Archive für Studentenfilm

trixi-itfs-2011-mascot

Vor einigen Tagen lief im 3sat eine höchst informative Sendung zum 18. Internationalen Trickfilm-Festival 2011 in Stuttgart und speziell auf den dort stattfindenden Wettbewerb „48h Animation Jam“. Die Sendung kann man sich hier komplett ansehen. Die Themen sind wie folgt:

20 Jahre Filmakademie Ludwigsburg
• FMX Trickfilmfestival
• Spieletipp: L.A. Noire
• Gamecast TV
• Der Matrix Fanfilm

Das Ziel beim Wettbewerb „48h Animation Jam“ ist die Produktion eines animierten Kurzfilmes mit dem ITFS-Maskottchen Trixi als Charakter und das alles innerhalb von 48 Stunden. Dies waren die diesjährigen Teilnehmer:

• Team Nr. 1 – Großbritannien (Constantinos Mavromichalis, Dane Winn)
• Team Nr. 2 – Singapur (Yan Yun Chen, Sara Chong)
• Team Nr. 3 – Georgien (Dato Kiknavelidze, Sofiko Kiknavelidze)
• Team Nr. 4 – Ägypten (Achmed Adel, Mohamed Sabry, El Sayed Ali)
• Team Nr. 5 – Polen (Daniel Mikolaj Klos, Arkadiusz Jan Zub)

Alle Filme könnt Ihr Euch in der 3sat Mediatheck ansehen und zwar sind diese in diesem Artikel in der rechten Seitenleiste auffindbar. Herzlichen Glückwunsch an Team Großbritannien, das mit dem Film “Layered” dieses Jahr gewonnen hat. Viel Spass beim Film:

Quelle: 3satAnimationsinstitut

Kommentare deaktiviert

“Paraphernalia” ist ein Kurzfilm von der CalArts-Studentin Sabrina Cotugno, die den Film größtenteils im Rahmen eines Auslandssemesters an der Goblins School of the Image produziert hat. Ihr Blog ist einen Besuch wert, denn dort hat sie ihre Arbeit teils protokolliert. Auf optischer Ebene wirkt der Film durch seinen farblichen Blaustich beruhigend und aufgrund der ungewöhnlichen – aber simplen – Darstellung ansatzweise mysteriös und wunderschön. Sabrina erzählt in ihrem dritten Jahr am CalArts eine Geschichte von einer einsamen und ängstlichen Frau, die eines Tages in ihrer Behausung von einem jungen Mann heimgesucht wird. Die Decke bricht zusammen und auf einmal liegt ein Mann im Zimmer. Wird die Frau diese Gelegenheit nutzen, um mehr aus ihrem Leben zu machen?

paraphernalia-sabrina-cotugno-making-of-1
paraphernalia-sabrina-cotugno-making-of-2

Kommentare deaktiviert
animation-school-hamburg-cover-2011 Vergangenen Donnerstag (28.04 2011) wurden in Hamburg die Abschlussfilme der animation-school-hamburg vorgeführt. Es war ein besonderer Abend für mich mit vielen tollen Filmen, vor allem da ich zum ersten Mal bei einer Veranstaltung wie dieser dabei sein konnte. Die animation-school-hamburg bietet schon seit über einem Jahrzehnt Kurse im Bereich Animation an und feierte dieses Jahr sogar den 200sten Absolventen. Wenn man sich auf der Website die Liste der Lehrenden/Dozenten ansieht, so findet man viele bekannte Namen, die an großartigen Filmen bei renommierten Studios gearbeitet haben. Mir ist es ziemlich unangenehm stellvertretend einen Namen zu nennen. Denn wenn ich nur einen Namen nenne, so müsste ich auch alle anderen erwähnen und der Beitrag würde zu lang werden (sowas nehme ich mir für die Zukunft vor). Auch den Absolventen der animation-school-hamburg stehen alle Wege offen. Einer davon war sogar bei der diesjährigen Oscar-Verleihung nominiert.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass an der animation-school-hamburg noch 3D-Plätze (CGI: Modeling, Rigging, Animation etc.) frei sind. Für die Plätze kann man sich laufend bewerben und die Berufsaussichten sehen nach einer derartigen Ausbildung gut aus. 3D-CGI wird nicht nur in der Filmbranche benötigt, sondern man kann sich genauso bei (Video-)Spieleentwickler bewerben. Mehr Informationen findet Ihr auf der Website der animation-school-hamburg.

