch gehört „The Lost Thing“ von Shaun Tan und Andrew Ruhemann zu den besten animierten Kurzfilmen, die ich über das vergangene Jahr gesehen habe. Vor allem da der Kurzfilm auch eine schöne und zum Nachdenken anregende Botschaft enthält.

Hier die komplette Auflistung:


Bester Film

The King’s Speech – Iain Canning, Emile Sherman und Gareth Unwin
127 Hours – Christian Colson, Danny Boyle und John Smithson
Black Swan – Mike Medavoy, Brian Oliver und Scott Franklin
The Fighter – David Hoberman, Todd Lieberman und Mark Wahlberg
Inception – Christopher Nolan und Emma Thomas
The Kids Are All Right – Gary Gilbert, Jeffrey Levy-Hinte und Celine Rattray
The Social Network – Scott Rudin, Dana Brunetti, Michael De Luca und Ceán Chaffin
Toy Story 3 – Darla K. Anderson
True Grit – Ethan Coen, Joel Coen und Scott Rudin
Winter’s Bone – Anne Rosellini und Alix Madigan


Beste Regie

Tom Hooper – The King’s Speech
Darren Aronofsky – Black Swan
Ethan Coen, Joel Coen – True Grit
David Fincher – The Social Network
David O. Russell – The Fighter


Bester Hauptdarsteller

Colin Firth – The King’s Speech
Javier Bardem – Biutiful
Jeff Bridges – True Grit
Jesse Eisenberg – The Social Network
James Franco – 127 Hours


Beste Hauptdarstellerin

Natalie Portman – Black Swan
Annette Bening – The Kids Are All Right
Nicole Kidman – Rabbit Hole
Jennifer Lawrence – Winter’s Bone
Michelle Williams – Blue Valentine


Bester Nebendarsteller

Christian Bale – The Fighter
John Hawkes – Winter’s Bone
Jeremy Renner – The Town – Stadt ohne Gnade
Mark Ruffalo – The Kids Are All Right
Geoffrey Rush – The King’s Speech


Beste Nebendarstellerin

Melissa Leo – The Fighter
Amy Adams – The Fighter
Helena Bonham Carter – The King’s Speech
Hailee Steinfeld – True Grit
Jacki Weaver – Königreich des Verbrechens


Bestes Originaldrehbuch

The King’s Speech – David Seidler
Another Year – Mike Leigh
The Fighter – Scott Silver, Paul Tamasy und Eric Johnson
Inception – Christopher Nolan
The Kids Are All Right – Lisa Cholodenko und Stuart Blumberg


Bestes adaptiertes Drehbuch

The Social Network – Aaron Sorkin
127 Hours – Danny Boyle und Simon Beaufoy
Toy Story 3 – Michael Arndt, John Lasseter, Andrew Stanton und Lee Unkrich
True Grit – Ethan und Joel Coen
Winter’s Bone – Debra Granik und Anne Rosellini


Bester Animationsfilm

Toy Story 3 – Lee Unkrich
Drachenzähmen leicht gemacht (How to Train Your Dragon) – Dean DeBlois und Chris Sanders
L’Illusionniste – Sylvain Chomet


Bester fremdsprachiger Film

In einer besseren Welt (Dänemark) – Regie: Susanne Bier
Biutiful (Mexiko) – Regie: Alejandro González Iñárritu
Kynodontas (Griechenland) – Regie: Giorgos Lanthimos
Die Frau die singt – Incendies (Kanada) – Regie: Denis Villeneuve
Hors-la-loi (Algerien) – Regie: Rachid Bouchareb


Bester animierter Kurzfilm

The Lost Thing – Shaun Tan und Andrew Ruhemann
Day & Night – Teddy Newton
Der Grüffelo (The Gruffalo) – Jakob Schuh und Max Lang
Let’s Pollute – Geefwee Boedoe
Madagaskar – Ein Reisetagebuch (Madagascar, carnet de voyage) – Bastien Dubois


Bester Kurzfilm

God of Love – Luke Matheny
The Confession – Tanel Toom
The Crush – Michael Creagh
Na Wewe – Ivan Goldschmidt
Wish 143 – Ian Barnes und Samantha Waite


