Archive für Trailer

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In den kommenden Wochen werden wir das Bilderbuch „Zwei wirklich dumme Gänse in einem brennenden Haus!“ von Martin Baltscheit verfilmen. Es wird ein ca. 5 minütiger Kurzfilm mit einem ganz besonderen Stil. Einen Trailer kann man sich auf unserer Webseite in der Rubrik „Features/Shorts“ anschauen.

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Die Figurenbauerin Hanna Habermann, die uns alle mit ihrem Können an unseren Projekten wie Astor Chang und den Hubba Bubba-Spots begeisterte, hat es bis Aardman Animations geschafft und erzählt uns ein wenig über ihre Arbeit.

Erzähl uns ein wenig über dich bzw. über dein Leben? Was hast du früher gemacht und was machst du zurzeit? Was hat dir dabei geholfen, die zu werden, die du bist?

Hanna Habermann: Zur Zeit baue ich am Hauptcharakter für Aardmans Projekt “Pirates” (Produktionsfotos) – dem Pirate Captain. Natürlich wird hier auch nur mit Wasser gekocht, aber auf sehr hohem Niveau. Ich bin gelernte Druckerin, habe dann als Grafiker, Beleuchter, Eventdesigner, Datawrangler und einiges anderes gearbeitet und Design studiert. Nach dem Studium wollte ich nicht in die Werbung und zum Künstler habe ich mich auch nicht berufen gefühlt. Ich fing in einem Stop-Motion Studio im Produktionsbüro an und habe dann in den Figurenbau gewechselt. Das war einerseits das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, und andererseits war es offensichtlich, dass ich im Figurenbau meine Berufung gefunden hatte. In dem Feld kann bzw. muß ich mein gesamtes künstlerisches und technisches Knowhow anbringen, das ich über die Jahre gesammelt habe und die Umwege ergeben einen Sinn.

Ist eines der Filmprojekte, an denen du (mit-)gearbeitet hast, dir besonders in Erinnerung geblieben? Vielleicht weil du dich darin in irgendeiner Weise verwirklichen konntest oder du eine gewisse Rolle im Laufe der Produktion erfüllen durftest?

Hanna: Die kleineren Projekte sind immer sehr spannend, weil ich vom Design bis zur fertigen Puppe am Entstehungsprozess beteiligt bin. Das letzte Projekt war in Aarhus beim Studio wired fly (Blog), wo wir sieben Puppen in dreieinhalb Monaten gebaut haben. Als ich ankam, gab es ein paar angefangene design-sculpts und etwas Material von vorherigen Produktionen. Ich war überrascht, wie professionell wir in dem kleinen, jungen Studio arbeiten konnten. Ich hatte ein Figurenbau-Team von fünf Leuten und wir haben zwei animierbare Vögel mit echten Federn gebaut sowie fünf Puppen mit Fake-Porzellanköpfen und sehr fein genähten Kostümen.

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Für unser internationales, crossmediales Serien-Projekt „Walrus“ haben wir Projektentwicklungsförderung von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein bekommen. Damit werden wir in den nächsten Wochen einen Piloten herstellen. Das Projekt ist eine Dänisch-Deutsche Koproduktion mit Basmatifilm in Aarhus, die Drehbücher werden von dem Londoner Autor Pete Reeves geschrieben und Regie wird der in Dänemark lebende Franzose Denis Chapon übernehmen. Das Thema ist die globale Erwärmung und wir haben Grosses vor. Mehr wird aber noch nicht verraten.

Die Konzeptbilder stammen von dem Regisseur Denis Chapon. Seht Euch auch gerne seinen Kurzfilm Abuela Grillo an, den er in Viborg am Animation Workshop produziert hat (Bilder anklicken um zu vergrößern).

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CTRL+HEART+DELETE ist der Pilotfilm für eine Webserie, das von dem preisgekrönten Studio GhostBot auf der diesjährigen San Diego Comic-Con vorgestellt wurde. PRESSTON ist ein Spielzeugroboter, dessen einzige Aufgabe es ist, seine Gefährtin Penny zu lieben und geliebt zu werden. Lange Zeit läuft dies sehr gut bis die Pubertät einschlägt und sich Penny nach menschlicher Nähe sehnt. Doch PRESSTON will nicht zum alten Eisen gehören und vielleicht lässt sich wahre Liebe auch nicht berechnen.