Einige Teilnehmer der Kurse arbeiten manchmal auch parallel an mehreren Filmen mit. So auch Daniel Leyva, der aufgrund seines Einsatzes bei mehreren Filmen zum 200. Absolventen gekürt wurde. Rino Pelli (Vimeo, Behance) ist zwar kein diesjähriger Absolvent. Seinen Abschluss erwarb er 2008. Aber seit dem hilft er in der animation-school immer wieder aus – meistens im Bereich Compositing. Ich hatte schon einmal über ihn berichtet im Zusammenhang mit dem Schnitzeljagd-Interview (Teil 1, Teil 2). In den nächsten Tagen und Wochen sollen die meisten der Abschlussfilme online veröffentlicht werden. Vorneweg daher nur ein kleiner Überblick zu den diesjährigen Filmen:

1. Film: „Burnout“ (Marika Hasse, Bianca Meier):
Ein Schneemann hat immer ein kurzes Leben. Manchmal nur wenig Tage, ab und zu mehrere Wochen, selten aber paar Monate! Doch was, wenn das Leben eines Schneemannes von einem Kind mit einem Feuerzeug verkürzt wird. Eine Lektion hat man dem Kind wohl nicht beigebracht. Spiel nicht mit dem Feuer.

2. Film: „Thilo und seine Freunde“ (Julia Brinkmann):
Thilo ist ein Seehund… und bewegt sich kein Stück. Er liegt am Uferrand eines Sees und starrt ins nichts. Seine Freunde versuchen ihn zu animieren… ob sie Erfolg haben, sieht man im Film. Diesen Film zeichnet insbesondere die Erzählweise aus. Auch wenn sich der Hauptcharakter kein Stück bewegt, schafft Julia Brinkmann trotzdem eine Geschichte zu erzählen.

3. Film: „Eine kleine Nachtmusik“ (Trailer für den Comic von Carolin Reich)
Ja… es ist ein Comic. Auf der animation-school hat man viel Freiraum und man wird darauf trainiert selbstständig eigene Projekte zu verwirklichen. Carolin Reich wollte unbedingt einen Comic zeichnen und hat ihr Projekt erfolgreich abgeschlossen. Ihr Comic wird demnächst bei einem Verlag veröffentlicht. Da es ein Trailer – insbesondere ein Trailer zu einem Comic – ist, kann man diesen nicht wirklich mit den anderen Kurzfilmen vergleichen. Auf jeden Fall schafft es der Trailer Interesse zu wecken.

4. Film: „Audrey’s Journey“ (Sarah Slabiak)
Dieser Film ist mir persönlich besonders positiv in Erinnerung geblieben. Nur fällt es mir jetzt schwer den Inhalt in Worte zu fassen. Das Artwork ist wundervoll und vielleicht sagt der Titel schon einiges über den Inhalt aus. Es geht um die Reise von Audrey. junge-beinen-asbest-max-lang


5. Film: „Der Junge mit den Beinen aus Asbest“ (2004; Max Lang, Michael Behrens)
Dies ist kein diesjähriger Abschlussfilm, sondern ein Film von dem diesjährigen Oscar-nominierten Max Lang und auch Michael Behrens. Ohne viele Worte zu verlieren… Es ist ein witziger und kontroverser Film über einen Jungen mit Beinen aus Asbest.

6. Film: „Dystopia“ / „Dystopolis“ (Daniel Leyva, Esteban Fernàndez, Dieter Schindler)
Dies ist – wie „Audrey’s Journey“ – ein Film, den man sich ein zweites Mal ansehen muss, um diesen zu verstehen. Wenn ich meine Eindrücke zusammenfassen darf. Es spielt in einer grauen, passiven, teilnahmslosen Welt. In dieser Welt fliegt eines Tages ein kleines, mysteriöses Wesen umher und verbreitet Leben und Farbe. Ich glaube, einige wichtige Aspekte und Inhalte des Filmes übersehe ich jetzt. Ich muss den Film mindestens ein zweites Mal ansehen. Denn die Atmosphäre im Film war grandios und man konnte so richtig in die Welt eintauchen.


Gerne würde mich auch Eure Meinung zu den Filmen interessieren…

Kommentare deaktiviert
Teil 2 des Interviews mit den „Schnitzeljagd“-Machern Katrin Schnier, Rino Pelli (Vimeo, Behance) und Sonja Heinrich (Website) (siehe auch Teil 1).


Wie hat euch die Zusammenarbeit mit TRIKK17 gefallen?