Bestes Szenenbild

Alice im Wunderland – Robert Stromberg und Karen O’Hara
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1 – Stuart Craig und Stephenie McMillan
Inception – Guy Hendrix Dyas, Larry Dias und Douglas A. Mowat
The King’s Speech – Eve Stewart und Judy Farr
True Grit – Jess Gonchor und Nancy Haigh


Beste Kamera

Inception – Wally Pfister
Black Swan – Matthew Libatique
The King’s Speech – Danny Cohen
The Social Network – Jeff Cronenweth
True Grit – Roger Deakins


Bestes Kostümdesign

Alice im Wunderland – Colleen Atwood
I Am Love – Antonella Cannarozzi
The King’s Speech – Jenny Beavan
The Tempest – Sandy Powell
True Grit – Mary Zophres


Bester Dokumentarfilm

Inside Job – Charles H. Ferguson und Audrey Marrs
Exit Through the Gift Shop – Banksy
GasLand – Josh Fox
Restrepo – Tim Hetherington und Sebastian Junger
Waste Land – Lucy Walker


Bester Dokumentar-Kurzfilm

Strangers No More – Karen Goodman und Kirk Simon
Killing in the Name
Poster Girl
Sun Come Up – Jennifer Redfearn und Tim Metzger
The Warriors of Qiugang – Ruby Yang und Thomas Lennon


Bester Schnitt

The Social Network – Kirk Baxter und Angus Wall
127 Hours – Jon Harris
Black Swan – Andrew Weisblum
The Fighter – Pamela Martin
The King’s Speech – Tariq Anwar


Bestes Make-Up

Wolfman – Rick Baker und Dave Elsey
Barney’s Version – Adrien Morot
The Way Back – Edouard F. Henriques, Greg Funk und Yolanda Toussieng


Beste Filmmusik

The Social Network – Trent Reznor und Atticus Ross
127 Hours – A. R. Rahman
Drachenzähmen leicht gemacht – John Powell
Inception – Hans Zimmer
The King’s Speech – Alexandre Desplat


Bester Filmsong

Toy Story 3 – Randy Newman (We Belong Together)
127 Hours – A. R. Rahman, Rollo Armstrong und Dido (If I Rise)
Country Strong – Tom Douglas, Hillary Lindsey und Troy Verges (Coming Home)
Rapunzel – Neu verföhnt – Alan Menken und Glenn Slater (I See the Light)


Bester Ton

Inception – Lora Hirschberg, Gary Rizzo und Ed Novick
The King’s Speech – Paul Hamblin, Martin Jensen und John Midgley
Salt – Jeffrey J. Haboush, William Sarokin, Scott Millan und Greg P. Russell
The Social Network – Ren Klyce, David Parker, Michael Semanick und Mark Weingarten
True Grit – Skip Lievsay, Craig Berkey, Greg Orloff und Peter F. Kurland


Bester Tonschnitt

Inception – Richard King
Toy Story 3 – Tom Myers und Michael Silvers
Tron: Legacy – Gwendolyn Yates Whittle und Addison Teague
True Grit – Skip Lievsay und Craig Berkey
Unstoppable – Außer Kontrolle – Mark P. Stoeckinger


Beste visuelle Effekte

Inception – Paul Franklin, Chris Corbould, Andrew Lockley und Peter Bebb
Alice im Wunderland – Ken Ralston, David Schaub, Carey Villegas und Sean Phillips
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1 – Tim Burke, John Richardson, Christian Manz und Nicolas Aithadi
Hereafter – Das Leben danach – Michael Owens, Bryan Grill, Stephan Trojansky und Joe Farrell
Iron Man 2 – Janek Sirrs, Ben Snow, Ged Wright und Daniel Sudick

Quelle: oscars.org/


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Gruffalo-header

Heute ist es soweit… der weltweit begehrteste Filmpreis wird diese Nacht ab 2:00 Uhr (UTC+01:00) verliehen. „Toy Story 3“ ist sowohl in der Kategorie „Bester Animationsfilm“ als auch „Bester Film“ nominiert und wird unter Kritikern im Allgemeinem hoch gehandelt. Wird Regisseur Lee Unkrich der Erste sein, der den Oscar-Hauptpreis für einen Animationsfilm abstauben darf?