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Am Samstag, 30.04.2011, war die Premiere von gleich vier unserer Filme bzw. Kurzfilme, an denen wir beteiligt waren. Rosalie & Trüffel kann man sich zwar schon seit einigen Wochen online ansehen, dennoch war dies weltweit die Premiere auf der großen Leinwand. Auf jeden Fall war es ein erfolgreicher Abend… viele zufriedene Gäste und vor allem mehr Gäste als erwartet. Wir bedanken uns herzlichst fürs Kommen. Bevor ich weiter erzähle, möchte ich hinweisen, dass dieser Beitrag – wie sonst fast immer – meine persönliche Meinung widerspiegelt. Insbesondere weil (mit Ausnahme von Rosalie & Trüffel) alle Filme noch vor meiner Zeit bei TRIKK17 produziert wurden. In den letzten Monaten fand hauptsächlich der Feinschliff statt.

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Es ist immer ein besonderes Ereignis, den eigenen Film in einem großen Kinosaal vor einem riesigen Publikum vorführen zu können. So auch bei unseren beiden Schweinen Rosalie & Trüffel. Im Gegensatz zu einer digitalen Online-Vermarktung (auf YouTube und ähnlichen Kanälen) sieht man bei einer Live-Vorführung direkt die Reaktion der Zuschauer. In gewisser Weise bringt es einem auch die Bestätigung. Man hat einen guten Film produziert, der viele Menschen begeistern und unterhalten konnte. Im Nachhinein meinte Christian Manzke, der für die wunderschönen Hintergründe im Film zuständig war, dass der Film genau die perfekte Länge hat. Die Produktion von Animationfilmen dauert lange… sehr lange… und wenn man viel Arbeit in nur wenige Sekunden investiert hat, so fällt es insbesondere Trickfilmern schwer den eigenen Film auf das Wesentliche bzw. den Kern zu kürzen… Ich stimme Christian zu, der Rosalie & Trüffel Film hat die perfekte Länge.

Wir blieben unter Schweinen mit Kai Pannens Film „Olga“, über den ich bereits berichtet hatte. „Olga“ basiert auf dem gleichnamigen Bilderbuch, geschrieben von Hilke Mayer und illustriert von Kai Pannen höchstpersönlich. „Olga ist ein Schwein wie du und ich – liebenswert und meist gut gelaunt. Doch manchmal wacht sie mit einem grauen Gefühl im Bauch auf, das einfach nicht verschwinden will.“ Der Kurzfilm hat eine schöne Botschaft und zeigt einem, wie wichtig Freunde in schwierigen Situation sein können. Grundsätzlich lässt die Geschichte viel Interpretationsspielraum zu, sodass sich jeder mit dem Schwein identifizieren könnte. Sie ist halt ein Schwein wie du und ich.

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Als nächstes wurde ein Film vorgeführt, auf den ich mich mit am meisten gefreut habe. „Flimmerndes Inferno“ von Björn Magsig und Sören Wendt. Es handelt von dem Untergang der Titanic, erzählt aus der Perspektive eine Krabbe. Die Idee zu dem Film gibt es sogar schon länger als unser Studio. Ich habe immer großen Respekt vor Leuten, die sich über all die Jahre motivieren können an einem Film – erst Recht an einem Kurzfilm – zu arbeiten. Sören erwähnte im Bezug auf die lange Produktion noch scherzend, dass man jede Sekunde wie einen guten Wein genießen soll. Ich kann es bestätigen, er hat nicht übertrieben. Ich will jetzt nicht zu viel erzählen. Demnächst kommen noch weitere Details hinzu, die ich in einem separaten Beitrag diskutieren will.

Als Abschluss mit einer Laufzeit von 14 Minuten diente der Hauptfilm. „Prinz Ratte“ von Albert Radl:

Prinz Ratte ist ein Märchenfilm mit allem, was dazu gehört: Burg, Prinzessin, Prinz, Drachen, einem heimlichen Verehrer und großer Gefühle, aber auch einem unerwarteten Ende und einer ungewöhnlichen Wahrheit über kleine Helden und große Wünsche.