Sonja: Es hat die ganze Zeit viel Spaß gemacht. Es herrschte eine sehr lockere und entspannte Atmosphäre. Wir hatten eine sehr intensive Zeit, in der wir unglaublich viel gelernt haben und das in allen Bereichen. So konnten wir in nur drei Monaten einiges über Puppen-, Setbau und Stop-Motion im Allgemeinen lernen. Wir konnten auch bei anderen Projekten beobachten, wie diese langsam wuchsen und professionellen Animatoren bei der Arbeit zusehen.

Rino: Sehr, sehr gut. Wir hatten eine ganze Ecke vom Studio für unser Set während der ganzen Drehzeit zur Verfügung und hatten all den Platz, das Equipment und vor allem die Hilfe und Unterstützung, die wir brauchten. Gefehlt hat es in der ganzen Zeit an nichts und die Atmosphäre war immer so freundlich sowie familiär, dass man sich von Anfang an gleich wohl gefühlt hat.
Die Einarbeitungszeit hat mir auch immensen Spass gemacht. So richtig Unterricht war es ja nicht, mehr ‘Learning by Doing’. Am Besten gefallen hat mir die Zeit, in der uns Martin Molke beigebracht hat, wie man die Puppen baut. Das war großartig! Und der Moment, in dem wir die Lichter angeknipst haben und das erste Mal unser beleuchtetes Set durch die Kamera sehen konnten. Das war der Augenblick, wo bei mir alle Sorgen um die optische Wirkung verflogen. Es ist unglaublich, wie viel das richtige Licht ausmachen kann.

schnitzeljagd-interview-makingof-1_0

Katrin: Die Zusammenarbeit mit TRIKK17 war grandios. Alle haben uns, wo sie nur konnten, mit Rat und Tat zur Seite gestanden und dank Martin haben wir auch geniale Puppen erschaffen, die eine Menge ausgehalten haben und sehr flexibel in der Handhabung waren.


Habt Ihr – als Absolventen der Animation-School-Hamburg – Ratschläge oder Tipps für eure Nachfolger oder andere Studenten ähnlichem Fachgebietes.

Katrin: Als Rat kann ich allen nur mitgeben, dass wenn man einmal die Möglichkeit haben sollte einen Film im Bereich Puppentrick zu machen – und auch noch bei TRIKK17 -, dass man diese Gelegenheit so gut es geht wahrnehmen sollte. Niemand kann einen Film ganz allein auf die Beine stellen. Man sollte Hilfe von anderen annehmen und akzeptieren, da man selbst nicht alle Bereiche einer Produktion abdecken kann.

Rino: Für Stop-Motion sollte man mit Straight-Ahead-Animation gut klarkommen, weil Pose-to-Pose da einfach nicht möglich ist. Das ist also definitiv von Vorteil. Ansonsten lassen sich die ganzen Techniken, die man bei 2D- und 3D-Animation lernt auch bei Stop-Motion hervorragend einsetzen – Stretch & Squash, Overlaps, Overshoot etc.
Wer weiß, wie man ein Bild licht-technisch interessant in Szene setzt, wird das auch gut anwenden können. Im Vergleich zur Animation am Computer oder auf Papier hat mich bei Stop-Motion immer das Haptische fasziniert, dass man mit echtem Licht arbeitet und tatsächlich etwas ‘Richtiges’ in den Händen hält. Von dieser Erfahrung werden dann im Gegenzug auch Zeichnungen und 3D-Renderings profitieren.

schnitzeljagd-interview-makingof-3_0

Sonja: Ich würde das Stop-Motion-Projekt bei TRIKK17 jedem Absolventen der Animaton-School-Hamburg weiterempfehlen. Wir waren froh, dass wir auf Sandra Schießl gehört haben und unsere viel zu umfangreichen Ideen verworfen haben. Aber wenn man eine gute kurze Idee hat, ist es durchaus möglich mit ein wenig Arbeit in drei Monaten einen schönen Kurzfilm entstehen zu lassen.

Kommentare deaktiviert
Vor einigen Tage habe ich den Kurzfilm „Schnitzeljagd“ präsentiert, der in unserem Studio produziert wurde. Heute könnt Ihr hier wertvolle Hintergrundinformationen und Tipps direkt aus erster Hand ergattern. Die Macher Katrin Schnier, Rino Pelli (Vimeo, Behance) und Sonja Heinrich (Website) standen mir für ein kleines Interview zur Verfügung.


Wie seid Ihr auf die Idee zu diesem Kurzfilm gekommen?

Rino: Erst wollten wir eine Art unkonventionellen Märchenfilm mit Twist machen. Dafür hätten wir dann allerdings eine ganze Reihe an Sets und Figuren gebraucht. Sandra hat sich dann an den Kopf gefasst: „’nen Drachen wollen die da auch noch drin haben!“. Das wäre in der kurzen Zeit einfach nicht umzusetzen gewesen. Also haben wir das verworfen und uns vorgenommen, etwas simpleres zu machen.