Aber auch die Filme der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“ brauchen sich nicht zu verstecken. Im deutschen Raum dürften wohl zwei Filme am bekanntesten sein. Der „Toy Story 3“-Vorfilm „Day & Night“ und der von zwei Deutschen (Max Lang, Jakob Schuh) produzierte Kurzfilm „Der Grüffelo“. Heiligabend lief der vom BBC in Auftrag gegebene Film im deutschen TV. Hergestellt wurde „Der Grüffelo“ von Magic Light Pictures (produzierendes Studio) sowie Studio Soi (ausführendes Studio).

Am Film haben großartige Persönlichkeiten wie Alexander Lindner gearbeitet. Er war zehn Jahre bei Rothkirch/Cartoon-Film beschäftigt und hat dabei zahlreiche Positionen wie Art Direction, Assistant Direction, Design, Storyboard, Layout etc. belegt. Bei „Lauras Stern (2004)“ hat er sogar am Skript mitgewirkt. Noch kurz vor der Oscar-Verleihung konnte ich mit ihm sprechen und mehr über die Hintergründe seiner Arbeit bei „Der Grüffelo“ in Erfahrung bringen.

Er ist auf ungewöhnlichem Wege zu der Arbeit gekommen. Und zwar wollte er etwas Neues ausprobieren und war dabei Matte Painting zu lernen. Über Facebook wurde er dann von Harald Siepermann (Character Designer bei vielen Disney Produktionen) auf die Stelle bei Studio Soi aufmerksam gemacht. Daraufhin haben die Leute von Studio Soi auf seinem Blog einige wundervolle Wald-Bilder, die Alexander 2007 für ein Computerspiel hergestellt hatte, entdeckt und waren überzeugt: Er ist der Mann für die Gruffalo-Matte-Paintings!

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Unglaublich am Projekt war die Idee den Wald als Modell zu bauen (siehe Making-Of) und die Charaktere später am Computer zu animieren. Als Art Director zahlreicher Projekte weiß Alexander ganz genau, wie schwer es ist Vegetation (bzw. Planzen) in CGI zu designen und zu animieren. Von weitem sieht es noch in Ordnung aus, aber bei Close-Ups sieht die Welt schon wieder anders aus. Wahrscheinlich steckt hinter dieser Entscheidung – den Wald als Modell zu bauen – nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine technische Komponente.

Er ist immer überzeugt gewesen, dass die Verfilmung des Grüffelos eine gute Idee war, aber niemals hätte er mit einer Oscar-Nominierung gerechnet:

„Ich wusste, dass der Gruffalo ein guter Film werden würde. Studio Soi ist auf grafischer und konzeptioneller Ebene sehr mutig. Das sieht man schon bei den anderen Filmen, die sie gemacht haben. Ich wusste, es werden Leute auf den Gruffalo aufmerksam, es wird darüber gesprochen werden!“

Sehr schön sind auch die Matte Paintings, die man in seinem Blog bewundern kann. Folgt ihm unter anderem auch auf Twitter und werdet Fan auf Facebook. Heute Nacht drücke ich Alexander Lindner und den Leuten von Studio Soi beide Daumen.
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Nachdem Disney mit „Küss den Frosch (2009)“ und „Rapunzel – Neu verföhnt (2010)“ seit langem wieder ins Prinzessinnen-Geschäft eingestiegen war, hat sich die Maus trotz des ordentlichen finanziellen Erfolges vorerst endgültig davon verabschiedet. Stattdessen will Disney einen anderen Weg gehen. Vor fast 1,5 Jahren hat die Maus alle Superhelden des Marvel-Hauses gefressen und will sich damit stärker auf eine andere Zielgruppe spezialisieren. Jungs können wenig mit Prinzessinnen anfangen, aber Superhelden-Geschichten mit vielen Explosionen und lauten Geräuschen kommen gut an.

Neben dem will die Maus auch Kinder zu Tode erschrecken. Henry Selick – Regisseur von Stop Motion Filmen wie „Coraline (2009)“, „The Nightmare Before Christmas (1993)“ und „James und der Riesenpfirsich (1996)“ – ist letzter Jahr zurückgekehrt und zwar zu Disney mit einem exklusiven Deal für die Produktion von vier Filmen. In Kooperation mit Disney hat Selick ein neues Studio eröffnet. Shademaker Productions, früher Cinderbiter Productions, soll Stop Motion Filme für Kinder produzieren, die sich gruseln wollen. Einige Kinder haben offensichtlich Spass daran sich zu fürchten, vielleicht ist es aber auch die Neugier vor dem Verbotenem…

Was meint Ihr? Würdet Ihr euren Kindern erlauben sich gruselige (Kinder-)Filme anzusehen, sodass diese regelmäßig nachts zu Euch ins Bett krabbeln?