Die Produktion hat zwar nicht so lange gedauert wie bei „Flimmerndes Inferno“, aber innerhalb von vier Jahre kann schon eine Menge in der Welt passieren. Ein ausführlicherer und separater Beitrag kommt später noch hinzu. Ich kannte den Film vorher nicht und wollte ohne jegliche Kenntnis an diesen heran gehen. Konsequenterweise hatte ich mir weder eine Inhaltsbeschreibung durchgelesen noch den Trailer angesehen. Als Fazit kann ich sagen: Wenn „Prinz Ratte“ schon nicht Oscar verdächtig ist, dann wird dieser mindestens zahlreiche Preise auf Festivals und Verleihungen gewinnen. Ein großartiger Film!

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Zum fünften Mal holt Werner mit seinem kommenden Abenteuer aus. Diesmal bekommen wir Einblicke in seine Kindheit und Jugend. Werner und Holgi rivalisieren seit Kindesbeinen miteinander und dennoch gewinnt immer Holgi – selbst beim legendären Kinderwagen-Rennduell. Doch irgendwann kommt der Augenblick der Revanche. Die vorherigen vier Kinofilme haben annähernd 14 Millionen Zuschauer vor die Leinwände gezogen und beim fünften Teil scheint ebenfalls der Erfolg abonniert zu sein. Für das Drehbuch war – wie nicht anders erwartet – Rötger ‘Brösel’ Feldmann verantwortlich. Regie führte diesmal Gernot Roll, der seit Jahrzehnten Erfahrung als Kameramann hat und auch von Zeit zu Zeit als Regisseur gearbeitet hat (Ballermann 6, Die Superbullen).

Doch der Erfolg ist manchmal mehr Schein als Sein. Das Produktionsbudget für Animationsfilme in Deutschland wird immer knapper und die Ansprüche der Auftraggeber immer höher. Daher lässt sich die Produktion nur schwer auf dem kleinen deutschen Markt refinanzieren. Dies erklärte der Geschäftsführer der Trickompany Michael Schaack Anfang Dezember 2010 im Bezug auf die Insolvenz seines Studios. Der letzte Werner-Film sollte aber noch zu Ende produziert werden. Selbst Trickfilmproduzent Gerhard Hahn (Benjamin Blümchen, Asterix in Amerika, Die Abrafaxe – Unter schwarzer Flagge) sieht der Zukunft des deutschen Animationsmarktes skeptisch entgegen. Demnächst will er zwar noch einige weitere Stoffe entwickeln, aber ein Studio will er nicht mehr führen. Wir wünschen beiden viel Erfolg.

Quelle: Offizielle Website, mediabiz, Digital Fernsehen, Welt Online

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Angelina und Brad können sich warm anziehen. Jetzt erobert ein neues Liebespaar die Leinwand: Rosalie und Trüffel! Für ihr erstes Filmabenteuer wagten sich die beiden Rüsselküsser (bekannt aus unseren gleichnamigen Büchern) direkt auf sehr gefährliches Terrain: die Titanic…

Für das Setbau- und das Kamerateam von TRIKK17 in Kooperation mit WunderWerk war es eine Herausforderung: Romantik – Dramatik – Liebe – Leidenschaft – und das in aller Kürze.
40 Sekunden standen uns zur Verfügung! Aber die haben’s jetzt auch in sich: Wie ihr hier seht, kann wahre Liebe zwar keine (Eis)Berge versetzen, aber alle Herzen zum Schmelzen bringen…

Soll’s bald weitergehen mit Rosalie und Trüffel?
Dann schreibt uns eure Meinung und sendet den Trailer in die weite-weite Welt hinaus!

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Dies ist die Fortsetzung vom ersten Teil der Filmkritik


Zudem führten die Regisseure den alt bekannten Buch-Erzählstil wieder ein. Es gibt einen Erzähler, der rege mit den Figuren interagiert und die Geschichte teils wie aus einem Buch vorlese. In der TV-Serie sowie in den darauffolgenden TV- sowie Direct-To-Video-Produktionen hatte man darauf verzichtet. Des Weiteren ist die Musik ein zentraler Bestandteil des Films. Ich gehöre sowieso zu den wenigen, die schon immer den Gesang in den Disney-Filmen liebten. In diesem Fall hat der Gesang nicht nur unterhaltende Wirkung, sondern unterstützt beim Erzählen der Geschichte. Es gibt nicht wirklich herausragende Songs, aber in jedem Fall sind diese sehr gut sowie passend in den Film integriert. Vieles ist beim Alten geblieben. Das Charakter-Design hat sich meines Wissens nach auch nur im geringem Maße verändert. Christopher Robin wirkt ein wenig moderner und hat nicht mehr so intensive Punktaugen.