Katrin: Ich hatte am Abend zuvor mit einer Freundin telefoniert und ihr davon erzählt. Die Idee der Pointe kam von ihr. Als wir dann alle zusammen saßen, hat uns diese Geschichte am besten gefallen.

Rino: Viele der ersten visuellen Ideen sind dann auch tatsächlich im Film gelandet. Als wir dann mit den Storyboards angefangen haben war schon klar, dass der Film am Anfang eher düster und unheilvoll daherkommen sollte, um das mit der Pointe dann ganz rumzureißen.


Mit welchen Problemen hattet Ihr bei der Produktion zu kämpfen?

Rino: Ein großes Problem war, dass sich Dinge im Bild bewegten, die sich gar nicht bewegen sollten! Wir hatten in unserem Wald-Set haufenweise kleine Schaumstoffstückchen, Kunststoffblätter und Ähnliches auf dem Boden verteilt, um einen glaubwürdigen Waldboden zu bekommen. Beim Animieren der Figuren kommt man da halt immer mal wieder gegen, egal wie vorsichtig man ist. In der fertigen Animation sieht es dann aus als würde ein Wirbelwind durch die Szene fegen. Wir hatten schon die ganzen Schnipsel vorbeugend einzeln auf dem Set festgeklebt, aber einige Stellen mussten wir dann trotzdem in der Postproduktion wegmaskieren.

Sonja: Es war ein sehr straffer Zeitplan mit drei Monaten für die komplette Produktion. Wir hatten nachdem wir einen Monat mit der Ideenfindung verbracht haben, nur noch einen Monat Zeit um alle Figuren und Kulissen anzufertigen. Danach noch einen knappen und stressigen Monat um alles zu Drehen und für die Postproduktion. Zu kämpfen hatten wir unter anderem mit Sören, der uns an einem Tag gegen unser Set stieß. Mitten im Dreh rutschte das Blätterdach nach unten und die Bäume wackelten – wir mussten mit einer sehr aufwändigen Szene noch einmal beginnen.

schnitzeljagd-interview-makingof-2_0

Rino: Und ursprünglich hatten wir zum Schluss das Reh auch noch lachend rauslaufen lassen. Bruno Bachem hat das Lachen vom Wolf aber so genial getroffen, dass alles, was wir danach für das Reh haben sprechen lassen, dagegen überhaupt nicht wirkte. Statt den Schlussgag noch zu verstärken, hat es ihn nur unterboten.
Am besten wirke es, als wir die letzten paar Sekunden einfach mal testweise abgezwackt hatten und so blieb es dann. Auch wenn das bedeutete, dass eine schwierige und auch recht gelungene Animation der Schere zum Opfer fiel.

Kommentare deaktiviert
schnitzeljagd-trikk17

Im Rahmen eines Moduls der Animation-School-Hamburg in Kooperation mit TRIKK17 haben letztes Jahr Katrin Schnier, Rino Pelli und Sonja Heinrich an einem Filmprojekt in unserem Studio unter unserer Leitung gearbeitet. Das Ergebnis ist ein grandioser Stop Motion Kurzfilm über ein Reh, das von einem Wolf verfolgt wird. Musik und Sound stammt von Christian Seim.

Die Tage erwartet Euch in unserem Blog ein informatives Interview mit den Machern.

Kommentare deaktiviert

„Dreckmonster“ ist ein deutscher Kurzfilm von Maike Ramke und Christian Retzlaf, der an der ‘Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam Babelsberg’ im Jahre 2007 produziert wurde. Habt Ihr Euch schon immer gefragt, wie Schmutz entsteht… wie Kaffeeränder auf den Tisch kommen, warum Flusen auf dem Boden liegen, Fettflecke am Herd. Nein, der Mensch hat damit nichts zu tun. ‘Dies ist das Werk genialer Gestaltungsprofis.’ Die Dreckmonster arbeiten im Auftrag der Putzmittelindustrie und produzieren eine Nachfrage nach Putzmitteln, sodass die Industrie immer neue Produkte auf den Markt bringen kann. Doch eines Tages werden sie von einer Dreck(s)maschine ersetzt. Stehen die Dreckmonster vor der Arbeitslosigkeit?

Kommentare deaktiviert

Turm 37 zieht jeglichen Tropfen Wasser aus dem einst von der Zivilisation unberührten See. Das Wasser wird in einer riesigen Kugel gespeichert und bedroht das Ökosystem des Sees zu zerstören. Doch zwei kleine Männchen stellen sich der Aufgabe ihre Heimat zu retten.