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cheburashka-tscheburaschka2 Ein Film – auf den ich mich mit am meisten freue – ist „Tscheburaschka“. Einigen mag der Begriff bekannt vorkommen. Ein Tscheburaschka ist ein kleines Tier mit braunem Fell und großen Ohren. Der aktuellen Wissenschaft ist das Tier völlig unbekannt – weltweit ist die Existenz von nur einem Exemplar dieses Tieres belegt. Das Tier ist das erste Mal 1966 in Russland gesichtet worden. Ein Obsthändler hat einige Kisten Orangen aus dem Außland importiert und dabei das Tier in einer Kiste aufgefunden. Wissenschaftler vermuten, dass das Tier eingeschlafen sei als es sich an den Orangen im Außland bereichern wollte und wurde daraufhin versehentlich in einer dieser Kisten exportiert. Schnell wurde das Tier auf den Namen Tscheburaschka getauft und im ganzen Land bekannt. Durch seine (für ein Tier) übernatürlich hohe Intelligenz bekam es Rollen in Kurzfilmen angeboten. Zwar konnte Tscheburaschka von 1969 bis 1983 in nur vier Kurzfilmen mitspielen, wurde aber aufgrund seiner Beliebtheit – vor allem bei Kindern – schnell zum Volkshelden Russlands. Darüber hinaus hat Tscheburashka viele Gastrollen in Filmen sowie Serien weltweit übernommen und war zudem 2004 das offizielle Maskottchen der russischen Olympiamannschaft für die Olympischen Sommerspiele 2004.

Aber wenn man es genau nimmt, dann entstammt Tscheburaschka der Fantasie des russischen Kinderbuchautoren Eduard Uspenski, der 1966 ein Buch über die Abenteuer eines solchen Wesens verfasste. Die vier genannten Kurzfilme sind Stop Motion Filme aus Russland, die ich vollstens empfehlen kann. Das grandiose an diesen Kurzfilmen bzw. an der Figur ist, dass Tscheburaschka eine wundervoll unterhaltsame Naivität in sich birgt. Vor ein paar Jahren habe ich das erste Mal von einigen neuen „Tscheburaschka“-Projekten aus Japan gehört. Viel konnte man über diese Projekte nicht erfahren und als dann Ende 2009 bzw. Anfang 2010 eine 26-teilige-Zeichentrickserie mit dem Titel „Cheburashka Arere?“ in Japan lief – dachte ich, dass wahrscheinlich nicht mehr kommen würde. Und dann lese ich Ende 2010, dass bereits ein Stop Motion Kinofilm zu „Tscheburaschka“ in den japanischen und einigen russischen Kinos läuft. Als riesen Tscheburaschka-Fan brauche ich wohl nicht zusagen, wie mich das freut. Ich hoffe sehr, dass es der Film nach Deutschland schafft.
Produziert wurde der Film in einem südkoreanischen Studio, das bereits Erfahrung in hochqualitativer Stop-Motion-Animation hat. Die Produktion hat sechs Jahre gedauert und Regie führte Makoto Nakamura, der bei vielen Animes mitgewirkt hat.

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Stop Motion Magazine

Das „Stop Motion Magazine“ ist ein alle zwei Monate erscheinendes Onlinemagazin, das seit Ende 2009 erhältlich ist. Es wird als PDF-Dokument ausgegeben und lässt sich kostenlos auf der offiziellen Website runterladen. Wie der Titel vermuten lässt, behandelt das Onlinemagazin das Thema „Stop Motion“. Dabei versucht es einen Blick hinter die Kulissen zu werfen; Interviews mit Experten, die erfolgreich in der Branche tätig sind; Produkt- & Software-Reviews; Tutorials und Making-Ofs; und alles, was Stop-Motion-Begeisterte interessieren könnte. Werft auf jeden Fall einen Blick rein!
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Deadline berichtet, dass Guillermo Del Toro (Regisseur: Pans Labyrinth, Hellboy) an einem 3D Stop Motion Spielfilm arbeitet. Tim Burton hatte bereits 2010 Alice nicht ins Wunderland, sondern ins Unterland geschickt. Del Toro will Pinocchio auch ähnliches antun. Die Charaktere werden kantiger und ein Stück gruseliger als in der Disneys Fassung von 1940. Optisch orientiert sich der Film, dessen Produktion noch in diesem Jahr beginnen soll, an Gris Grimlys Illustrationen für Carlo Collodis Buch Pinocchio (2002).