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Eigentlich sind die Charaktere sehr stereotypisch aufgebaut und verkörpern bestimmte Grundeigenschaften:
- Ferkel ist die Furcht
- Eule verkörpert Ego
- Rabbit steht für Kontrolle
- Puuh ist die reine Unschuld
- I-Aah ist Pessimismus

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Dies ist aber keinesfalls negativ gemeint, denn dadurch weiß der Zuschauer genau, woran er ist. Es ist nicht die (Un-)Vorhersehbarkeit, was die „Winnie Puuh“-Filme ausmache, sondern die liebevolle und dennoch interessante Umsetzung. Am meisten fasziniert mich das Verhältnis zwischen Winnie Puuh und seinem besten Freund Christopher Robin. Bei der Naivität Puuhs ist es nur all zu schwer noch naiver sein zu können. Jim Cummings (engl. Stimme von Puuh) meint: „Ich denke, Puuh betrachtet die Welt durch eine honigfarbene Brille“. Christopher Robin ist der einzige Mensch im Hundertmorgenwald und den Waldtieren in Sachen Intelligenz weit überlegen, obwohl man ihn auch nicht als sonderlich klug bezeichnen würde. Trotz seiner Überlegenheit ist er niemals hochnäsig. Man hört häufig von ihm den Ausspruch „dummer alter Bär!“, aber das ist nicht böse gemeint. Christopher Robin ist ein sehr guter Freund und man sieht ihm an, dass er an keinem Ort eher wäre als dem Hundertmorgenwald.

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Teils sind im Film auch leicht gruselige Elemente vorhanden… Die Rede vom grauenvollen Monster Balzrück! Aber bevor man befürchtet, dass der „Winnie Puuh“-Film die eigenen Kinder dazu anregt, nachts zu einem ins Bett zu krabbeln, möchte ich folgendes anmerken. Als Zuschauer weiß man bereits von Anfang an, dass es sich hier nur um ein Missverständnis handelt. Es gibt anscheinend kein Monster! Und zudem beginnt die Geschichte wie man es aus den alten „Winnie Puuh“-Filmen auch kennt im realen Zimmer von Christopher Robin. Die Zuschauer sehen, dass es sich hierbei nur um Plüschtiere handelt und sich alles in der Fantasie von Christopher Robin abspielt. Später sieht man im Übrigen einige Andeutungen auf den Plüschtier-Charakter. Neben den leichten Andeutungen am Körper der Tiere, reißen auch hier und da die Nähte sowie Fäden.

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Erwähnenswert sind vor allem die wunderschönen Hintergründe und die saubere Animation. Ich mag es zwar nicht, wenn gute Animation auf Kosten der Story geht, aber dies ist hier in keinem Fall gegeben. Die Animation bringt Spass. Es ist immer lustig anzusehen, wie die Charaktere tollpatschig von einem Loch ins andere fallen. Apropos Loch… Disney hat kürzlich einen kurzen Promotion-Clip veröffentlicht, indem unsere Helden in einem tiefen Loch gefangen sind. Drei Mal darf man raten, was in dieser Szene nicht stimmt. Puuh, Rabbit, I-Aah, Känga, Ruh und Eule sind in einem Loch gefangen und können sich nicht selbst helfen!

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit Puuhs neuem Abenteuer. Es ist ein kindertauglicher Film, wobei es nicht ausschließlich ein Kinderfilm ist. Es ist eher ein Familienfilm… ein Abenteuer für die ganze Familie. „Wir versuchen, mit unseren Filmen immer die ganze Familie anzusprechen – also eine Geschichte zu erzählen, die die Kinder begeistert, die Teenager unterhält und die Eltern zum Lachen bringt“, meint John Lasseter. Leider gibt es nicht viel, was besonders heraussticht. Der Film ist bis auf den leicht schwachen Anfang konstant unterhaltsam und sehr liebevoll umgesetzt. Ich wünschen allen viel Spass beim Film; der deutsche Kinostart ist am 14. April 2011.