„The Incident at Tower 37“ ist ein interessanter CG-animierter Kurzfilm, geschrieben und produziert von Chris Perry, der es in Rahmen eines Kurses beim Hampshire College erstellte. Der Film versucht teils eine umweltpolitische Message rüberzubringen. Doch ist diese Message eher suptil in den Film integriert, sodass es nicht zu sehr aufgesetzt wirkt. Chris Perry versucht nicht zu belehren, sondern eher zu unterhalten, indem er eine Message in einem größeren Rahmen verpackt. Die Story steht im Vordergrund!

Quellen: Website, Production Blog

Kommentare deaktiviert

Der Vancouver Film School Youtube-Channel gehört zu meinen liebsten Kurzfilm-Quellen. Denial ist ein Film von Hung Mao Lin, der sich mit einer ernsten Thematik beschäftigt. Kinder haben immer die wildesten Einfälle… manche spielen Doktor, andere haben neue Spiele auf Lager…

Man kann nicht wirklich sagen, dass dieser Studentenfilm die Zuschauer zum Nachdenken anregt. Denn dafür spricht dieser Kurzfilm eine Thematik an, die schon des Öfteren in zahlreichen Formen und Arten diskutiert wurde. Aber dennoch ist die Charakterkonstellation sehr interessant. Kinder, die eine Botschaft in einem ‘Was wäre, wenn’-Szenarien überbringen!

Kommentare deaktiviert

„Galileo“ ist ein schöner Trickfilm von dem französischen Studenten Ghislain Avrillon (Ecole Pivaut) aus dem Jahre 2009. Die Animation wurde mittels Flash hergestellt, die wundervollen Hintergründe mit Adobe Photoshop und der Schnitt mit After Effects sowie Premiere.

Ein Junge – wahrscheinlich benannt nach Galileo Galilei – geht seinem größten Wunsch nach. Dem Traum vom Fliegen! Er baut sich eine Art Jet-Pack. Doch der Flug will ihm nicht gelingen. Begleitet wird er zum Schluss von einem mysteriösen Mädchen in grünen Klamotten, die ihn auf eine Idee bringt.

Bei dem Film bekomme ich immer eine Gänsehaut und obwohl der Film 4,5 Minuten lang ist, kommt es mir gar nicht so lang vor – und das meine ich positiv.

Kommentare deaktiviert

Out of a Forest

Ich hatte schon ein paar Kurzfilme aus dem „Animation Workshop“ (Viborg) vorgestellt. „Out Of A Forest“ ist ein Kurzfilm aus dem Jahr 2010 von Tobias Gundorff, Katrine Kiilerich Poulsen, Martin Bested und Frederik Villumsen. Dieser Stop Motion Film ist durchgehend von Musik begleitet, kommt ohne Soundeffekte bzw Geräusche aus und erfüllt damit viele Kriterien um als Musikvideo bezeichnet zu werden. Dennoch ist die Story im Vordergrund. Die Musik mit dem Gesang spielt nur eine sekundäre Rolle.

Ein junger Hase wird zu einer Dinner Party am späten Abend eingeladen. Unter klarem Sternenhimmel mit einem wunderschönen Ausblick auf den Mond; Laternen, die auf einem Baum hängen; zusammen mit großen Hasen, die sich gegenseitig Geschichten erzählen… zu schön um wahr zu sein.

Kommentare deaktiviert
„Dad?“ ist ein Kurzfilm von Zesung Kang aus seinem dritten Jahr (2010) auf dem „California Institute of the Arts“ (CalArts). Eltern haben es manchmal schwer mit ihren Kindern. Die Geschichte handelt von einer jungen Frau, die es zu Hause mit ihrem Vater nicht mehr aushält. Sie nimmt alles mit und verlässt das Haus. Die Autoschlüssel, ihre Jacke, ihren Bruder! Das Ergebnis ist eine wundervolle und glaubwürdige Geschichte. Die Charaktere haben mich so leiden lassen. So sehr habe ich gehofft, dass sie gleich noch zur Besinnung kommt.

Ich freue mich schon jetzt auf die kommenden CalArts-Filme. In der Regel tauchen von April bis Juni eines Jahres viele der CalArts-Studentenfilme irgendwo im Internet auf. Viele davon sind zwar technisch nicht so grandios umgesetzt – nicht besonders einfach einen Trickfilm unter Zeitdruck alleine oder in einer kleinen Gruppe zu produzieren -, aber dennoch sehenswert und vor allem kreativ.

Kommentare deaktiviert

|