Die Puppen werden von MacKinnon and Saunders entwickelt, die unter anderem auch Puppen für „Der fantastische Mr. Fox“, „Corpse Bride“ und auch für den kommenden Trickfilm Frankenweenie hergestellt haben. Laut Del Toro soll grundsäzlich ein ähnliches Kernthema wie in der 1940er Fassung eingefangen werden: Die Unschuld und reine Liebe für seinen Vater rettet eine lebendig gewordene Holzpuppe, die sich auf dem Wege ein echter Jungen zu werden befindet, vor den Versuchungen des Lebens.

„In allen Märchen oder Kindererzählungen findet sich etwas Dunkles. Die Brüder Grimm, Hans Christian Anderson und Walt Disney haben dies verstanden.“, meint Del Toro.

In seinem Pinocchio wird es nicht anders sein. Die blaue Fee ist der Geist eines toten Mädchens; Pinocchio leidet an Halluzinationen und hat zahlreiche Nahtod-Erfahrungen etc.

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Quelle: Deadline

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Schon 1984 hat Tim Burton den Hund Sparky in einem knapp 30-minütigen Live-Action Kurzfilm zum Leben erweckt und 2012 kommt der liebenswerte Köter in Stop Motion auf die große Leinwand. „Frankenweenie” ist eine Parodie auf Mary Shelleys Roman „Frankenstein” und erzählt von einem Jungen namens Victor, der seinen kürzlich verstorbenen besten Freund – einen Hund – mit elektrischen Strömen zum Leben erweckt. Innerlich ist es zwar immer noch der gleiche Hund, doch durch seine äußerlichen Mängel gleicht er fast einem Monster. Victor entschließt sich seinen Hund zu verstecken, aber ewig kann er auch das nicht.

Geplant ist für 2012 ein Stop Motion Film in Schwarz-Weiss und in 3D. Bislang wurden für die Produktion über 200 Puppen erstellt, was eine beträchtliche Anzahl ist. Für „Nightmare Before Christmas“ wurden zwar auch über 200 Puppen gebaut, aber es lauerten auch Charaktere in allen Ecken und Kanten. Wer Tim Burtons Frühwerk von 1984 noch nicht gesehen hat, der hat dies nachzuholen. Auf den deutschen DVDs (Special Edition / Collector’s Edition) bzw. der Blu-ray lässt sich der Film finden.

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Bald ist es soweit, die Premiere des animierten Kurzfilms Prinz Ratte soll in wenigen Wochen statt finden. Zusammen mit Albert Radl, von dem die Idee, Inhalt und Design, sowie ein Großteil der Animationen stammen, haben wir in Koproduktion den Film mit auf den Weg gebracht. Vor knapp 2 Jahren wurden in unserem Studio die ersten Aufnahmen für den Stop-Motion-Film geschossen. Er soll ca. 14 Minuten lang werden und spielt in der Zeit von Schlössern, Drachen und Prinzessinnen. Nach Abschluss der Dreharbeiten begann für Albert die lange Zeit der Postproduktion. Das Warten hat sich gelohnt – der Trailer sieht sehr, sehr vielversprechend aus. Auf Facebook gibt es noch mehr Fotos und Infos zum Film.

Wir freuen uns gemeinsam mit Regisseur Albert Radl auf die anstehende Filmpremiere!

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Schloss – Entwurf

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Dreharbeiten – Kamerafahrt um das Schloss

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Filmstill „Prinz Ratte“

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Albert am Set

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Die Produktion von Trickfilmen kann sich je nach Umfang des Projekts über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen. Im Bezug auf das Charakter-Design sieht die endgültige Fassung eines Charakters manchmal ganz anders aus als die ersten Konzeptzeichnungen. Dies sind die ersten Konzeptzeichnungen, die Sandra Schießl für Tomte Tummetott und der Fuchs gezeichnet hat.

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Siehe auch: Teil 1 – Einleitung

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