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Als langjähriger Puuh-Fan hat es mich umso mehr gefreut als die Produktion eines weiteren „Winnie Puuh“-Kinofilms angekündigt wurde. Die Walt Disney Animation Studios präsentieren hiermit den ersten Kinoauftritt von Winnie Puuh seit 1977. Damals wurden die ersten drei Kurzfilme zu einem abendfüllenden Kinofilm zusammengeschnitten. Das Regieduo Stephen Anderson und Don Hall inszenierten das neue Abenteuer, um Kindern heutiger Zeit den kleinen Bären von geringem Verstand näher zu bringen. Der Kinostart ist für den 14. April 2011 vorgesehen. Sowohl Anderson als auch Hall haben bereits seit vielen Jahren Erfahrung in dem Medium gesammelt. Stephen Anderson führte Regie bei „Triff die Robinsons“ (2007) und hat als Mitglied der Storyabteilung bei Filmen wie „Ein Königreich für ein Lama“ (2000) und „Bärenbrüder“ (2003) mitgewirkt. Don Hall arbeitet schon seit 1995 bei Walt Disney Animation Studios. Angefangen hat er als Story-Trainee und hat sich hoch gearbeitet bis er zuletzt die Storyentwicklung bei „Küss den Frosch“ (2009) leitete.

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Geboren ist Winnie Puuh 1926 als  A. A. Milne die ersten Geschichten über ihn schrieb. Doch Laufen gelernt hat Puuh erst 1966 bei den Disney Studios. Nach den wenigen produzierten Kurzfilmen startete Disney 1988 mit der Produktion einer TV-Serie. Der Erfolg der Serie führte zur Entwicklung zahlreicher Direct-To-Video- und TV-Filmen. Eine 87 Folgen umfassende Serie wie von 1988-1991 habe ich leider noch nicht vollständig gesehen. Aber die darauf folgenden Filme habe ich nur all zu gerne gesehen. Besonders hervorheben möchte ich dabei den DTV-Film „Winnie Puuh auf großer Reise“ von 1997. Winnie Puuhs neues Kinoabenteuer und der Film von 1997 basieren nämlich auf der gleichen Idee. Das Verschwinden von Christopher Robin, die Missinterpretation von Eule und die darauffolgende Suche nach dem Jungen. Die eigentliche Umsetzungen sowie die Storydetails weichen allerdings in beiden Fällen erheblich voneinander ab.

Puuh erwacht völlig ausgehungert in seinem Häuschen im Hundertmorgenwald und muss feststellen, dass ihm sein Honig ausgegangen ist. Schnell macht er sich auf die Suche nach Honig, doch wird er abgelenkt durch einen Wettbewerb bei dem es um die Suche nach einem Schwanz für I-Aah geht. Daraufhin entdeckt Puuh eine geheimnisvolle Nachricht von bzw. um Christopher Robin. Als Eule die Nachricht falsch interpretiert, steht für alle fest. Christopher Robin wurde vom grauenvollsten aller grauenvollen Monster entführt: Dem Balzrück!

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Grundsätzlich war Puuhs neues Abenteuer sehr unterhaltsam. Der Anfang lief ein wenig schleppend, da manche Gags nicht funktioniert haben und mich dacher nur müde zum Lächeln gebracht haben. Aber relativ schnell hat es sich deutlich gebessert und so manche Wortwitze haben mich zum Lachen gebracht. Die Pressevorführung bei der ich teilgenommen habe war quasi eine Kinderveranstaltung – was nicht negativ gemeint ist. Die wenigen Erwachsenen (Kritiker) haben alle ihre Kinder sowie die Nachbarskinder mitgenommen. Dabei ist mir aufgefallen, dass Winnie Puuh hier und da mit gut durchdachten Wortwitzen vor allem Erwachsene zum Lachen bringen konnte. Die Kinder hatten meist an anderen Stellen ihren Spass. Positiv möchte ich anmerken, dass der Film nicht lange drum herum erzählt, sondern geradewegs zum Thema kommt. Daher ist der Film nicht unnötig in die Länge gezogen. Es gibt zwar immer einen Anlass für die Folgehandlung, aber diese ist nur auf das Minimum – und daher genau perfekt – beschränkt.

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Verantwortlich für die grandiose Story-Umsetzung ist die Geheimwaffe vom Disney-Team: Burny Mattinson. Ein Mann, der schon mit Walt Disney höchst persönlich zusammen gearbeitet hat und somit seit mehr als 50 Jahren bei den Walt Disney Animation Studios beschäftigt ist. „Wir nennen ihn den Puuh-Guru, denn er war der spirituelle Wegweiser durch diesen Prozess“, meint Regisseur Don Hall. 1953 begann Mattinson mit nur 18 Jahren seine Karriere in der Poststelle von Disney und war bereits sechs Monate später als Phasenzeichner bei „Susi und Strolch“ (1955) beschäftigt. Zehn Jahre später lernte er den kleinen Bären von geringem Verstand kennen. Im Laufe seiner Karriere hat er an heutigen Klassikern gearbeitet wie „101 Dalmatiner“ (1961), „Das Dschungelbuch“ (1967), „Bernhard und Bianca“ (1976), „Aladdin“ (1992), „Die Schöne und das Biest“ (1991) und „Der König der Löwen“ (1994). Neben der Co-Regie für „Basil, der Große Mäusedetektiv“ (1986) führte er bislang nur Regie am Film „Micky’s schönste Weihnachtsgeschichten“ (1983), bei dem er auch für den Oscar nominiert war.

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Wenn man einen Klassiker wie Winnie Puuh wieder auf die große Leinwand bringen möchte, dann fragt man sich automatisch, wie man einen etablierten Klassiker noch verbessern kann. Denn wenn man es schon nicht besser machen kann, dann wäre das gesamte Projekt für die Katz gewesen. Als John Lasseter die Idee – den Bären einem neuen Publikum vorzustellen – präsentierte, waren alle höchst begeistert. „Wir fanden die Idee toll, wieder einmal bei diesen heiß geliebten Figuren vorbeizuschauen, mit ihnen zu spielen, ihre Welt zu entdecken und sie den heutigen Zuschauern vorzustellen“, beteuert Stephen Anderson.
Der Trick um einen Klassiker zu verbessern bestehe darin, zeitgemäße Elemente in die Geschichte einfließen zu lassen, aber dennoch die Qualitäten des Originals nicht aus den Augen zu verlieren. Man kehre zu den Wurzeln zurück. „Die Welt, die Milne erschuf, ist zeitlos, und genau das wollten wir beibehalten. Wir versuchen nicht, unseren Figuren moderne technische Geräte zu verpassen. Wir wollten das Zeitlose erhalten – doch beim Humor fanden wir eine Verjüngungskur angebracht“, meint Don Hall.

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Siehe den zweiten Teil der Filmkritik.

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Olga, Kai Pannen

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit für „Komm essen, Pfannkuchen!“ haben wir (TRIKK17) erneut mit Kai Pannen einen Film in Koproduktion realisiert: Mit Unterstützung durch die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein ist ein Film nach dem gleichnamigen Buch von Hilke Mayer und Kai Pannen entstanden. Olga ist liebenswert und meist gut gelaunt, aber manchmal wacht sie mit einem grauen Gefühl im Bauch auf, das einfach nicht verschwinden will. Was kann da helfen? Ein augenzwinkernder Film vom Umgang mit schwierigen Gefühlen – und davon, wie wichtig Freunde sind, wenn man selbst mal nicht weiter weiß.

Die Idee seine Geschichte zu verfilmen hat sich eigentlich als Konsequenz der überaus großen Beliebtheit Olgas entwickelt…

Kai Pannen: „Ich habe nie darüber nachgedacht, Olga auch als Film zu produzieren. Als Olga dann so gut ankam, bei Erwachsenen wie Kindern lag es auf der Hand, „Olga“ zu verfilmen.“

Besucht im Übrigen Kai Pannens äußerst informativen Blog – da findet Ihr auch den Trailer zu „Olga“ – und seine Website um auf dem Laufenden zu sein.

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mars-needs-moms-poster Schon im März 2010 wurde angekündigt, dass Robert Zemeckis Produktionsfirma „ImageMovers Digital“ – Disneys Motion Capture Abteilung – im kommenden Januar die Pforten schließen wird. Direkt nach der Produktion von „Milo und Mars / Mars Needs Moms“! ImageMovers passt laut Disney nicht in deren Geschäftsmodell. Allein „Disneys Eine Weihnachtsgeschichte“ (2009) musste viel Kritik einstecken, obwohl es durchaus ein finanzieller Erfolg war. Die Folgen dieser Kritik muss „Milo und Mars“ nun spüren. Manchmal ist ein Flop einfach nur ein Flop. Aber wenn die Produktion eines Filmes $175 Millionen gekostet hat und im ersten Wochenende nur $6,9 Millionen einspielt, dann ist es eher ein Zeichen.

Regie hat zwar Robert Zemeckis nicht geführt, aber er durfte in letzter Zeit viel Kritik einstecken. Zemeckis hat schon vor langer Zeit mit Live-Action-Filme wie „Zurück in die Zukunft“, „Forrest Gump“ und „Cast Away – Verschollen“ bewiesen, dass er zu den Besten gehört. Aber aufgrund seines Motion-Capture-Trips („Der Polarexpress“, „Die Legende von Beowulf“, „Disneys Eine Weihnachtsgeschichte“) wird ihm immer mehr nachgesagt, dass er zu sehr in eine Richtung treibt und dabei die Story vernachlässigt.

„Milo und Mars“ kann zum Ende von Zemeckis Motion-Capture-Filmemacherei führen, die immer unbelieber beim Publikum wird. Anders als die digitale Animation von Pixar benötigt Zemeckis  Technik echte Schauspieler, die mit Sensoren ausgestattete Uniforme tragen und die nötigen Bewegungen ausführen. Diese Bewegungen werden aufgenommen und digitalisiert auf den Computer übertragen, sodass diese digitalen Modelle zur Produktion von Filmen verwendet werden können. - NY Times

Motion Capture im Allgemeinem hat es mittlerweile doch sehr schwer und wird immer wieder kritisiert. Mit Motion Capture ist ein Verfahren gemeint mit dem sich reale Bewegungen des Menschen in ein vom Computer lesbares Format umwandeln lässt. Das Problem hierbei ist der „Uncanny Valley“: Sobald auf optischer Ebene ein gewisser Realitätsgrad bei der Bewegung überschritten wird, wirkt die Animation sehr befremdlich und unglaubwürdig. Pixar Filme versuchen nicht realistisch zu sein, nutzen kein Motion Capture und haben daher auch nicht mit diesem Problem zu kämpfen. Zemeckis dagegen schon!

Ich sehe es eigentlich relativ offen. Motion Capture ist nicht grundsätzlich gruselig. Es ist eher eine technische Hürde, die überwunden werden muss. Genauso wie zurzeit einige Studios mit „3D/Stereoskopie“ scheitern, genauso werden auch andere Studios an Motion Capture scheitern. Es ist eher ein Lernprozess, der sich über die Zeit verbessert. Die meisten meiner Freunde und Bekannten wissen auch nicht, dass „Der Polarexpress“ ebenfalls mittels Motion Capture produziert wurde und niemand hat sich über die Animation beschwert. Motion Capture hat Potential, aber es ist kein Ersatz für  traditionell gezeichnete Animation oder CGI oder Stop Motion – eher eine Alternative. Was meint Ihr?

Quellen: NY TimesBox Office MojoAnimationsfilme.ch

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Tomm Moore, der letzter Jahr große Bekanntheit durch seine Oscar Nominierung für seinen Film „Brendan und das Geheimnis von Kells“ (siehe kurzen Academy Award Clip) erlangte, arbeitet an einem neuen Animationsfilm.

„Song of the Sea“

Zurzeit arbeitet Moore noch am Storyboard. Die Geschichte erzählt von zwei Kindern, dessen Mutter spurlos verschwunden ist. Daraufhin werden Ben und Saoirse zu ihrer Großmutter in die Stadt geschickt. Doch schon bald schaffen es beide Kinder zurück nach Hause – ans Meer. Deren Reise entwickelt sich zu einem Rennen gegen die Zeit in einer Welt, die Ben nur aus den Volksmärchen seiner Mutter kennt. Schnell wird klar, dass Saoirse der Schlüssel zu deren Überleben ist.

Quellen: Cartoon Saloon, Variety

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